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Lauenburg Lkw-Ärger auf der L 208
Lokales Lauenburg Lkw-Ärger auf der L 208
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09:59 18.07.2019
Martin Kühl aus Kröppelshagen fordert ein Durchfahrtsverbot für Laster auf der L 208 nach Aumühle. Quelle: TIMO JANN
Kröppelshagen

Keine vier Jahre ist es her, da ließ der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) die Landesstraße 208 zwischen Kröppelshagen und Aumühle auf Vordermann bringen. „Wir haben die Löcher gefüllt und die Oberfläche versiegelt. Damit wurde eine deutliche Verbesserung der Fahrbahn erreicht“, sagte Jens Sommerburg, der Leiter des LBV in Lübeck, damals. Monatelang war die Straße für den Verkehr gesperrt.

„Das Ergebnis – das zeigt sich heute – ist eher schlecht als recht. Die Straße löst sich bereits wieder auf“, sagt Anwohner Martin Kühl aus Kröppelshagen. Er sieht nur eine Lösung: Die Friedrichsruher Straße muss für Lastwagen voll gesperrt werden. „Von der Verkehrsführung dürfte das kein Problem sein, über Dassendorf führt ohnehin die besser ausgebaute Strecke, inklusive Radweg“, meint Kühl. „Es ist hier viel zu gefährlich, für jeden Verkehrsteilnehmer“, sagt der Kröppelshagener.

Die L 208 bei Kröppelshagen. Der instandgesetzte Asphalt ist schon wieder kaputt und gefährlich - und täglich fahren viele Laster auf der engen Straße. Foto: Timo Jann Quelle: TIMO JANN

Anwohner in Sorge

Doch beim LBV und bei der Polizei sei er mit seinem Anliegen abgeblitzt. Kühl: „Die Polizei und der LBV wollen das nicht hören und sagen einfach, das dies bekannt sei – aber da diese Straße kein Unfallschwerpunkt sei und die Fahrbahn notdürftig nachgebessert hergerichtet wurde. Deshalb konnte man die Begrenzung auf zwölf Tonnen wieder aufheben“, gibt Kühl seinen Kontakt zu den Behörden wider.

Die L 208 war über Jahre in einem völlig desolatem Zustand. Erst wurde deshalb die Begrenzung für maximal zwölf Tonnen schwere Laster eingeführt, es folgten Tempo 30 und die Ausbesserungsarbeiten im Herbst 2015.

Nur an den Abmessungen der Fahrbahn hat sich nichts geändert. „Auf der einen Seite hat man ein paar Rasengittersteine gesetzt, das soll wohl als Befestigung des zerbrochenen Rands des Asphalts dienen. Aber dann ging entweder das Geld aus, oder man hatte keine Steine mehr, jedenfalls hört die Befestigung plötzlich auf“, berichtet Kühl.

Behörde lehnt Lkw-Verbot ab

Bei einem Ortstermin kann er viele Stellen zeigen, an denen deutliche Abdrücke von Lkw-Reifen abseits des Asphalts zu sehen sind. Kühl rechnet vor: Jede Richtungsfahrbahn müsste eine Breite von 3,05 Meter aufweisen, 2,55 Meter für den Laster und mit Sicherheitsabstand nach außen und zur Fahrbahnmitte jeweils 0,25 Meter macht zusammen 3,05 Meter und in der Summe für zwei Spuren 6,10 Meter. Tatsächlich ist die L 208 nur 5,40 Meter breit. Wenn sich zwei bis zu 2,60 Meter breite Kühlauflieger begegnen, wird es unglaublich eng, hat Kühl beobachtet. Landwirtschaftlicher Verkehr sei meist noch breiter unterwegs.

„Die Freigabe dieses Streckenabschnitts für Lastwagen ist mehr als fahrlässig“, prangert Kühl an. „Es muss erst etwas passieren, bevor gehandelt wird“, fürchtet er.

Der LBV teilte auf unsere Anfrage zur L 208 nur ein kurzes Statement mit: „Die Landesstraße befindet sich in einem verkehrssicheren Zustand und ist für alle Verkehrsteilnehmer uneingeschränkt nutzbar.“

Timo Jann

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