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Lauenburg Gelbe Karten bei Kandidaten-Diskussion
Lokales Lauenburg Gelbe Karten bei Kandidaten-Diskussion
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17:52 05.03.2019
In der Jugendherberge Ratzeburg diskutieren die Bürgermeisterkandidaten mit Verwaltungsmitarbeitern. Quelle: Holger Marohn
Ratzeburg

Der Countdown für die Wahl eines Nachfolgers von Bürgermeister Rainer Voß in Ratzeburg läuft. In der Jugendherberge Ratzeburg trafen die fünf Kandidaten am Montag – sechs Tage vor der Wahl – bei einer zweiten Podiumsdiskussion aufeinander. Eingeladen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

„Als ich eingeladen wurde, dachte ich zunächst, dass es sich um eine Veranstaltung für die Mitarbeiter der Verwaltung handelt“, sagte Sami El Basiouni. Und tatsächlich war nach Angaben von Podiumsteilnehmern unter den 60 Zuschauern neben zahlreichen Senioren auch ein deutlicher Anteil der rund 180 Mitarbeiter umfassenden Stadtverwaltung. Mit 17 Uhr war der Beginn der Veranstaltung allerdings für nicht in einer Verwaltung tätige Arbeitnehmer eher ungewöhnlich oder wie es andere ausdrückten „unfreundlich“.

Reihenweise Gelbe Karten

Umso farbenfreudiger ging es dann auch auf dem Podium zu. Schon in einem Vorgespräch zu der Veranstaltung und noch einmal in seiner Begrüßung hatte Moderator und Ex-Gewerkschaftler Thomas Biller den Kandidaten angedroht, bei einer Überschreitung der dreiminütigen Redezeit die „Gelbe Karte“ zu zeigen.

Und so redete sich auch gleich El Basoiuni in seinem ersten Statement so in Rage, dass er das in einer Plastikhülle verpackte blassgelbe Kartönchen kassierte – von Moderator Biller gezückt. Immerhin in Sachen Gelben Karten glich auch SPD-Kreistagsabgeordneter Manfred Börner wenig später aus – und ließ sich weder durch das Timerklingeln des Handys noch durch den dezent mit dem gelben Karton winkenden Moderator in seinem Vortrag bremsen.

Björn Knabe mit Lospech

Ein Grund für die wortreichen Antworten der Kandidaten könnten auch die bis zu vier im Block zusammengefassten Fragen gewesen sein. Zu kämpfen hatte damit auch Florist Björn Knabe. „Hätte ich gewusst, dass die Frageblöcke so umfangreich sind, hätte ich mir Zettel und Stift mitgenommen. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, was noch alles gefragt war“, sagte Knabe und bekam spontan Erinnerungshilfe von Podiumsnachbar Gunnar Koech und wenig später auch Stift und Zettel gereicht.

LN-Podiumsdiskussion

Am Sonntag, 10. März, geht es darum, wer Bürgermeister in Ratzeburg wird. Fünf Kandidaten treten an. Wenn keiner der Bewerber am Sonntag die absolute Mehrheit der Stimmen bekommt, wird es eine Stichwahl geben. Um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine Entscheidungshilfe zu geben, veranstalten die Lübecker Nachrichten am Mittwoch, 6. März, um 19 Uhr im Ratzeburger Burgtheater eine Podiumsdiskussion mit allen fünf Kandidaten.

Kurz vor der Wahl wollen wir die Bewerber ins Streitgespräch schicken und ihnen die Gelegenheit bieten, sich selbst darzustellen, aber auch auf die Argumente ihrer Mitbewerber einzugehen – durchaus kontrovers, aber fair. Die Runde wird von LN-Lokalchef Hanno Hannes moderiert.

Allerdings war Knabe auch klar im Nachteil, weil die Antwortreihenfolge am Abend nicht rotierte und er in den festgelegten Runden grundsätzlich als Erster zu antworten hatte. Unterstützung bekam Knabe bei seiner Kritik auch von FDP-Kandidat Thomas Kuehn. „Wenn vier Fragen gleichzeitig gestellt werden, ist das mit kurzen Antworten so eine Sache“, sagte der FDP-Stadtvertreter und Kreistagsabgeordnete in Richtung Moderator und Schiedsrichter Biller.

Kandidaten antworten „am Thema vorbei“

Nach knapp 45 Minuten waren dann immerhin zwei Fragerunden durch, knapp 20 Minuten später dann die dritte. Nach Fußballregeln hätte Börner dann eigentlich gar nicht mehr dabei sein dürfen. Denn schon bei seiner zweiten Antwort überzog er erneut massiv und sah wiederum gelb. Und so wurde in Laufe des Abends dann auch Billers Schiedsrichter-Problem deutlich: Er hatte zwar eine improvisierte Gelbe Karte, aber keine rote.

So wirklich schlauer schienen zumindest einige der Zuschauer nach den Fragerunden aber nicht wirklich zu sein. „Sie stellen hier so tolle Fragen. Aber das Gros der Kandidaten antwortet – bei Schülern würde ich sagen – am Thema vorbei“, kritisierte eine Zuschauerin und erntete dafür unterstützendes Kopfnicken anderer Gäste. 

Holger Marohn

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