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Lauenburg Online zu den besten Kindergartenplätzen
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10:37 29.09.2019
Franziska Möller vom Bürgerservice Kindergärten/Schulen im Amt Berkenthin schaut sich die Homepage der Seite www.kitaportal-sh.de an. Über dieses Portal können sich Eltern über ihre favorisierten Kitas informieren und ihre Kleinkinder online anmelden. Quelle: Joachim Strunk
Berkenthin

Am Freitag hat der Kieler Landtag in erster Lesung die Kita-Reform diskutiert: nach eigener Aussage das wichtigste Projekt der Jamaika-Koalition von CDU, Grünen und FDP in dieser Legislaturperiode. Eltern und Kommunen sollen entlastet und die Qualität der Einrichtungen gesteigert werden.

Ein Bestandteil dieser Reform – deren wichtigster die Deckelung der Elternbeiträge ab dem nächsten Kindergartenjahr (ab 1.8.2020) ist – ist auch die verpflichtende Teilnahme jeder Kita am sogenannten „Kitaportal-SH“. Das ist eine Internetseite, auf der spätestens im nächsten Sommer sämtliche Kindergärten, Kindertagesstätten, Horte und auch Tagesmütter im Land aufgelistet sein müssen.

Der „Kostendeckel“

Ein Kernelement der Reformist der Kostendeckel für die Eltern. Dieser liegt bei 7,21 Euro für Krippenkinder (U3, 0-3 Jahre) und 5,66 Euro für Elementarkinder (Ü3, 3-6) pro betreuter wöchentlicher Stunde.

Oder anders: Eltern zahlen für eine täglich fünfstündige Betreuung ihres Ü3-Kindes höchstens 141 Euro, bei einer achtstündigen Betreuung 226 Euro. Die jeweilige Höhe der noch zu entrichtenden Gebühr richtet sich dann nach der Dauer der Betreuung, ob gegebenenfalls Kosten für Frühstück und/oder Mittagessen hinzukommen.

Über die jeweilige Gebührenhöheist daher auf der Seite „Kitaportal-SH“ keine Angabe gemacht. Die Eltern müssen sich hier bei der jeweils zuständigen Stelle erkundigen.

Eltern sollen sich so leicht einen Überblick über die nächsten oder ihrer Meinung nach geeignetsten Einrichtungen verschaffen können. Über jede Einrichtung ist hier zu lesen, welches pädagogische Konzept verfolgt wird, von wann bis wann die Öffnungszeiten sind, welche Gruppen – U3 und/oder Ü3 – betreut werden. Fotos geben einen Eindruck von den Räumlichkeiten, Außenanlagen und Spielmöglichkeiten wieder.

Online auf die Wartelisten

Darüber hinaus werden die Ansprechpartner mit ihren Kontaktdaten genannt. Zudem können sich Eltern hier online für die Warteliste anmelden. Aufgelistet sind in diesem Zusammenhang auch die freien Plätze zum jeweiligen Wunschtermin.

Manche Kommunen – wie Mölln – sind schon ein Jahr dabei, das Amt Berkenthin geht mit seinen Einrichtungen jetzt zum 1. Oktober online. Verpflichtend für alle Einrichtungen ist die Teilnahme dann zum 1. August 2020.

Schluss mit der Papierflut

„Wir haben insgesamt zehn Einrichtungen“, erklärt Franziska Möller vom Amt Berkenthin. Das sind vier Kindergärten des eigenen Kita-Zweckverbandes, vier kirchliche Einrichtungen sowie ein Hort in der Berkenthiner Schule und ein Waldorf-Kindergarten in Bliestorf. Sieben von den zehn sind bereits in der Datenbank aufgeführt.

„Ziel ist es, den Eltern die Suche nach einem geeigneten Kindergarten zu erleichtern. Wenn man seinen Wohnort angibt, werden alle umliegenden Kitas aufgeführt“, sagt Möller. Bisher hätten sich die Eltern immer persönlich informiert und angemeldet, jede Kita hatte dabei unterschiedliche Anmeldeformulare.

Screenshot der ersten Seite des Kitaportals. Links die Suchmaske, wo einzelne Kriterien einzugeben sind. Rechts eine Karte mit den bereits teilnehmenden Einrichtungen. Quelle: Joachim Strunk

Das wird durch die Online-Anmeldung vereinfacht und zentral beim zuständigen Fachdienst Kommune oder eines Amtes gebündelt. „Da haben wir eine bessere Übersicht, können entsprechend planen und haben auch keine Papierflut mehr“, zählt Franziska Möller auf.

„Freischaltung“ erforderlich

Trotz der Online-Anmeldung müssen sich die Eltern allerdings einmal persönlich mit einem gültigen Personalausweis beim Amt oder in der gewünschten Kita vorstellen und sich „freischalten“ lassen. Erst dann wird die Voranmeldung wirksam. „Dadurch wird Missbrauch und Wildwuchs vermieden“, erklärt Möller.

In der Stadt Mölln wird die Kita-Datenbank bereits seit August 2018 in allen zehn städtischen und in freier Trägerschaft befindlichen Kindertagesstätten (Kirchengemeinden, „Schneiderschere“) angewendet und betrieben. „Wir können also bereits auf ein Jahr Erfahrung im Umgang mit der Anwendung der Datenbank zurückblicken“, sagt Fachdienstleiter Lars Frank.

Einige „Kinderkrankheiten“

Das „Tool“ habe sich insgesamt bewährt, wenn auch „noch mit einigen Kinderkrankheiten, die beseitigt werden müssen“. Dazu stehe man aber im engen Kontakt mit „Dataport“, dem Entwickler der Webseite.

Für die Stadt Geesthacht erklärte deren Pressesprecher Torben Heuer: „Wir sind bezüglich der Einrichtung des Kitaportals mit allen unseren Trägern im Austausch“. Zur Zeit liefen vorbereitende Schulungen, und alle Einrichtungen beschäftigten sich ausführlich mit der Thematik.

Ziel für Geesthacht: 1.2.2020

Allerdings sei der Aufwand für die insgesamt 14 Einrichtungen in Geesthacht nicht gering. Mit allen sei vereinbart, „dass nach Möglichkeit bis zum 1.2.2020 die Kita-Datenbank an den Start gehen soll“. Schon jetzt seien fast alle Kitas online sichtbar, allerdings fehlten bei einigen noch relevante Daten. Aus diesem Grund nutzten die Eltern zur Zeit für die Anmeldung noch den persönlichen Kontakt zur Kita.

„Für eine umfassende Stellungnahme zur Internetseite kitaportal-sh ist es aufgrund derzeit noch fehlender Erfahrungen zu früh. Aus Sicht der Stadt wäre es jedoch wünschenswert“, so Heuer, „die Anwendungsmöglichkeiten des Kita-Portals für die Träger und die Kommunen (z. B. Abrechnung Sozialstaffel etc.) entsprechend zu erweitern.“

Bessere Bedarfsplanung

Im Amt Büchen gibt es bislang zwei Einrichtungen, die bereits am Kitaportal-SH teilnehmen. „Das sind die DRK-Wiesen-Kita in Büchen und der Spielkreis Müssen“, sagt die zuständige Mitarbeiterin Nadine Frömter. Die übrigen seien noch in der Vorbereitung. Auch Frömter sieht viele Vorteile der neuen Datenbank: „Das Portal bietet eine bessere Möglichkeit der Bedarfsplanung. Der Abgleich von Mehrfachanmeldungen ist hierdurch rechtlich abgesichert möglich und erleichtert uns die Arbeit.“

Bei flächendeckender Einführung sei das Portal „eine aussagekräftige Plattform mit allen Informationen, die Eltern für die Anmeldung der Kinder benötigen“. Gleichwohl bleibe die persönliche Anmeldung der Kinder verpflichtend: „Das ist auch gut so. Denn nur im persönlichen Kontakt können Eltern und Einrichtungsleitungen die pädagogische Konzeption der Beteiligten abgleichen“, sagt Nadine Frömter.

Von Joachim Strunk

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