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Lauenburg Jobcenter startet Programm für Lauenburger
Lokales Lauenburg Jobcenter startet Programm für Lauenburger
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12:26 13.08.2019
Thomas Burmester, Gerhard Naucke, Olaf Berling und Andreas Thiede (von links) stellten das neue Informationsangebot und Beschäftigungsmöglichkeiten des Jobcenters für Lauenburger vor. Quelle: TIMO JANN
Lauenburg

Das Jobcenter wird in Lauenburg keinen Standort öffnen. Diesen Entschluss bekräftigte der stellvertretende Geschäftsführer Olaf Berling jetzt bei einem Treffen mit Bürgermeister Andreas Thiede. Allerdings soll der Service für Betroffene in Lauenburg deutlich verbessert werden. Dafür hatten sich Kreistag und Stadtvertretung stark gemacht. Lauenburg bleibt damit aber die einzige Stadt im Kreis, die kein Jobcenter hat. Die Betreuung der Kunden aus Lauenburg wird weiterhin über das Geesthachter Jobcenter sichergestellt.

„Nach den Diskussionen in Kreis und Stadt haben wir kurze Wege gewählt, um nach Verbesserungen zu suchen. Wir haben schon immer gut zusammengearbeitet“, erklärte Thiede. Berlin erinnerte daran, dass es bereits 2012 erstmals die Diskussion über einen Standort in Lauenburg gab. „Notwendig ist dieser fünfte Standort im Kreis nicht, aber wir kommen jetzt trotzdem mit deutlichen Verbesserungen für die Lauenburger“, versichert er. So soll es am 19. September um 10.30 Uhr im Haus der Begegnung am Fürstengarten 29 eine erste Infoveranstaltung für die Kunden aus Lauenburg geben. Thema: Bildung und Teilhabe. Unter anderem geht es dabei um Zuschüsse zu Klassenfahrten für Kinder oder das Essen in der Schulmensa. Das Jobcenter übernimmt bei entsprechenden Anträgen diese Kosten.

Berling sieht den Vortrag als Auftakt für eine ganze Reihe zu unterschiedlichen Themen. „Wir wollen mit den Info-Veranstaltungen näher an die Menschen heranrücken, betont Berling. Das sei ein Service „gezielt für die Lauenburger“. In Lauenburg gibt es 378 Arbeitslose, die vom Jobcenter betreut werden, kreisweit sind es 3171.

Und noch einen Schritt wollen Stadt und Jobcenter gemeinsam gehen. Vier bis sechs Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose sollen vermutlich unter dem Dach der Stadtbetriebe geschaffen werden. „Wer schon lange aus der Arbeit raus ist, bei dem dauert es wieder, ihn in den nötigen Rhythmus zu bringen“, erklärt Gerhard Naucke, Bereichsleiter Integration beim Jobcenter. Gerade in Familien sei das schwierig, weil Kinder beispielsweise erleben würden, dass der Vater nicht zur Arbeit gehe. Das sei dann ein Vorbild, das man verhindern möchte, so Naucke. „Arbeit hilft den Menschen mehr als jede Filiale des Jobcenters“, ist Thiede überzeugt. Er hofft, dass Firmen aus Lauenburg dem Beispiel der Stadt folgen werden. Die finanziellen Anreize sind groß: Das Jobcenter fördert die Integration Langzeitarbeitsloser in den ersten beiden Jahren komplett, im zweiten bis fünften Jahr dann mit 90 bis 70 Prozent.

„Wir möchten die Menschen an Arbeit heranführen. Uns ist durchaus bewusst, dass man da auch mal genauer hinschauen muss. Aber wir sind überzeugt, dass das funktioniert“, sagt Kämmerer Thomas Burmester. Er hofft auf „unentdeckte Talente“, die man so in Arbeit bringen könnte. Unter anderem sind Arbeitsplätze auf dem Sportplatz und bei der Tafel geplant. Auch Fortbildungsmaßnahmen finanziert das Jobcenter diesen Personen. Ein Coach des Jobcenters soll für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber als Ansprechpartner zur Seite gestellt werden.

Von Timo Jann

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