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Lauenburg Seniorenbeirat: Bewerbungsverfahren statt Wahlverfahren
Lokales Lauenburg Seniorenbeirat: Bewerbungsverfahren statt Wahlverfahren
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13:17 08.04.2019
Der amtierende Seniorenbeiratsvorsitzende Jürgen Pfeiffer (re.) und sein Stellvertreter Günter Deutschmann vor dem Computer-Bildschirm, auf dem der Aufruf zur Bewerbung angezeigt ist. Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

Mit einem neuen „Wahlmodus“ wirbt die Stadt Ratzeburg um Mitglieder für den künftigen Seniorenbeirat. Aufgrund der recht schwachen Beteiligung der Zielgruppe bei der letzten Wahl vor drei Jahren, hatte sich der Beirat im vergangenen Jahr Gedanken gemacht, um mehr Ratzeburger im entsprechenden Alter von 60+ Jahren für die Mitarbeit im Beirat zu motivieren.

„Die Wahlbeteiligung lag beim letzten Mal bei nur drei Prozent der Wahlberechtigten. Das ist bei einer Zielgruppe von aktuell 4740 Bürgerinnen und Bürgern über 60 (bei rund 15 000 Einwohnern in Ratzeburg insgesamt) natürlich wenig repräsentativ“, erläuterte Bürgermeister Rainer Voß die Änderung der Satzung, die im vergangenen Dezember von der Stadtvertretung so beschlossen wurde.

„Es hat sich in der Vergangenheit immer als besondere Herausforderung erwiesen, genügend Kandidaten und vor allem Kandidatinnen direkt in der Wahlversammlung zu finden. So haben wir uns analog zum Vorgehen in vielen anderen Kommunen entschlossen, anstatt des Wahlverfahrens ein Bewerbungsverfahren einzuführen, das federführend beim Hauptausschuss und der Stadtvertretung liegt“, sagte Jürgen Pfeiffer, Vorsitzender des aktuellen Seniorenbeirats. In der Stadt Mölln wurde der jüngste Seniorenbeirat beispielsweise im vergangenen Herbst nach diesem Modus ermittelt.

Das bisherige Wahlverfahren sei eher von der Zufälligkeit des Termins geprägt gewesen, an dem interessierte Senioren sich dann im Rathaus einfinden mussten, erklärte Rainer Voß. Durch eine längere Bewerbungsphase hätten Interessierte eine bessere Möglichkeit, sich über ihre eigene Motivation Gedanken zu machen und die Bewerbung über ein Formular auszufüllen, das sie entweder im Internet herunterladen oder sich per Post zusenden lassen können.

Bürgervorsteher Ottfried Feußner (v. re.), der amtierende SB-Vorsitzende Jürgen Pfeiffer, sein Stellvertreter Günter Deutschmann und Bürgermeister Rainer Voß mit den Wahlplakaten. Quelle: Joachim Strunk

Auch sei es von Vorteil, wenn sich die entsprechenden Bewerber bereits mit ihren besonderen Stärken, ihrem Wissen oder ihrer Interessenslage präsentieren können. Besonders wichtig sei es, so Voß, dass nun auch die Geschlechterparität beachtet werde. Der Seniorenbeirat besteht aus neun Mitgliedern – entweder fünf Damen und vier Herren oder umgekehrt.

Und welche Voraussetzungen müssen sonst erfüllt werden? „ Ab sofort“, so Pfeiffer und sein Stellvertreter Günter Deutschmann, „können sich Frauen und Männer aus Ratzeburg, die das 60. Lebensjahr am Tag der Bestellung durch die Stadtvertretung – voraussichtlich am 17. Juni 2019 – vollendet haben und seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in der Stadt Ratzeburg gemeldet sind, bewerben“.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. April 2019. Bewerbungsvordrucke sind im Bürgerbüro des Rathauses oder elektronisch unter www.ratzeburg.de erhältlich und werden auf Wunsch auch per Post zugeschickt. Für Rückfragen steht im Rathaus Lutz Jakubczak unter der Telefonnummer 045 41/8000-140 zur Verfügung.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden nachfolgend zunächst vom Hauptausschuss zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Der Hauptausschuss spricht dann der Stadtvertretung eine Empfehlung aus.

Joachim Strunk

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