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Lauenburg Hinreißend: Texte wie Stiche ins Herz
Lokales Lauenburg Hinreißend: Texte wie Stiche ins Herz
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20:27 20.04.2018
Tolle Texte gab es von den neun Nominierten: Leni Nörenberg (Siegerin bei den 9 bis 11-Jährigen), Jana Burmeister, Marie Schröder (Siegerin bei den 17- bis 23-Jährigen), Steffen Stiehler, Anneke Maurer (Siegerin bei den 12- bis 16-Jährigen), Dennis Tschernich, Lisbeth Riedel, Anabel Puth und Eva Schwecher (von links). Quelle: Fotos: Dorothea Baumm
Schwarzenbek

Es war der erste Schülerschreibwettbewerb der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Er brachte viel Arbeit für die Juroren. Und er brachte sie zum Schwitzen, denn ob Schulrätin Katrin Thomas, Journalistin Gabriele Heise (NDR Redezeit), LN-Redakteur Florian Grombein, Verleger Wolf-Rüdiger Osburg und Kulturvermittler Jörg-Rüdiger Geschke so klar war, worauf sie sich da einlassen, sei mal dahingestellt.

Mit dem ABC fängt es an. Und bestenfalls endet die Alphabetisierung so, wie die Finalisten des ersten Schülerschreibwettbewerbs „Wanted: Junge Autor*inn*en“ es vorgemacht haben: mit wunderbaren Texten. Im Wortsinne geistreich, klug formuliert, unterhaltsam – einfach klasse.

50 eingesandte Texte – Viel Arbeit für die Jury

Die Stiftung dankt der Jury des Literaturwettbewerbs „Wanted: Junge Autor*inn*en“. Schulrätin Katrin Thomas, Journalistin Gabriele Heise (NDR Redezeit), LN-Redakteur Florian Grombein, Verleger Wolf-Rüdiger Osburg und Kulturvermittler Jörg-Rüdiger Geschke (Foto v. l.) hatten die 50 Texte gelesen und bewertet.

Letztlich galt es nämlich, alle 50 Texte zu lesen, die von Kindern und Jugendlichen aus dem Kreisgebiet eingesandt wurden. Nicht einmal überfliegen, sondern wertschätzend lesen. Satzbau, Komposition, Spannungsbogen, Grammatik – alles wurde bewertet. Viel Arbeit also, und doch würde jedes Jury-Mitglied sich sofort mit Begeisterung erneut in den Sichtungs- und Bewertungstrubel stürzen.

Was durchaus passieren kann: Der Vorstand der Stiftung ist sehr zufrieden mit Verlauf und Ergebnis des Wettbewerbs. „Natürlich hoffen wir, dass sich beim nächsten Mal noch viel mehr junge Leute beteiligen“, sagt Andrea Funk von der Geschäftsführung der Stiftung.

Der Saal des Amtsrichterhauses in Schwarzenbek war gut gefüllt, als im Rahmen der Preisverleihung erst die Texte der neun Finalisten vorgetragen und dann die Sieger gekürt wurden.

Schülerschreibwettbewerb – mal ehrlich, wer hegt da schon große Erwartungen? Tja, die Überraschung stand den Zuhörern dann doch ins Gesicht geschrieben. Ob die Texte nun witzig, dramatisch oder schlicht zu Herzen gehend intensiv waren: Den meisten der lauschenden Erwachsenen wäre wohl keine der vorgetragenen Zeilen aus der Feder geflossen.

„Gebrauchsanweisung für 9-jährige Jungen“ zum Beispiel. Allein die Idee zu Steffen Stiehlers Text ist hinreißend. Und was er den Großen da auf den Weg gibt, ist schlicht zum Niederknien. Steffen mag „Ritter Rost“ und „Gregs Tagebücher“ – und wer seinen Text (herrlich vorgetragen von Gwendolin Fähser) gehört hat, hofft inständig, dass der schmale Junge sich seine beeindruckende Eloquenz und den Humor bewahrt.

Wie ein Stich ins Herz ist dagegen die Wirkung von den Texten von Anneke Maurer, Eva Schwecher, Marie Schröder und Anabel Puth. Die Mädchen setzen sich mit den Themen Missbrauch, Gewalt und Demenz auseinander.

Sieger sind nicht nur Leni Nörenberg, Anneke Maurer und Marie Schröder. Wer so, wie die Finalisten, mit Worten umgehen kann, verfügt über eine wunderbare Gabe. Alle neun dürfen sich auf die Teilnahme an einer Schreibwerkstatt im Juni freuen – und wir uns hoffentlich auf weitere Texte.

Dorothea Baumm

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