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Lauenburg Recyclinghof und Rettungswache bei Labenz
Lokales Lauenburg Recyclinghof und Rettungswache bei Labenz
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15:41 17.10.2019
Am Ortsausgang von Labenz in Richtung Sandesneben soll hinter dem „Rosenpark“ links ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen - mit einem neuen Recyclinghof der AWSH und der künftigen Rettungswache. Quelle: Joachim Strunk
Labenz/Sandesneben

„Großzügige Förderungen durch das Land oder den Bund sind künftig vor allem von interkommunalen Projekten abhängig“, erklärt Ulrich Hardtke, Vorsteher des Amtes Sandesneben-Nusse und gleichzeitig auch Bürgermeister der Gemeinde Labenz als Nachbarin des Zentralortes Sandesneben.

Insofern müssten sich Kommunalpolitiker weitreichende Gedanken machen und entsprechend zukunftsträchtig planen: vor Ort mit einem „Amtsentwicklungskonzept“. „Gewerbeentwicklung bleibt nicht auf einen Ort beschränkt. Sondern die Landesplanung fordert diesbezüglich mehr Kooperationen“, erklärt Thomas Jessen, Chef der Amtsverwaltung in Sandesneben.

Erste Kooperation im Amt Berkenthin

Im Nachbaramt Berkenthin beispielsweise sei es bereits zu solch einer kooperativen Abmachung gekommen. Hier hatten Berkenthin und der Nachbarort Göldenitz Flächen an den Ortsgrenzen getauscht und so die Voraussetzungen für ein gemeinsames Siedlungs- und Gewerbegebiet geschaffen.

Ähnliches planen nun auch Sandesneben und Labenz. Man habe bereits konstruktive Gespräche mit der Landesplanung sowie mit dem Kreis geführt, erläutert Uli Hardtke. Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg, WFL, mit ihrem Geschäftsführer Ulf Hahn sei involviert.

Links vom Knick sieht man den Eingangsbereich des Labenzer Rosenparks L'age bleu. Rechts, wo jetzt das Maisfeld zu sehen ist, soll das künftige Gewerbegebiet entstehen. Quelle: Joachim Strunk

Konkrete Vorstellungen über erste Ansiedlungen haben die agierenden Politiker und Beamten auch schon. So soll hier ein neues Wertstoffsammelzentrum der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) entstehen. Vorgesehen dafür ist eine Fläche von rund einem Hektar (10 000 Quadratmeter). Als Nachbar können sich Hardtke und Co. die ohnehin für Labenz vorgesehene Rettungswache des Kreises vorstellen, die einen Flächenbedarf von etwa 2000 Quadratmeter hätte.

AWSH-Chef Dennis Kissel, zu den Plänen befragt, sagte gegenüber den Lübecker Nachrichten: „Natürlich kennen wir die Überlegungen – wir haben die schließlich angestoßen. Es geht darum, im Bereich Sandesneben einen Recyclinghof zu errichten, da haben wir noch einen ,weißen Fleck’. Nun sind die Verantwortlichen vor Ort und bei der WFL auf Flächensuche. Sobald dort etwas Belastbares vorliegt, würden wir mit konkreten Planungen beginnen.“

„Macht auch für den Kreis Sinn“

Auch der Kreis bestätigt entsprechende Gedankenspiele. Kreissprecher Tobias Frohnert antwortete den LN: „Ja, die Überlegungen sind hier im Hause bekannt und werden auch so verfolgt. Es gab Gespräche zwischen Kreis, Amt und Gemeinde. Das Grundstück liegt an der Gemeindegrenze von Sandesneben zu Labenz zwar auf Sandesnebener Gemeindegebiet, würde aber aus Labenz erschlossen“.

Da die Kosten für die Erschließung sinken würden, sofern gleichzeitig ein Abfallwirtschaftshof entstehen könne, „macht es auch für den Kreis Sinn“, so Frohnert, „die mögliche Entwicklung eines kleineren Gewerbegebietes, in die auch die WFL eingebunden ist, an dieser Stelle abzuwarten“.

Baubeginn nicht vor 2021

Das Verfahren werde sich deshalb an diesem Standort noch verzögern, sodass man in der Ratzeburger Kreisverwaltung mit einem Baubeginn nicht vor 2021 rechne. „Dennoch wird dieser bereits insoweit vorbereitet, dass die Planungen dazu anlaufen und in Teilen sogar schon abgeschlossen sind.“

Was die Rettungswache betreffe, sieht Frohnert „kaum Zeitdruck, da der Bereich Labenz derzeit sehr gut mit Rettungsmitteln abgedeckt ist“. Für die Unterbringung der Rettungskräfte und -fahrzeuge ergäben sich mit dem Neubau künftig aber Qualitätsverbesserungen.

Insofern scheinen die Zeichen für ein neues Gewerbegebiet gut zu stehen. Der einzige Unsicherheitsfaktor ist lediglich, ob auch die Grundstückseigentümer der vorgesehenen Flächen südlich von Labenz mitspielen. Dabei handelt es sich um Sandesnebener Landwirte.

Von Joachim Strunk

Autor Heinz Tiekötter aus Börnsen vertellt op Platt Hafengeschichten und aus dem Leben der Tallymänner. 230 Geschichten entstanden bisher. Am Sonntag, 13. Oktober, gastiert er in Behlendorf.

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