Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Krötentunnel für Bliestorfer Amphibien?
Lokales Lauenburg Krötentunnel für Bliestorfer Amphibien?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:34 26.02.2014
Charlotte Wegener (l. mit Erdkröte) und Petra Panthel (mit Teichmolchen) von der Bliestorfer Ortsgruppe des BUND an der stark befahrenen L92 am Ortsausgang von Bliestorf in Richtung Kronsforde. Zwischen den beiden Parkplätzen soll möglichst bald eine Unterführung angelegt werden. Quelle: Joachim Strunk
Bliestorf

Geht es nach der BUND-Ortsgruppe Bliestorf, nähert sich die lebensgefährliche Situation für alle straßenquerenden Kröten, Frösche und Molche ihrem Ende. Anfang der kommenden Woche soll ein Antrag auf einen „Krötentunnel“, eine für Amphibien und Kleinsäuger geeignete Straßenunterführung an der L 92, bei den Landesbehörden abgegeben werden.

„Wir haben gemeinsam mit der Gemeinde Bliestorf im vergangenen November eine Konzeptplanung beim Umweltingenieurbau Hans-H. Stamer in Kuddewörde in Auftrag gegeben. Die wurde finanziell mit 1000 Euro von der Stiftung ,Grönauer Heide‘ unterstützt. Aufgrund dieser Planung beantragen wir den Tunnel“, erklärt Petra Panthel von den Bliestorfer BUND-lern. Für den 360 Meter langen Bereich am Ortsausgang von Bliestorf in Richtung Kronsforde zwischen dem Heideteich und dem Klärteich (sowie den beiden Parkplätzen auf jeder Straßenseite) sind Schutzwände mit Klettersperre sowie zwei Durchlässe vorgesehen: der Hauptdurchlass genau zwischen den beiden Parkplätzen, der andere in Höhe des Sportheims am Ortseingang.

Die Sammel- und Transportaktionen der Naturschützer in den vergangenen sechs Jahren sowie die damit verbundenen Zählungen der Tiere ergaben die höchste Frequenz an der Stelle, wo der Hauptdurchgang (65 cm breit, 50 cm hoch) angelegt werden soll. „Untersuchungen an ähnlichen Projekten in anderen Regionen haben ergeben, dass derartige Schutzsysteme zu 75 bis 80 Prozent genutzt werden“, erklärt Michaela Lange die Erfolgsaussichten. Die Errichtung einer solchen Schutz- und Leitanlage wird insofern auch als empfehlenswert und plausibel erachtet, da die Landschaftsrahmenplanung im Bereich der ,Talniederung und Bachschlucht Bliestorf‘ ohnehin in den nächsten Jahren ein Naturschutzgebiet plant, in dessen Bereich der zu schützende Straßenabschnitt liegt.

Eine endgültige Bewilligung für einen solchen Bau kann zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. So lange wollen die BUND-ler weiter die Amphibien im Frühjahr und im Herbst über die Straße tragen. Über freiwillige Helfer dafür freuen sich Petra Panthel und Co. genauso wie über Spenden.

• Mehr Infos:

diepanthels@web.de

unk

In Schwarzenbek gibt es nun neun öffentlich zugängliche Defibrillatoren. Ein Gerät samt Tasche und Schrank hat Dr. Entscho Wladow (71) gespendet.

26.02.2014

Verschlechtertes Angebot sorgt vor allem in Börnsen und Escheburg für Ärger.

26.02.2014

Interessenten können sich am Montag über das Wohnprojekt informieren.

26.02.2014