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Lauenburg Hallenbad für Schwarzenbek rückt näher
Lokales Lauenburg Hallenbad für Schwarzenbek rückt näher
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19:28 27.02.2019
Vor zehn Jahren demonstrierten die Schwarzenbeker für den Erhalt des Hallenbades. Jetzt geht es um einen möglichen Neubau. Quelle: LN-Archiv
Schwarzenbek

Die Pläne für den Bau eines Hallenbades im Kreissüden nehmen eine weitere Hürde. Nachdem der Bundestag die Grundgesetz-Änderung zur finanziellen Förderung von Bildungsinfrastruktur beschlossen hat, könnte der Bund jetzt ein Förderprogramm auflegen.

Sechs bis sieben Millionen Euro würde der Bau eines Hallenbades in Schwarzenbek nach einer ersten groben Schätzung kosten. Zumindest was die Investitionskosten angeht, können die Schwarzenbeker neben Hilfe aus Kiel und Ratzeburg auch auf Bundeshilfe hoffen. „Mit der Grundgesetzänderung, dass der Bund auch Bildungsinfrastruktur fördern darf, haben wir eine Voraussetzung geschaffen“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann.

Damit überhaupt eine Förderung in Frage komme, müsse allerdings deutlich sein, dass es sich bei dem Hallenbad auch wirklich um Bildungsinfrastruktur handele. Aufgrund der intensiven Ausrichtung des Bades auf die Bedürfnisse von Schulen sei dies aus seiner Sicht aber gegeben.

Laufende Kosten sind die Herausforderung

Das Konzept des in der Machbarkeitsstudie der Unternehmensberatung Altenburg favorisierten Bades sieht vor, dass das Bad an vier von fünf Schultagen während der Unterrichtszeiten weitgehend für die Schulen freigehalten wird. Damit könnte pro Jahr der Bedarf von bis zu gut 20000 Schülern gedeckt werden. Die ermittelte Nachfrage liegt nach einer ersten Berechnung bei 15000 bis 18000 Nutzern allein aus dem Schulbereich.

Von Vertretern der sich in Schwarzenbek inzwischen gegründeten Interessensgemeinschaft wird die Nachricht über die Grundvoraussetzung einer Bundesförderung positiv aufgenommen. „Für uns ist allerdings überhaupt erst einmal wichtig, eine Kostenplanung zu bekommen“, sagt Sprecher Uwe Krützmann. Dabei gehe es vor allem um die laufenden Kosten. „Denn der Bau an sich ist wahrscheinlich gar nicht das entscheidende Problem“, vermutet Krützmann, nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen Fördermöglichkeiten.

Brackmann warnt vor verfrühter Euphorie

„Für unsere derzeitige Arbeit sind wir vor allem auf Tipps aus den Nachbarstädten angewiesen, wie sich Kosten senken lassen“, sagt Krützmann. Außerdem sei man als Interessensgemeinschaft mit den Schulen und den Elternbeiräten im Gespräch. Als nächste größere Aktion sei eine Veranstaltung zum verkaufsoffenen Sonntag geplant.

Allerdings warnt Brackmann vor verfrühter Euphorie. „Mit der Grundgesetzänderung haben wir noch kein Förderprogramm und keine Haushaltsmittel“, sagt Brackmann. Beides müsste erst noch geschaffen werden.

Holger Marohn

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