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Lauenburg Kreissparkasse erweitert Möllner Backoffice
Lokales Lauenburg Kreissparkasse erweitert Möllner Backoffice
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11:58 22.11.2018
Spatenstich: Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg erweiter ihr Backoffice im Grambeker Weg in Mölln. Die Vorstandsmitglieder Udo Schlünsen (v. l.) und Rainer Burghardt sowie die Architekten Hendrike Streich-Grage und Werner Grage stechen die Spaten auf dem neuen Grundstück in den Boden. Die Zahl der Mitarbeiter steigt nach dem Umzug damit von 170 auf 250 in Mölln an. Quelle: FOTO: Grombein
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Mölln

Jetzt macht die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg Nägel mit Köpfen. Am Mittwoch erfolgte der Spatenstich für den etwa 10,8 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Backoffice im Grambeker Weg in Mölln. Damit läutet der Vorstand das letzte Kapitel der Geschichte des Hauptsitzes in der Kreisstadt Ratzeburg ein. Das jetzige Haupthaus am Markt soll einem Hotelneubau weichen. Ab 2022 gibt es in Ratzeburg am Markt weiterhin eine große Servicefiliale mit Vermögensmanagement und Immobilien-Center – aber ohne Verwaltung.

„Die moderne Kommunikation ersetzt das gute alte Vier-Augen-Gespräch nicht“ , sagt Rainer Burghardt, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse. Man wolle in Mölln nun alle wichtigen Abteilungen bündeln. Der zweite Grund sei, in Ratzeburg Platz für den Hotelneubau zu schaffen, so Burghardt. Man sei diesbezüglich in den letzten Vertragsverhandlungen. In Kürze entstehe ein dritter Flügel mit Platz für 80 Mitarbeiter in 47 neuen Team-Büros. Damit wachse die Zahl der Mitarbeiter am Grambeker Weg von 170 auf 250 an. Und es bleibt noch Luft nach oben. Platz hat die Sparkasse dort dann insgesamt für 290 Mitarbeiter. Bereits jetzt sind im Backoffice eine Reihe von Mitarbeitern angesiedelt.

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Neubau in Zahlen

Als bauliche Besonderheitennennt die Architektin Teambüros mit Glaswänden im Inneren des insgesamt 2813 Quadratmeter bietenden Gebäudes. Der dreigeschossige Bau hält 47 Büros (Insgesamt am Standort dann 138 Büros) vor. Zusammen mit den 4838 Quadratmetern Fläche in den schon bestehenden Gebäuden wächst die Größe auf 7651 Quadratmeter an. 536 Quadratmeter sind für Konferenz- und Seminarräume (insgesamt 15 Stück) vorgesehen, die Kantine soll allein 285 Quadratmeter groß sein.

Auch ein behindertengerechtes WCsoll es geben. Fahrstühle, barrierefreie Büros und Verkehrswege sollen genauso geboten werden wie ein Bau nach energetischem Standard.

Die Fassadewird mit dunklen Klinkern gestaltet, die denen in der Filiale in Büchen ähneln. Es entsteht eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die der Stromerzeugung von 61 000 Kilowattstunden pro Jahr dient. Die Anzahl der Parkplätze steigt um 56 und dann auf insgesamt 204 an.

Die Heizungsoll mit Gas betrieben werden. Das Gebäude wird klimatisiert. Nach Abschluss hat die KSK am Standort seit 2002 etwa 20,6 Millionen Euro in Neubauten investiert.

Filiale in Ratzeburg an Zwischenstandort

Ab 2020 werden alle Stabsabteilungen und der Vorstand der Kreissparkasse dort an einem Standort tätig sein. „Wir möchten Mitte 2020 mit dem Bau fertig sein und umziehen“, erklärt Burghardt weiter. Die Filiale in Ratzeburg müsse dann vorläufig in einem noch nicht klar definierten Zwischenstandort ziehen. Erst etwa im Jahr 2022 solle der Hotelneubau inklusive neuer Filiale in Ratzeburg stehen. Eine andere Lösung sei während des Abrisses nicht denkbar. Auch der Firmenkundenbereich zieht bald vom Möllner Bauhof in die neuen Büroflächen um.

Erweiterungsbau nimmtFarbigkeit anderer Filialen auf

„Die Erweiterung des Backoffice nimmt teilweise in der Farbigkeit Bezug auf den Bestandsbau, zeigt sich dennoch formal modern und symbolisiert somit die Weiterentwicklung der Kreissparkasse“, sagte Architektin Hendrike Streich-Grage am Mittwoch. Die Fassade der Erweiterung erhält den gleichen Vormauerziegel wie etliche Filialen, die in jüngster Zeit im Kreis Herzogtum Lauenburg entstanden sind. Dadurch entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild und dem Kunden solle ein Wiedererkennungswert vermittelt werden.

Der Neubau der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg in Mölln macht einen Umzug der Mitarbeiter von Ratzeburg in den Grambeker Weg möglich. Die Anzahl der Mitarbeiter im Backoffice soll im Jahr 2020 von 170 auf 250 anwachsen.

Auch Mitarbeiter vomBauhof ziehen um

Einziehen werden Neubau nicht nur rund 70 derzeit noch in Ratzeburg tätige Bänker, sondern auch die derzeit am Möllner Bauhof tätigen Mitarbeiter im Firmenkundengeschäft. Seit 16 Jahren residiert die Sparkasse mit ihrem Backoffice im Grambeker Weg. Das insgesamt fast zwei Hektar große Grundstück hatte die Kreissparkasse bereits 2002 erworben. Neubau und Umzug sind Teil eines umfassenden neuen Filialkonzeptes der Kreissparkasse. Auch in der Stadt Lauenburg, in Schwarzenbek und Büchen sind Filialneubauten der Kreissparkasse bereits bezogen oder in Planung.

Florian Grombein