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Lauenburg Wer traut sich wann und wo? – Heiraten im Herzogtum
Lokales Lauenburg Wer traut sich wann und wo? – Heiraten im Herzogtum
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10:00 20.01.2020
Diese „Hochzeit auf dem Ratzeburger See“ ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Für die Ratzeburger Ruderolympionikin Meike Evers und ihren Gatten Lars Rölver kam 2013 nichts Anderes in Frage. Es geht aber auch gefahrloser und trockener – auf einem der Seeschiffe, im Trauzimmer des Rathauses oder im Rokokosaal des Kreismuseums. Quelle: LN-Archiv
Ratzeburg

„Wenn nicht hier – wann und wo denn sonst?“, mag man fragen, wenn das Thema Heiraten ins Spiel kommt. Der Kreis Herzogtum Lauenburg und seine Haupt-, Kreis- und Inselstadt Ratzeburg bieten in vieler Hinsicht ein würdiges Ambiente für jede Hochzeit. Eingebettet in eine von Seen und Wäldern geprägte malerische Landschaft findet sich hier zu jeder Jahreszeit eine besondere Atmosphäre mit romantischem Flair.

Stilvolles Ambiente

Da dieses Jahr eine „runde“ Zahl im Datumsfeld aufweist, sollte das schon ein Anlass sein, um sich einen (be-)merkenswerten Termin auszusuchen. Und weil das Herzogtum an den allermeisten Stellen einfach unvergleichlich schön ist, bieten sich etliche Orte, neudeutsch: Locations, an, um sich gegenseitig vor Gott, dem Pastor oder Standesbeamten sowie der Hochzeitsgesellschaft das Ja-Wort zuzuhauchen.

Aufgebot und Anmeldung

Beim Standesamt Ratzeburg ist es erforderlich, dass Sie Ihre Eheschließung bei dem für Ihre Anmeldung zuständigen Standesamt erledigt haben und dort das Vorliegen der Ehevoraussetzungen bescheinigt wurde. Früher nannte man dies „das Aufgebot bestellt haben“.

Die Anmeldung zur Eheschließung ist sechs Monate gültig. (§ 13 Abs. 4 Personenstandsgesetz). Das heißt, dass die Anmeldung frühestens sechs Monate vor dem geplanten Wunschtermin erfolgen kann. Außerhalb dieser Frist vergeben die Standesämter in der Regel keine Eheschließungstermine.

So werden im Rathaus der Stadt Ratzeburg alle Brautpaare herzlich von den Standesbeamten Frauke Weindock und Andreas Sasse begrüßt. Sie beraten alle Interessierten nicht nur über die rechtlichen Voraussetzungen, sondern auch zur Durchführung und Gestaltung der Eheschließung.

Ratzeburgs Standesbeamter Andreas Sasse im Trauzimmer des Ratzeburger Rathauses. Quelle: Stadt Ratzeburg/hfr

Heiratswillige können sich in dem – im alten „Ratsherren-Stil“ gestalteten – Trauzimmer des historischen Rathauses das Ja-Wort geben. Eheschließungen finden außerdem im herrschaftlichen Rokokosaal des Kreismuseums statt. Paare, die diesen nutzen möchten, können sich hierfür von Mai bis September den dritten Freitag des Monats vormerken.

Einige Lieblingstermine schon ausgebucht

Wie jedes Jahr sind auch 2020 wieder an vier ausgewählten Sonnabenden Eheschließungen im Ratzeburger Rathaus möglich: am 30. Mai (Pfingsten), am 20. Juni, am 11. Juli und am 8. August. Außer an diesen Terminen kann man auch wochentags – außer mittwochs – beim Standesamt Ratzeburg heiraten.

Dies gilt in der Regel auch für die Standesämter der anderen Ämter und Städte im Kreis. Das Amt Lauenburgische Seen hat sogar vier Trauzimmer: je zwei – ein kleines für vier bis sechs und ein großes mit bis zu 40 Plätzen – an den Verwaltungsstandorten Ratzeburg, Fünfhausen 1, und Groß Grönau, Am Torfmoor 2.

Weitere Tipps

Carina Jahnke von der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS) nennt hier weitere tolle Möglichkeiten für Trauungen und die Feier. „Neben unseren Einheimischen haben wir auch viele Gäste aus Hamburg, die sich in unserer schönen Landschaft trauen lassen“, erzählt sie. Folgende Gebäude und Orte nennt sie:

Priesterkate BüchenGudow, Altes Backhaus • Mölln, Historisches RathausLauenburg: Trauzimmer im Schloss mit Askanierblick, Außentraustelle auf dem Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ und der „Lüneburger Heide“ • Schwarzenbek: Außentraustelle im Amtsrichterhaus • Gut BasthorstPirsch Mühle in Hamfelde • Sehr beliebt in Kombination mit einer Feier in der Kutscherscheune (Groß Zecher): das Standesamt in Zarrentin im Kloster 

Ein weiterer Pluspunkt, so Jahnke, seien die wunderschönen Kirchen auf dem Land. Dazu gibt es viele tolle Hotels und Landgasthöfe, in denen es sich herrlich feiern lässt. Sehr beliebt sind unter anderen Waldhof auf Herrenland, Waldhalle (beide Mölln), Kutscherscheune, Seehof und Farchauer Mühle in Ratzeburg, Pirsch Mühle in Hamfelde oder Waldesruh am See in Aumühle.

„Einen besonderen Ort haben wir nicht“, erklärt die Standesbeamtin Susanne Raben-Johns, „aber jede Menge Zeit: Jedes Brautpaar kann hier in Ruhe ankommen, mit seinen Gästen im Anschluss gemütlich noch Verweilen – geheiratet wird im Stundentakt. In Ratzeburg ist fußläufig der Kurpark mit Küchensee zu erreichen, in Groß Grönau der Bürgerpark, und vor den Gebäuden bietet sich Platz für einen kleinen Empfang.“

Termine sind wochentags möglich sowie auch an vier bis fünf Sonnabenden im Jahr. Das erste Datum hierfür ist der 29. Februar.

Hochherrschaftlich und abseits in wäldlicher Umgebung ist das Herrenhaus auf Gut Bliestorf. Quelle: Joachim Strunk

Im Amt Berkenthin gibt es neben dem Trauzimmer im Verwaltungsgebäude (Berkenthin, Am Schaart 16) zwei Außentraustellen, und zwar auf dem Gut Bliestorf und in „De Borgschüün“ in Niendorf/B. (https://berkenthin-amt.de/heiraten-sie-im-amt-berkenthin/). Die drei Standesbeamtinnen Thea Michaelis, Esther Wulf und Lisa Kaiser stehen bereit, bei den Terminen gibt es hier laut Wulf noch keine Kollisionen oder größere Präferenzen.

Mancherorts Gebühren für „Außentrauung“

Bettina Grimm-Funk ist zuständige Standesbeamtin im Amt Sandesneben-Nusse. Sie kann neben dem Trauzimmer im Regionalzentrum (Sandesneben, Am Amtsgraben 4) noch zwei Außentrauorte anbieten. Und zwar sind das der „Alte Haferkasten“ in Schiphorst (info@alter-haferkasten.com ) und seit vergangenem Jahr auch das Pächterhaus der Domäne Steinhorst (Ansprechpartnerin ist Maja Jansen, Kontakt vermittelt Standesamt).

Auch das Restaurant „Alter Haferkasten“ in Schiphorst bietet sich als Hochzeits-Location an. Quelle: hfr

Die Terminabsprache erfolgt über das Standesamt, die Buchung und Nutzungsgebühren wickeln die Eigentümer ab. Zudem fallen für Trauungen außerhalb des Regionalzentrums zusätzliche Gebühren von 150 beziehungsweise 200 Euro an, je nachdem, ob man in der Woche oder am Wochenende heiratet.

Die beliebtesten Termine im Amt Sandesneben-Nusse sind bislang der 2. Mai, 13. Juni und 10. Oktober – alle bereits ausgebucht.

Von Joachim Strunk

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