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Lauenburg Heinz Dohrendorff löst Martin Fischer als Amtsvorsteher ab
Lokales Lauenburg Heinz Dohrendorff löst Martin Fischer als Amtsvorsteher ab
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20:19 12.07.2013
Von Hanno Hannes
Klares Votum für Heinz Dohrendorff: Alle Bürgermeister hoben die Hand, nur die von Groß Grönau und Mustin ließen sich vertreten. Quelle: Fotos: Hanno Hannes
Hollenbek

Als Bürgermeister von Bäk wird der 73-Jährige weitermachen, schließlich wurde er gerade mit überwältigender Mehrheit gewählt, aber dass Martin Fischer seinen Posten als Amtsvorsteher aufgibt, war bereits seit längerem klar. Ein letztes Mal trat er am Donnerstagabend in alter Funktion in Aktion: Fischer eröffnete die konstituierende Sitzung des neuen Amtsausschusses im Festsaal des Gasthofes „Countryside“ in Hollenbek und übergab dann an den Ältesten der Bürgermeisterrunde, damit dieser die Wahl seines Nachfolgers leiten sollte. Der Älteste war er selbst. Also übernahm er auch das.

Für die Fischer-Nachfolge gab es nur einen Kandidaten: Heinz Dohrendorff (58), Bürgermeister in Kulpin. Für die anderen Bürgermeister der Gemeinden des Amtes Lauenburgische Seen kam dieser Vorschlag offenbar wenig überraschend, denn weder wollte jemand diskutieren, noch sollte der Kandidat sich vorstellen, und auch geheime Abstimmung hielt niemand für nötig. Man kennt sich im Amt, man vertraut sich, und man verliert keine unnötigen Worte. In offener Abstimmung hoben alle die Hand für Dohrendorff — und der Vorgänger nahm seinem Nachfolger den Amtseid ab. Der endete mit der Formel „So wahr mir Gott helfe“. Und dass dies für den Bürgermeister von Kulpin keine leere Formel ist, machte er gleich in seiner ersten Ansprache als Amtsvorsteher deutlich: „Ich bin ein christlich geprägter Mensch“, sagte Dohrendorff, offenbar ein bescheidener: „Ich selbst bin jemand, der sich nicht wichtig nimmt. Ich bin aber auch ein Mensch, der Fehler macht. Bitte schludert nicht öffentlich über mich, wenn es passiert, sondern nehmt mich zur Seite, damit wir gemeinsam eine Lösung finden“, bat der Kulpiner seine Bürgermeisterkollegen, um dann mit der Bitte „Herr gib uns die Kraft dafür“

zu schließen und einen Beleg für seine christliche Einstellung zu liefern.

Als erster Stellvertreter des Amtsvorstehers wurde Eckhard Graf aus Groß Grönau gewählt, als zweiter Stellvertreter Conrad Torkler aus Klein Zecher — beide ebenfalls einstimmig, sieht man von der Enthaltung der Kandidaten ab.

Der neue Vorsteher des Amtes Lauenburgische Seen bewies dann gleich, dass er nicht nur christlich bescheiden daherkommt, sondern Sitzungen auch straff durchziehen kann. Nach dem Verfahren „Gibt es Gegenstimmen, das ist nicht der Fall“ wurden unter Dohrendorffs Leitung sämtliche Vorschlagslisten für die Neubesetzung der Ausschüsse des Amtes per Handzeichen durchgewunken. Und unter dem Punkt „Verschiedenes“ zog Martin Fischer ein für seine Art typisches Fazit seiner 19 Jahre als Amtsvorsteher: „Ich habe die Zeit manchmal genossen, und manchmal habe ich sehr gelitten.“ Seinen Weggefährten schrieb er ins Stammbuch: „Noch größere Ämter sind nicht zu bewältigen. Dafür setzen Sie sich bitte bei der Landesregierung ein.“ In Fischers Zeit fiel die Übernahme der Hälfte des alten Amtes Gudow-Sterley.

Verwaltung für 25 Orte
Das Amt Lauenburgische Seen, gelegen entlang der Ratzeburger Seen bis zum Schaalsee im Kreis Herzogtum Lauenburg, stellt die Amtsverwaltung für folgende Gemeinden: Albsfelde, Bäk, Brunsmark, Buchholz, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Groß Disnack, Groß Grönau, Groß Sarau, Harmsdorf, Hollenbek, Horst, Kittlitz, Klein Zecher, Kulpin, Mechow, Mustin, Pogeez, Römnitz, Salem, Seedorf, Schmilau, Sterley und Ziethen.


Die Verwaltung für das Amt Lauenburgische Seen ist in Ratzeburg, Fünfhausen 1. Telefonisch ist sie unter 0 45 41/8002-0 zu erreichen. Fax: 0 45 41/8002-40, E-Mail: kontakt@amt-lauenburgische-seen.de

Hanno Hannes

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