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Lauenburg Hier können Sie schon jetzt selbst Erdbeeren pflücken
Lokales Lauenburg Hier können Sie schon jetzt selbst Erdbeeren pflücken
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17:40 06.06.2019
Saisonstart für Erdbeer-Selbstpflücker. Claudia Bettendorf und Gerd Tigges haben sich ordentlich mit Erdbeeren eingedeckt. Quelle: TIMO JANN
Hohenhorn

Ran an die Erdbeeren: Auf den großen Feldern für Selbstpflücker bei Hohenhorn hat Landwirt Jochen Putfarken jetzt die Saison eröffnet. „Es kann zwar sein, dass wir nochmal einen Tag schließen müssen, denn wenn die Reihe leergepflückt ist, ist halt leer, aber eigentlich sollte es jetzt erstmal bis Pfingsten reichen. Danach sehen wir dann weiter, mit den mittleren und spätern Sorten müsste es aber gut laufen“, sagte er am Montag. In Börnsen ist noch nicht absehbar, wann die Selbstpflücker dort ernten können.

Putfarken baut auf gut 50 Hektar die süßen roten Früchte an – nur ein kleiner Teil davon an der Straße nach Fahrendorf ist für die Selbstpflücker vorgesehen. „Meine Profis sind jetzt mit 20 Leuten am Start, das wächst dann bis Mitte Juni richtig an“, sagt der Landwirt. In der Spitze hat er etwa 400 Erntehelfer beschäftigt, die die Erdbeeren für den Lebensmittelhandel pflücken.

Selber pflücken? Hier geht es

Hier können Sie selbst pflücken

Im Kreis Herzogtum Lauenburg haben Selbstpflücker keine große Auswahl mehr. Große Erdbeerbauern wie Bockhop in Schmilau oder Kaiser in Salem ernten ihre Früchte nur selbst – und zwar hauptsächlich aus ihren Folientunneln oder Gewächshäusern. Übrig bleiben daher von Norden nach Süden nur vier Höfe. In Seedorf am Schaalsee (www.himbeeren-seedorf-am-schaalsee.de) beginnt die Saison erst am Sonnabend, 8. Juni, ab 9 (bis 18) Uhr. Ab Juli sind hier auch Him-, Brom-, Heidel- und Johannisbeeren im Angebot für Selbstpflücker. Aufgrund der verspäteten Reife der Erdbeeren beginnt die Ernte auf dem Schmilauer Hof Hadenfeldt (www.hof-hadenfeldt-schmilau.de) frühestens am 15. Juni. Am besten vorher unter Tel. 0 45 41/898710 erkundigen. Ebenfalls erst Mitte Juni (vielleicht am 20.) öffnet der Hof der Familie Berodt in Poggensee seine Felder. Auskunft über Tel. 0 45 43/808 85 60. Selbst im sonnigen Süden in der Randlage zu Hamburg sind die roten Früchte noch nicht so weit. Der Erdbeerhof Putfarken in Hohenhorn bei Hamburg (www.putfarken-erdbeerhof-hamburg.de) informiert über einen „Erdbeer-Ticker“, wann es losgeht.

Im Kreis Stormarn werden ebenfalls Erdbeeren zum Selberpflücken angeboten. Mit dabei ist Enno Glantz vom Erdbeerhof Glantz in Delingsdorf. „Wir haben in diesem Jahr acht Felder rund um Hamburg dafür angelegt“, erklärt Glantz, „unter anderem in Delingsdorf und in Oststeinbek.“ Seit vergangener Woche kann man dort Erdbeeren selber pflücken und später auch Himbeeren. „Das Selberpflücken wird wieder beliebter“, hat Glantz beobachtet, „vor fünf Jahren gab es sinkendes Interesse, aber jetzt ist die Nachfrage wieder groß.“ Die Kunden setzten auf Regionalität und hätten Vertrauen in das Produkt. Gepflückt werden kann jeden Tag von 8 bis 20 Uhr. Zusammen mit Himbeeren und Blumen wie Sonnenblumen und Gladiolen sei das Selberpflücken auch wirtschaftlich von Bedeutung. Hans-Jörg Carstensen vom Hof Lohbrügge in Reinbek bietet auf zwei Hektar Fläche Erdbeeren zum Selberpflücken an. „Start war vor zehn Tagen“, sagt er. Angeboten würden unter anderem die Sorten Daroyale, Salsa, Mieze Schindler und Faith. „Das Pflücken läuft noch fünf Wochen lang.“ Geöffnet sind die Felder täglich von 9 bis 19 Uhr. Gut Wulksfelde in Tangstedt ist ein Bioland-Betrieb. Am 6. Juni beginnt auch hier das Selberpflücken der Erdbeeren auf den Feldern. Möglich ist das täglich zwischen 9 und 19 Uhr. Andreas Volbert vom Bernekehof in Barsbüttel hat ein großes Feld, auf dem man Erdbeeren pflücken kann. „Bei uns kann man später auch Himbeeren selber pflücken“, erklärt er. Das komme sehr gut an, weil sie auf dem Hof ein Scheunencafé hätten, so dass der Tag Ausflugscharakter bekomme. Geöffnet ist werktags von 9 bis 19 Uhr und Sonntag von 10 bis 19 Uhr.

Im Kreis Segeberg bietet der Hornbrooker Hof das Selbstpflücken frühestens am Sonntag, 9. Juni, bei Klein Rönnau (vor Bad Segeberg an der B432) an. Geöffnet ist montags bis sonntags ab 9 Uhr bis 17.30 Uhr. Der Erdbeerhof Kaack hat seine Selbstpflückerfelder bei Fuhlendorf (zwischen Bimöhlen und Wiemersdorf) direkt am Stammbetrieb. Hier können Hobby-Ernter täglich zwischen 8 und 19 Uhr die Körbe füllen. In Norderstedt liegen zwei Selbstpflückerfelder des Erdbeerhofs Glantz an der Segeberger- und der Poppenbüttler Chaussee. Alle Felder sind durch Hinweis-Plakate ausgeschildert. unk/ba/hil

„Wir machen eine Erdbeerbuttercremetorte“, sagte Gerd Tigges, der am Montag gleich morgens seine Früchte pflückte. „Ich freue mich auf Erdbeeren mit Milch“, sagte Claudia Bettendorf. „Die meisten Kunden können den Saisonstart immer kaum abwarten“, sagte Gisela Waschkies, die seit 30 Jahren am Kassenwagen auf dem Feld arbeitet. Die ersten Sorten sind jetzt die Honey-Oye und Daroyal, es folgen noch Sonata und einige neue Sorten. „Den Abschluss der Saison bildet unsere Eigenkreation Julia“, so Putfarken.

Jochen Putfarken hat jetzt die Felder für Selbstpflücker geöffnet. Quelle: TIMO JANN

Mitte Juni geht es richtig los

Gisela Waschkies kennt viele der Kunden schon seit Jahren. „Oft wird gleich kiloweise gepflückt und dann Marmelade gekocht“, erklärt sie. Den Pflückern werden Reihen zugewiesen, zum Auftakt reichten drei Meter, um einen Korb zu füllen. Putfarken: „Wir hatten durch den späten Frost im Mai, am Boden hatten wir noch minus fünf Grad, einige Ausfälle. Deshalb müssen wir jetzt gucken, wie wir mit den frühen Sorten hinkommen.“

Die Felder für die Selbstpflücker haben täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet. „Mitte Juni werden wir aus dem Vollen schöpfen können“, sagt Putfarken.

Saisonstart für Erdbeer-Selbstpflücker. Quelle: TIMO JANN

Timo Jann