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Lauenburg Kreistanz in den Kultursommer
Lokales Lauenburg Kreistanz in den Kultursommer
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22:07 25.06.2018
Günter Klose zeigte den begeisterten Gästen, wie schwedischer Mittsommertanz geht. FOTOS (5): BAUMM
Günter Klose zeigte den begeisterten Gästen, wie schwedischer Mittsommertanz geht. FOTOS (5): BAUMM
Ratzeburg

Mehr als 150 Menschen versammelten sich im Hof des Kreismuseums, um das Eröffnungskonzert zu genießen. Die Ehre des Auftakts hatten ein großer Violinenchor und das Streicherensemble ,Vielsaitig’ unter der Leitung von Karin Kaminski. Der „neugewählte Kreispräsident“ Meinhard Füllner, dem mit der Übergabe des Mikrofons noch einmal launig zur Wiederwahl gratuliert wurde, fand warmherzige Worte für Kaminski. Er lobte ihre „quirlige, engagierte Art, junge Menschen zu motivieren“.

Auch für den Intendanten des Kultursommers am Kanal hatte Füllner freundliche Worte parat. Er äußerte sich nicht nur begeistert darüber, wie es Düwel immer wieder gelinge, die Kreismusikschule in die diversen Veranstaltungen im Kreis einzubringen. Vor allem betonte er, was es für eine großartige Leistung sei, dass der Kultursommer nun schon im elften Jahr stattfinde. Düwel habe dem Veranstaltungsreigen sein Gesicht gegeben.

Der Himmel grau, die Temperaturen mäßig: Die Eröffnungsfeier des Kultursommers am Kanal fand, wie Klaus Schlie es ausdrückte, bei „Mittsommernachtswetter mit Schleswig-Holstein-Charme“ statt. Das hielt die Ratzeburger und ihre Gäste aber nicht davon ab, Spaß zu haben.

„Toll, wie viele Menschen hier engagiert sind.Klaus Schlie,

Landtagspräsident SH

Klaus Schlie, der an der Feier nicht nur als Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg teilnahm, sondern auch als Präsident des Landtags von Schleswig-Holstein, begrüßte das Publikum mit launigen Worten. Er lobte das „tolle Ambiente“, machte seine Späße über die „Witterungslage, die wir in Schleswig-Holstein kennen“ und verkniff sich auch nicht einen kleinen Schwenker zum vorabendlichen Fußballkrimi Deutschland gegen Schweden. „Ich habe überlegt, ob die Schweden uns nun wohl Regen schicken“ – was sie natürlich nicht taten.

Schwedische Tänze, Tangos und irische Töne hatte Kaminski mit den zum Teil der jungen Musikern einstudiert. Immer wieder gab es Platz für ein Solo, Janina Zill bestritt ihres sogar mit der Posaune.

Kreismusikschule: ja, aber die Qualität der Musik war sehr gut und hatte jedes Lob verdient. Auch das von Klaus Schlie, der sagte: „Die Arbeit der Kreismusikschule ist Ausdruck der kulturellen Stärke des Kreises.“

Im Anschluss an dieses Konzert gab es an verschiedenen Stellen Musik. Posaunenklänge vor der Kulisse des Domsees – nach so einem Erlebnis kann man in anderen Städten lange suchen.

Zwischen A. Paul Weber Museum und dem Kreismuseum wurde der Mittsommerbaum aufgestellt. Dann gab es Musik von Mechthild Frielingsdorf, Angelika von Erhard, Regina Thomsen, Margareta Schirmacher sowie Lorenz Stellmacher, Ronald Feldner, Uwe Thomsen und Günter Klose mit Geigen, Nyckelharpas und Akkordeon, zu der ausgelassen und nach Anweisung von Günter Klose getanzt wurde. Wer sich zwischendurch stärken wollte, picknickte oder ging ins Weber-Museum, wo ein Café aufgebaut war. Kurz: Die Eröffnungsfeier war Vergnügen pur, ausgelassene Freude in der Tradition von Pipi Langstrumpf.

Dorothea Baumm