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Lauenburg Kittlitz hat bundesweit mit die höchste Nitratbelastung
Lokales Lauenburg Kittlitz hat bundesweit mit die höchste Nitratbelastung
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15:42 07.08.2019
Nitrate gelangen zu großen Teilen aus der Gülledüngung ins Grundwasser. Quelle: Holger Marohn
Berlin/Kiel

Die Belastung des Grundwassers mit Nitraten ist in Deutschland kaum irgendwo so hoch wie im lauenburgischen Kittlitz. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bundestagsabgeordneten der Grünen hervor, über die die Tageszeitung „taz“ zunächst berichtet hatte.

Unter den 50 am meisten belasteten Orten in der Bundesrepublik steht Kittlitz danach auf dem dritten Platz der Negativliste. Der laut Grundwasser- und Trinkwasserverordnung geltende Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter Wasser ist in Kittlitz laut Bundesregierung mit 251 Milligramm je Liter um den Faktor fünf überschritten.

Neben Kittlitz gibt es in Schleswig-Holstein noch drei weitere Orte in den „Top 50“: Fitzen – ebenfalls im Kreis Herzogtum Lauenburg – mit 139 Milligramm, Heidgraben im Kreis Pinneberg mit 126 Milligramm/Liter und Fehmarn (Ostholstein) mit 123 Milligramm pro Liter.

„Das Problem ist aus mehreren Orten des Lauenburgischen bekannt“, sagt Karsten Steffen von der Kreisverwaltung. Auch in Salem oder Lanze bei Lauenburg würden die Messwerte häufig hoch sein. Als Grund für die Nitratbelastung nennt er Düngestoffe und Gülle. Unklar sei jedoch, wer der Belastung verursacht habe. „Dort wo die Messstelle ist, ist nicht automatisch der Ort der Verunreinigung“, sagt Steffen. Die Grundwasserleiter würden das Wasser über Kilometer weit transportieren. Auch wenn Landwirte Wasser zum Sprengen ihrer Felder aus ihren Brunnen zapfen, würde das den Grundwasserspiegel beeinflussen. „Die Werte schwanken extrem – zwischen null und bedenklich“, erläutert Karsten Steffen. Der Kreis könne bei der derzeitigen Gesetzeslage nichts unternehmen, außer gegebenenfalls einzelne Brunnen zu schließen. „Doch damit bekämpfen wir nur die Symptome“, betont der stellvertretende Sprecher des Kreises.

Zum Schutz des Grundwassers – aus diesem wird im Land das gesamte Trinkwasser gewonnen – hatte Schleswig-Holstein vor einem Jahr die Vorgaben für den Einsatz von Wirtschaftsdünger in der Landwirtschaft verschärft. Im Norden wird der Nitrat-Grenzwert auf der Hälfte der Landesfläche überschritten. Weniger belastet sind die küstennahen Gebiete. Die EU wirft der Bundesrepublik seit langem vor, zu wenig gegen die Nitratbelastungen zu tun.

Von LN/dpa

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