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Lauenburg Von Notz begrüßt Kehrtwende beim Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals
Lokales Lauenburg Von Notz begrüßt Kehrtwende beim Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals
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12:58 07.08.2019
Binnenschiffe auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wie hier an der Schleuse Witzeeze können derzeit nur mit geringem Tiefgang den Kanal befahren. Quelle: Holger Marohn
Mölln/Geesthacht

Auf eine Vertiefung beim Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals könnte nach Aussage des Maritimen Koordinators der Bundesregierung, Norbert Brackmann (CDU), möglicherweise verzichtet werden. Das berichteten die LN am Mittwoch unter der Überschrift „Keine Vertiefung des Elbe-Lübeck-Kanals?

Darauf reagierte nun der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und grüne Wahlkreisabgeordnete Konstantin von Notz aus Mölln. Er begrüße die langsam einziehende Rationalität beim Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals, erklärte von Notz. „Es ist gut, dass endlich ein Stück weit Rationalität in die Debatte um den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals einzieht. Darauf, dass weder die Verkehrsprognosen noch die aktuellen Entwicklungen in der Binnenschifffahrt den bisher geplanten Ausbau rechtfertigen, wird seit Jahren hingewiesen. Dies gilt zum Beispiel für die Entwicklung bei den Schiffstiefgängen, auf die ich bereits 2017 hingewiesen habe“, legte von Notz in einer Pressemitteilung dar.

Dr. Konstantin von Notz (Grüne), stellvertretender Fraktionsvorsitzender in Berlin und grüner Wahlkreisabgeordneter aus Mölln. Quelle: Holger Marohn

Pläne aus verkehrlicher Sicht nicht nötig

Und weiter: „Neben dem BUND und dem Binnenschifferverband hatte sich selbst der Staatssekretär im Verkehrsministerium auf parlamentarische Nachfragen von mir von den Ausbauplänen distanziert. Dass sich nun auch bei den bisherigen Befürwortern des sehr weitgehenden Ausbaus die Erkenntnis durchsetzt, dass die bisherigen Pläne aus verkehrlicher Sicht nicht nötig und aus ökologischer Sicht fragwürdig sind, begrüße ich. Die vielen Millionen Euro, die bislang unter anderem für die Kanal-Verbreiterung vorgesehen waren, können sehr viel sinnvoller genutzt werden.“

Vorhaben war völlig überdimensioniert

Die Bereitstellung der mehreren hundert Millionen Euro für den Ausbau seien in der Region als großer Coup zweier Haushaltspolitiker aus Schleswig-Holstein verkauft worden, erklärte von Notz. Das jetzige Zurückrudern als Erfolgsmeldung über die plötzliche Halbierung der Kosten zu verkaufen, sei schlicht absurd und unseriös. Es stünde allen Beteiligten gut an, wenn man die Größe aufbrächte, einfach zuzugeben, dass die bisherigen Pläne völlig überdimensioniert waren und man dies endlich erkannt hat, so der Grünen-Politiker abschließend.

Von LN

Auf eine Vertiefung könnte beim Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals möglicherweise verzichtet werden. Das sagt der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (CDU).

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