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Lauenburg Hallenbad für Schwarzenbek
Lokales Lauenburg Hallenbad für Schwarzenbek
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17:50 31.01.2019
Das Interesse an einem Hallenbad für Schwarzenbek ist groß. Rund 80 Bürger kamen zur Infoveranstaltung, moderiert von Uwe Krützmann (rechts). Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Die Resonanz war für Schwarzenbeker Verhältnisse respektabel. Mehr als 80 Bürger kamen zur ersten Informationsveranstaltung, zu der ein Kreis um Uwe Krützmann am Mittwoch in die Seniorenresidenz St. Franziskus eingeladen hatte. Einhellige Meinung: Schwarzenbek muss wieder ein Hallenbad bekommen. Viele Bürger trugen sich in eine Liste ein. Sie wollen für dieses hohe Ziel kämpfen.

Kleine Lösung ausreichend

Uwe Krützmann, der als Jugendlicher das damalige inzwischen abgerissene Hallenbad am Sachenwaldring häufig genutzt hat, bot sich als Fürsprecher dieser „Interessengemeinschaft pro Hallenbad“ an. Unterstützt wird er von Vertretern der DLRG, der DRK-Wasserwacht, des TSV. „Wenn ich höre, dass Büchen Belastungen in Höhe von 790.000 Euro für das Waldschwimmbad trägt, Geesthacht mit rund 750.000 Euro dabei ist – trotz des vergangenen tollen Sommers – dann habe ich kein schlechtes Gewissen mehr, ein Hallenbad für unsere Stadt zu fordern“, sagte Krützmann. Man folge der von der Stadt und dem Amt Schwarzenbek-Land in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie und sei für eine kleine Lösung mit vier Bahnen plus Hubboden und Kinderbecken. Bestätigt in seinen Forderungen fühlt sich Krützmann durch Aussagen des CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann, der seine Unterstützung zugesagt habe. „Ich bin zuversichtlich, dass die Stadt Schwarzenbek gemeinsam mit dem Amt Schwarzenbek-Land die Betriebskosten wuppen kann. Man kann nicht immer nur sparen, sondern muss seinen Bürgern auch etwas bieten.“ Unterstützung erfuhr Krützmann von Karl-Heinz Lehmann, der als Vertreter der DLRG Schwarzenbek gekommen war. „Wir möchten gern, dass alle Kinder schwimmen lernen. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen und den Vorschlägen der Machbarkeitsstudie für eine kleine Lösung folgen.“ Anwesend war auch ein in Hamburg beschäftigter Bademeister, der der Interessengemeinschaft seine Unterstützung anbot. Man sollte sich allerdings nicht nur auf das Thema „Schwimmen“ konzentrieren, sondern auch den Spaßfaktor berücksichtigen.

Betriebskosten berücksichtigen

Patrick Schröder von der DRK-Wasserwacht betonte die Notwendigkeit einer flächendeckenden Ausbildung der Kinder, brachte aber das Problem der Betriebskosten ins Spiel. „Wir müssen sehen, wo Fördermittel generiert werden können. (In der Machbarkeitsstudie werden Betriebskosten in Höhe von 170.000 Euro für die kleine Variante mit vier 17 Meter langen Bahnen genannt.)Schröder appellierte an die Besucher, am kommenden Montag ins Ratzeburger Kreishaus zu kommen. Dann werde der Innenausschuss des Kreises über dieses Thema beraten (Beginn 17.30 Uhr). Klaus Kamm (TSV) riet davon ab, sich mit der „abgespeckten Version“ zufriedenzugeben. „Wenn wir keine Wettkämpfe veranstalten können, wird sich das Bad nicht tragen. Wir brauchen ein prüfungsgerechtes Bad mit Sprungmöglichkeiten und einer Tiefe von zwei Metern.“ Darauf der Besucher Werner Ziehl: „Die Springprüfung kann auch in Reinbek gemacht werden. Da fährt man zum Abschluss des Unterrichts dann eben mal hin.“

Hallenbad-Varianten

Die Machbarkeitsstudie geht von zwei Grundvarianten eines Hallenbades und zusätzlichen Bausteinen aus. Davon hängen die Betriebskosten, aber auch die Nutzungsmöglichkeiten ab. Der Kapitaldienst hängt davon ab, wie hoch die Zuschüsse und Spenden für den Bau sein werden.

Die kleinste Lösung ist ein reines Lehrschwimmbecken mit vier Bahnen mit einer Länge von knapp 17 Metern und einem Hubboden. Kosten zwischen 3,5 und vier Millionen Euro zuzüglich je nach Betreiberstruktur Mehrwertsteuer.

Die Zielgruppe wären ausschließlich Schulen und Vereine sowie Kursangebote. Eine freie Nutzung durch die Öffentlichkeit ist nicht vorgesehen. Das jährliche Betriebskostendefizit wird auf 170000 Euro geschätzt. Hinzu kämen bis zu 225000 Euro für den Kapitaldienst. Problem: Ein so konzipiertes Hallenbad wäre den berechneten Bedarf in der Region nicht ausreichend.

Die größere Lösung mit vier wettkampffähigen 25-Meter-Bahnen mit Hubboden sowie zusätzlich einem Kleinkinderbecken wäre auch fast täglich für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor allem die höheren Personalkosten sorgen jedoch für ein geschätztes Betriebsdefizit von 365000 Euro. Sie ergeben sich auch daraus, dass das Bad auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein würde. Der Kapitaldienst würde bei Baukosten von sechs bis sieben Millionen Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bei etwa 390000 Euro liegen.

Ein separates Sprungbecken mit entsprechender Wassertiefe würde für ein zusätzliches Betriebsdefizit von mehr als 36000 Euro zuzüglich Kapitaldienst sorgen, ein separates Kursbecken das Defizit ohne Kapitaldienst um 120000 Euro erhöhen. Einen Saunabereich hatte der Gutachter aus Wirtschaftlichkeitsgründen gar nicht erst weiter vertieft.

„Wasser für Schwarzenbek.“ Das war eine Forderung, die an diesem Abend häufiger erhoben wurde. Während der Diskussion ging eine Liste herum, in der sich alle Interessierten eintragen konnten. Sie werden von einem kleinen Kreis, bestehend aus Uwe Krützmann sowie Vertretern von DLRG, Wasserwacht und TSV, über das weitere Vorgehen der Interessengemeinschaft informiert. – Demo nicht ausgeschlossen.

Silke Geercken

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