Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Hamfelde: Vermisster Achtjähriger nach fünf Stunden gefunden
Lokales Lauenburg Hamfelde: Vermisster Achtjähriger nach fünf Stunden gefunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:53 11.04.2019
Glückliches Ende einer Suchaktion: Ein vermisster Achtjähriger wurde gefunden. Quelle: Timo Jann
Anzeige
Hamfelde/Ritzerau

Glückliches Ende einer groß angelegten Suchaktion in der Hahnheide bei Hamfelde: Ein acht Jahre alter Junge war am Donnerstagnachmittag als vermisst gemeldet worden. Nach Polizeiangaben hatte es einen Streit innerhalb der Familie des Jungen gegeben. Er war daraufhin in den Wald gelaufen und verschwunden. Die Eltern informierten schließlich die Polizei.

Nach bisherigen Informationen hatten die Eltern mit ihren Kindern unweit des Aussichtsturms „Langer Otto“ einen Spaziergang unternommen. Auf dem Rückweg zum Parkplatz soll es dann zu einem Streit gekommen sein. Daraufhin lief der Junge in den Wald und konnte von seinen Eltern nicht mehr gefunden werden, hieß es.

Anzeige

Eltern setzten Notruf ab

Gegen 13.50 Uhr baten die aus Hamburg stammenden Eltern die Polizei per Notruf um Hilfe. Nach ersten erfolglosen Suchmaßnahmen wurden gegen 16 Uhr die Rettungshundestaffeln aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg alarmiert.

Fortan waren im Waldgebiet 22 Hunde im Einsatz, darunter auch zwei sogenannte Mantrailer, also speziell ausgebildete Suchhunde. Insgesamt waren zehn Hundestaffeln bei der Suche beteiligt, darunter die vom Deutschen Roten Kreuz, Bundesverband Rettungshunde, Arbeiter-Samariter-Bund und der Eagledogs.

Großeinsatz in Hamfelde: Ein Achtjähriger wurde am Donnerstagabend gefunden.

Große Suchaktion: Mehr als 100 Einsatzkräfte

Am Ende waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Insgesamt 12 Polizeifahrzeuge, der Polizeihubschrauber „Libelle 1“ der Polizei Hamburg und die Freiwilligen Feuerwehren Hamfelde sowie Mühlenrade waren im Einsatz. Zudem waren auch 30 Freunde und Bekannte der Familie an der Suche beteiligt.

Über Stunden wurde das unwegsame Waldgebiet durchkämmt. Bis gegen 19 Uhr erfolglos. Dann entdeckte ein Spaziergänger den Jungen unweit vom zehn Kilometer entfernten Ritzerau und informierte die Polizei. Daraufhin konnte die Aktion mit glücklichem Ausgang abgebrochen werden.

Junge bekommt eine Frikadelle zur Stärkung

Der Achtjährige sagte der Polizei, dass er kurz seine Eltern aus den Augen verloren und sie danach nicht wieder gefunden habe. Deshalb habe er versucht alleine aus dem Wald und anschließend zu Fuß nach Hause zu kommen. Von der großen Suche habe er nichts mitbekommen.

„Nachdem der Junge von den Kollegen mit einer Frikadelle verpflegt worden war, wurde er den überglücklichen Eltern zu Hause übergeben“, sagte ein Polizeisprecher.

Timo Jann und Mike Orend

Anzeige