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Lokales Lauenburg

Hilfe im Advent: Weihnachtslächeln für Bedürftige in Schwarzenbek

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15:05 28.11.2021
Doris und Michael Schmied möchten wieder ganz viele Pakete verschenken und Weihnachtslächeln zaubern.
Doris und Michael Schmied möchten wieder ganz viele Pakete verschenken und Weihnachtslächeln zaubern. Quelle: Silke Geercken
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Schwarzenbek

„Zusammen sind wir weniger allein.“ Das ist das Motto von Doris und Michael Schmied. Es passt hervorragend zu der diesjährigen LN-Aktion „Hilfe im Advent“ mit dem Thema „gemeinsam gegen einsam“. Das Paar betreibt einen Imbiss auf dem Schwarzenbeker Wochenmarkt und ruft nun schon zum siebten Mal seine Kunden und Freunde zu kleinen Sachspenden auf, um einsamen und bedürftigen Menschen „ein Lächeln zu Weihnachten“ zu schenken. Ausgefahren werden die kleinen Päckchen direkt an Heiligabend von den Mitgliedern des Vereins BFFK (Biker fahren für Kinder).

Mit Dankeschön-Tüten fing alles an

Seit 15 Jahren hat das Paar aus Müssen einen Wochenmarktstand in Schwarzenbek. Der Standaufbau erfolgt am frühen Morgen, und da ist Doris Schmied vor einigen Jahren aufgefallen, dass auch Menschen, „denen man ihre Armut nicht ansieht“, in den Papierkörben nach Pfandflaschen gesucht haben. „Begonnen hat alles damit, dass wir unseren Kunden zu Weihnachten kleine Dankeschön-Tüten“ über den Tresen gereicht haben“, sagt die gelernte Fleischereifachverkäuferin. Und da 90 Prozent der Kunden Stammkunden seien, die jeden Mittwoch oder Sonnabend auf einen Kaffee oder eine Wurst vorbei kommen und eine Zeit mit gemeinsamen Gesprächen verweilen, sei auch die Not vieler Menschen thematisiert worden. Vor sieben Jahren sei dann die Idee entstanden, Bedürftigen mit einem kleinen Geschenk an Heiligabend eine Freude zu bereiten. Jahr für Jahr stieg die Anzahl der zu packenden Geschenke.

So sah es 2020 im Keller bei Doris Schmied aus. 120 Pakete konnten gepackt und verschenkt werden. Quelle: Silke Geercken

So können Sie helfen

Die LN-Leser-Aktion „Hilfe im Advent“ macht sich in diesem Jahr für ehrenamtliche Projekte stark, die sich für das Miteinander einsetzen. Die Spendensammlung der Lübecker Nachrichten und der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg findet unter dem Motto „Gemeinsam gegen einsam“ statt.

Mit Hilfe der Lübecker Freiwilligenagentur ePunkt stellen wir Ideen und Projekte vor, die sich uneigennützig im Verein, in der Nachbarschaft oder in anderen Bereichen dafür stark machen, dass sich einsame Menschen nicht mehr isoliert fühlen und wieder Freude am Dasein haben. Der ePunkt sammelt die Spenden der LN-Leser und gibt sie dann an die Ehrenamtlichen weiter.

Der ePunkt ist eine Freiwilligenagentur und setzt sich für soziales Engagement ein.

Der Verein hat seinen Sitz in der Hüxtertorallee 7 in 23564 Lübeck, Telefon 04 51/ 305 04 05. Der ePunkt ist unter der E-Mail info@epunkt-luebeck.de zu erreichen.

Das Spendenkonto:

KreissparkasseHerzogtum Lauenburg

Kontoinhaber: ePunkt e. V. Lauenburg

IBAN:

DE22 2305 2750 0081 7742 00

BIC:

NOLADE 2 1 RZB

Verwendungszweck:

„Spende: Hilfe im Advent“

Der aktuelle Spendenstand:

0Euro

Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte Name und Adresse bei der Überweisung an. Bei Spenden bis 200 Euro reicht der Überweisungsbeleg als Bescheinigung.

In der LN-Ausgabe am nächsten Sonntag finden Sie wie gewohnt einen vorgedruckten Überweisungsträger für Ihre Spende vor.

Die Sachspenden können direkt am Imbissstand vor dem Rathaus abgegeben werden. Gesammelt werden haltbare Lebensmittel, Süßigkeiten, Hygieneartikel, Kinderbücher, kleines Spielzeug, Malbücher, Buntstifte. Auch Bargeld kann abgegeben werden, dafür erwerben Michael und Doris Schmied Gutscheine. Gut erhaltene Mützen, Schals oder Handschuhe sind auch willkommen, aber keine größeren Kleidungsstücke. Im vergangenen Jahr konnten 120 Pakete gepackt werden. Großen Anteil daran hatte auch die Heino-Meier-Stiftung, die eine höhere Geldsumme für den Kauf von Lebensmitteln bei Edeka zur Verfügung stellte.

Adressen der Beschenkten bleiben anonym

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Aktion immer mehr an Fahrt aufgenommen hat. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir die Menschen hier vor Ort beschenken. Die Spenden bleiben im Kreisgebiet. Wir möchten wieder ganz viele Lächeln zu Weihnachten verschenken, deshalb brauchen wir neben den Sachspenden auch Adressen von bedürftigen Menschen“, so Schmied. Es gebe sehr viele Menschen, die ein Lächeln brauchten: Oma oder Opa von nebenan, die allein sind, die alleinerziehende Mama, die man aus der Kita kennt, größere Familien, wo das Geld oft knapp ist. Wer eine Adresse mit einem Radius von 15 Kilometern rund um Müssen (dort wohnen die Schmieds) hat, kann sie per WhatsApp unter Telefon 0163/4678272 schicken oder einfach einen Zettel am Imbiss abgeben. Spenden können ab sofort abgegeben werden, gern auch separat Geschenkpapier dazu. „Wir schauen uns jedes Teil genau an, möchten nur Neues oder Neuwertiges verschenken“, so die 51-Jährige. Und: „Die Adressen bleiben anonym und werden nach der Aktion vernichtet.“ Deshalb sei es wichtig, neben den Spenden auch neue Adressen abzugeben.

Biker-Herz schlägt für Kinder

Der Verein BFFK – Biker fahren für Kinder – hilft bei der Überbrückung schwieriger Lebenslagen, nicht nur finanziell, sondern auch mit der Arbeitskraft der Mitglieder. Er unterstützt zum Beispiel bei der Pflege von Spielplätzen oder beim Bau von Spielgeräten für Behinderteneinrichtungen, fährt für die Schwarzenbeker Tafel oder den Stadtjugendring, sammelt für sein Patenkind Marcel.

Wer einen Vorschlag hat, wer Hilfe brauchen könnte, oder spenden möchte, erreicht den Verein per E-Mail an prese@bffk-ev.de oder www.bffk-ev.de

Hartwig und Hannelore Holst vom Verein Biker fahren für Kinder gehören zu den Weihnachtswichteln, die die Pakete an Heiligabend verteilen. Die Adressen der Beschenkten werden anschließend vernichtet. Quelle: Silke Geercken

Am 23. Dezember wird gepackt, einen Tag später treten die Mitglieder des BFFK in Aktion. Die Motorradfreunde sind die Weihnachtswichtel und unterstützen die Hilfsaktion mit Motorkraft. Sie geben jedes Geschenk persönlich an der Haustür der Beschenkten ab. „Die Empfänger wissen nichts von ihrem Glück. Die Biker klingeln an der Haustür oder legen das Päckchen einfach vor die Tür. Das Geschenk soll eine Überraschung sein und ein Lächeln hervorrufen, denn das ist Weihnachten“, sagt Schmied.

Von Silke Geercken