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20:24 20.01.2015
Rund 600 Besucher erlebten, wie es Rote Rosen für die Bürgermeisterin gab: Mit dem Lied „Rote Rosen“ erwies der Tenor Paolo Polini als Überraschungsgast aus der italienischen Partnerstadt Cesenatico Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig eine besondere Referenz. Quelle: Fotos: siw
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Schwarzenbek

Das Forum des Europa-Gymnasiums Schwarzenbek war prall gefüllt, als Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig und Bürgervorsteher Konrad Freiberg mehr als 600 Gäste am Sonnabend zum Neujahrsempfang 2015 begrüßten. Die Veranstaltung der Stadt und der Wirtschaftlichen Vereinigung (WVS) stand im Zeichen Europas, um auf die 60 Jahr-Feier mit den europäischen Verbrüderungsstädten im Sommer 2015 hinzuweisen.

Die Bürgermeisterin dankte für das Vertrauen der Bürger zu ihrer Wahl. Sie werde all ihre Kraft verwenden, um die Bürger nicht zu enttäuschen. Schwarzenbek sei eine junge, wachsende Stadt mit im Jahr 2015 fast 16000 Einwohnern.

Die Stadt werde weitere Kitas eröffnen, Neubaugebiete entwickeln und die Innenstadtentwicklung forcieren. Der Abriss von Markt 6 und 8 werde im ersten Halbjahr unter der Regie der Raiffeisenbank erfolgen, so dass bald ein attraktiveres Entree für die Stadt entstehen werde.

In der Lauenburger und Hamburger Straße soll es neue Gewerbeflächen für einen Branchenmix sowie weiteren Wohnraum geben. Auch die Verbesserung der Bahnhofsgestaltung sowie seniorengerechter Wohnungsbau werden als Schwerpunkte für 2015 gesehen. Die ehemalige Realschule soll nach langem Leerstand endlich als zentraler Anlaufpunkt zum „Bildungszentrum und Begegnungsstätte“ in der Innenstadt umgebaut werden.

Die Stadt als Veranstalter des Empfangs machte es spannend. Bis zuletzt wurde gerätselt, welche Gruppen das Rahmenprogramm gestalten würden. Eine Ahnung gab es schon, als die Besucher kleine Europafähnchen auf ihren Plätzen vorfanden. Dann lüftete Borchers-Seelig in ihrer Begrüßungsrede das Geheimnis: Der diesjährige Neujahrsempfang sollte im Zeichen der Verbrüderung mit Schwarzenbeks Partnerstädten stehen.

„Stellvertretend für die Partnerstädte Aubenas/Frankreich, Cesenatico/Italien, Sierre/Schweiz, Zelzate/Belgien und Haimen/Volksrepublik China begrüße ich den berühmten italienischen Tenor Paolo Polini aus der Verbrüderungsstadt Cesenatico, der unseren Neujahrsempfang musikalisch mit den schönsten Liedern seiner Heimat begleiten wird“, so die Bürgermeisterin. Internationale Verbrüderung sei für die Stadt sehr wichtig angesichts der schrecklichen Ereignisse, die sich im Nahen Osten, in der Ukraine, in Nigeria oder durch die Terrorattacke in Paris täglich in unseren Nachrichten widergespiegelt haben. „Es ist kaum zu fassen, was geschah und wie viele Flüchtlinge bei uns Unterkunft und Schutz suchen. Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass wir unsere demokratischen Werte nie aufgeben, dass wir noch toleranter, generöser und offener werden und diese bedrohten und verfolgten Menschen nie allein lassen“, sagte die Bürgermeisterin bewegt.

Schwarzenbek und viele ehrenamtliche Helfer würden eine Willkommenskultur pflegen und Wohnraum sowie Betreuung für Hilfe suchende Menschen schaffen. Die Bürgermeisterin dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern und Hilfseinrichtungen, die über einen „runden Tisch“ die Hilfen für Flüchtlinge koordinieren. Bürgervorsteher Freiberg gab einen ergänzenden Rückblick auf die Geschehnisse in Schwarzenbek im vergangenen Jahr. Erfreulich sei, dass sich die finanzielle Situation der Stadt verbessert habe, so dass für 2015 mehr Gestaltungsspielraum wäre.

Die Reden wurden von beeindruckenden Gesangseinlagen des stimmgewaltigen italienischen Tenors aus Cesenatico, Paolo Polini, unterbrochen und mit viel Beifall belohnt. Er wurde begleitet am Flügel durch Nikolai Rosenberg, Kulturverantwortlicher im Amtsrichterhaus. Bürgermeisterin Borchers-Seelig und Bürgervorsteher Freiberg dankten zum Abschluss allen ehrenamtlichen Persönlichkeiten der Stadt.

Als Verdiente Bürger der Stadt wurden geehrt: Peter Schmiedel (76), „der seit 50 Jahren im TSV mit dem Tischtennis verheiratet ist“, sowie Rettungssanitäterin Waltraud Schröder (78), die seit 63 Jahren im DRK-Ortsverband tätig ist. Neben vielen Rettungs- und Katastropheneinsätzen hat sie 1989 DDR-Flüchtlinge in der Deutschen Botschaft in Prag betreut.

Bürgervorsteher Freiberg: Gutes Jahr 2014
Viele positive Dinge konnten laut Konrad Freiberg 2014 realisiert werden: weitere Neubaugebiete entstanden, das Amtsrichterhaus konnte erhalten und an den neuen Pächter Gut Lanken übergeben werden, die Messe der Wirtschaftlichen Vereinigung Schwarzenbek verlief sehr erfolgreich, Aktionen gegen den Bahnlärm geben Hoffnung auf einen neuen Lärmschutzwall, die Machbarkeitsstudie gibt positive Signale für den Umbau der leerstehenden Realschule zu einem modernen Bildungszentrum mit Bücherei, Volkshochschule und generationsübergreifender Bildungsstruktur (Gesundheit, Bildung, Kultur), die Gebäude Markt 6 und 8 wurden an die Raiffeisenbank Lauenburg verkauft und vieles mehr. Wichtig sei auch für 2015 ein gemeinsames Engagement aller Bürger für erfolgreiche Aktivitäten in der Stadt unter dem Motto: „Verändere die Welt, fange bei Dir selbst an!“

Renate Kuhlmann-Wetter

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