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Lauenburg Herzogtum Lauenburg: Verein plant Selbstbehauptungskurse für Kinder im ganzen Kreis
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Herzogtum Lauenburg: Verein plant Selbstbehauptungskurse für Kinder

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12:00 19.12.2021
Der Verein Frauen helfen Frauen aus Sandesneben bringt Kindern bei, wie sie sich verteidigen können. Die kleine Mariella durfte in einem der Kurse ausprobieren, wie man sich als Kind körperlich wehren kann. Trainer Max Österreich trug dafür einen Schutzanzug.
Der Verein Frauen helfen Frauen aus Sandesneben bringt Kindern bei, wie sie sich verteidigen können. Die kleine Mariella durfte in einem der Kurse ausprobieren, wie man sich als Kind körperlich wehren kann. Trainer Max Österreich trug dafür einen Schutzanzug. Quelle: privat/hfr
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Sandesneben

Wie halte ich mein Gegenüber auf Abstand? Wie sage ich selbstbewusst Nein? Und wie schütze ich mich vor einem körperlichen Angriff? All das lernen Kinder in den Selbstbehauptungskursen des Vereins Frauen helfen Frauen (FHF) Sandesneben und Umgebung. Die Workshops finden seit 2020 regelmäßig statt und sind meist ausgebucht. Die Kinder kommen teils aus dem ganzen Herzogtum Lauenburg. Deshalb will der Verein das Angebot nun erweitern – und plant in 2022 eine Tour durch den Kreis. Um das Projekt finanzieren zu können, hoffen die Veranstalter auf Spenden durch die LN-Aktion „Hilfe im Advent“.

Kinder lernen Verteidigungstricks und Nein sagen

„In unseren Kursen lernen die Kinder Verteidigungstricks aber auch ganz laut und überzeugend Nein zu sagen“, erklärt Miriam Peters von FHF. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen zeigen den Teilnehmenden unter anderem, wie sie sich selbstsicher hinstellen, Angriffe abwehren und klarmachen, wenn sie etwas nicht wollen. „Außerdem sprechen wir mit den Kindern über ihre Rechte“, sagt Peters. Die Kinder erhalten Antworten auf Fragen wie: Was dürfen andere mit mir machen und wie kann ich mich dazu verhalten? Was darf ich selber tun und wo sind meine Grenzen?

Miriam Peters von FHF und Jiu-Jitsu-Trainer Rüdiger Merten vom Sportverein Breitenfelde zeigen beim Selbstbehauptungskurs, wie man einen körperlichen Angriff abwehrt. Quelle: privat/hfr

Kostenloses Angebot ab Grundschulalter

Die Kurse finden einmal im Monat am Wochenende statt, dauern vier bis fünf Stunden und beinhalten auch ein Mittagessen. Zu den Betreuern gehören ein bis zwei zwei Trainer der Jiu-Jitsu-Abteilung des Sportvereins Breitenfelde sowie Sozialarbeitende von FHF. Sie sprechen ausführlich mit den Jugendlichen, spielen Spiele und üben verschiedene Techniken. In der Regel nehmen 20 bis 30 Kinder teil. Je nach der aktuellen Corona-Verordnung sind es auch weniger. Das Angebot richtet sich an Kinder ab der Grundschule und ist kostenlos.

So können Sie helfen

Die LN-Leser-Aktion „Hilfe im Advent“ macht sich in diesem Jahr für ehrenamtliche Projekte stark, die sich für das Miteinander einsetzen. Die Spendensammlung der Lübecker Nachrichten und der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg findet unter dem Motto „Gemeinsam gegen einsam“ statt.

Mit Hilfe der Lübecker Freiwilligenagentur ePunkt stellen wir Ideen und Projekte vor, die sich uneigennützig im Verein, in der Nachbarschaft oder in anderen Bereichen dafür stark machen, dass sich einsame Menschen nicht mehr isoliert fühlen und wieder Freude am Dasein haben. Der ePunkt sammelt die Spenden der LN-Leser und gibt sie dann an die Ehrenamtlichen weiter.

Der ePunkt ist eine Freiwilligenagentur und setzt sich für soziales Engagement ein.

Der Verein hat seinen Sitz in der Hüxtertorallee 7 in 23564 Lübeck, Telefon 04 51/ 305 04 05. Der ePunkt ist unter der E-Mail info@epunkt-luebeck.de zu erreichen.

Das Spendenkonto:

Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg

Kontoinhaber: ePunkt e. V. Lauenburg

IBAN:

DE22 2305 2750 0081 7742 00

BIC:

NOLADE 2 1 RZB

Verwendungszweck:

„Spende: Hilfe im Advent“

Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte Name und Adresse bei der Überweisung an. Bei Spenden bis 200 Euro reicht der Überweisungsbeleg als Bescheinigung.

Spenden sollen Tour durch den Kreis ermöglichen

Im nächsten Jahr soll jeder Kurs in einem anderen Amtsgebiet im Herzogtum Lauenburg stattfinden. Die Räumlichkeiten will FHF bei den ansässigen Sportvereinen mieten. Der Verein rechnet laut Miriam Peters mit 1000 Euro Mietgebühren für das gesamte Jahr. Hinzu kommen Honorare für die Trainer (3000 Euro), Ehrenamtspauschalen für weitere Mitwirkende (1000 Euro), Verpflegungskosten (500 Euro) sowie Werbungskosten (1500 Euro).

Außerdem fallen Fahrtkosten an, denn: „Wir organisieren oftmals die An- und Abreise der Kinder“, erklärt Peters. Der Verein rechnet dafür mit 750 Euro. Um die Kurse finanzieren zu können, hoffen die Mitglieder auf Spenden durch „Hilfe im Advent“.

So bleiben Sie auf dem Laufenden

Wo der nächste Kurs im Januar stattfinden wird, ist laut Miriam Peters noch unklar. Der Verein hält Interessierte auf seiner Webseite sowie über Instagram und Facebook auf dem Laufenden. Alle Berichte zu „Hilfe im Advent“ gibt es zudem auf der LN-Homepage.

Diese Projekte werden unterstützt

Bislang haben sichfünf Projekte aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg um Spenden aus der Aktion „Hilfe im Advent“ beworben:

Doris und Michael Schmied sammeln seit Jahren auf Schwarzenbeks Wochenmarkt, um Bedürftigen ein Weihnachtsgeschenk zu spendieren. Jetzt sammeln LN-Leser mit.

Die Bürgerstiftung Ratzeburg will ein Repair-Café eröffnen, das auch Treffpunkt im Stadtteil werden soll. Hier fehlen Werkzeug und Ausstattung.

Beate Stendell-Gerken leitet die KIBIS-Selbsthilfegruppe „Gemeinsam wandern – raus aus der Einsamkeit – für ein seelisches Gleichgewicht“ und kann für Fahrten eine Finanzspritze gebrauchen.

Der Verein Frauen helfen Frauen Sandesneben und Umgebung braucht noch Geld, um einen Selbstbehauptungsworkshop zu finanzieren, der Kinder und Jugendliche dazu befähigt, selbstsicher NEIN zu sagen und Selbstverteidigungstricks zu lernen.

Kai Losigkeit möchte im Frühjahr im Möllner Don Bosco-Haus das Projekt „Café Paradiso mit Livemusik“ veranstalten, um den Bewohnern ein Gemeinschaftserlebnis zu spendieren. Für die Gagen der Bands braucht er Geld.Neu dazu gekommen sindzwei Projekte, die Sie mit Ihren Spenden unterstützen können:

Geigerin Karolin Broosch und Milana von Ruffin, Eigentümerin von Gut Basthorst, wollen ihre Konzertreihe „Musik ist systemrelevant“ fortsetzen. Deshalb hoffen sie auf Spenden, um den Musikern, die sonntags im Garten des Restaurants Pferdestall spielten, erneut ein Forum zu bieten und Zuhörer aus der Tristesse der Corona-Zeit zu holen.

Sterbeammen arbeiten freiberuflich und finanzieren zusätzlich mit ihren Jahresbeiträgen den gemeinnützigen Schwarzenbeker Verein „Sterbeheilkunde“. Über den Verein erhalten Ratsuchende fachliche und unbürokratische Soforthilfe im Sterbe- oder Trauerprozess.

Von Rabea Osol