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Lauenburg Künstler baute Mauer auf – und wieder ab
Lokales Lauenburg Künstler baute Mauer auf – und wieder ab
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12:53 20.07.2019
14 Künstler präsentierten in der Scheune und im ehemaligen Kuhstall auf dem Alten Gutshof in Neu Horst ihre Arbeiten. Quelle: Silke Geercken
Neu Horst

Die Mauer wurde wieder aufgebaut – und überwunden. Jedenfalls in Neu Horst. Mit dieser symbolischen Geste überraschte Künstler Hans Kuretzky am Freitag bei der Eröffnung der Ausstellung „Dörfer zeigen Kunst“ auf dem Grundstück von Gastgeberin Ursula Braun. Rund 200 Gäste nahmen an der 16. Eröffnung teil und genossen den schönen Sommerabend.

Leierkastenmusik und Snacks der Landfrauen

Es war wohl die größte Veranstaltung seit Beginn dieser Ausstellungsreihe, und der Abend war perfekt. Leierkastenmusik empfing die Gäste auf dem Alten Gutshof, das Trio Saitenbalg erfreute mit musikalischen Zwischentönen, die Landfrauen hatten für kleine Snacks gesorgt, und das Wetter machte auch mit, so dass die Stühle –ausgeliehen vom benachbarten Theater im Stall – auf dem Rasen hinter der Scheune aufgebaut werden konnten. Eine Menge Arbeit von Ursula Braun und ihrem Team wurde mit reichlich Applaus belohnt. Und dann waren da noch die kreativen Arbeiten von 14 Künstlern, die vier Wochen in der Scheune und im ehemaligen Kuhstall ihre Werke präsentieren.

Rundreise durch die Dörfer erwünscht

„Wir laden Sie herzlich ein zu einer Rundreise durch die Dörfer“, sagte Heinz Dohrendorff, Amtsvorsteher des Amtes Lauenburgische Seen. 19 Gemeinden machen mit. Bis zum 11. August, jeweils an den Wochenenden von 13 bis 18 Uhr, können Besucher die Arbeiten ansehen und mit den Künstlern ins Gespräch kommen – in Albsfelde, Bäk, Behlendorf, Buchholz, Dargow, Dechow, Demern, Groß Grönau, Groß Sarau, Neu Horst, Kittlitz, Kneese, Salem, Seedorf, Sterley, Thandorf, Utecht, Zarrentin und Ziethen. Das Motto der Ausstellungen ist „Begegnungen“. Gastgeberin Ursula Braun: „Ihr seid so zahlreich gekommen, dass es uns fast den Atem verschlägt.“ Kunst sei auch Kommunikation, das hätten die steigenden Besucherzahlen und längeren Aufenthaltszeiten in den vergangenen Jahren bewiesen. Zusammen mit Künstlerin Heidrun Kuretzky hatte Braun die Eröffnung in Neu Horst organisiert.

Begegnung von Menschen fördern

Während der Eröffnungsveranstaltung irritierte Künstler Hans Kuretzky damit, dass er große Mauersteine auf und wieder abbaute, direkt vor der ersten Reihe der Besucher. Kreispräsident Meinhard Füllner klärte auf: „Mauern sind etwas Fürchterliches, aber sie sind überwindbar, wie dieses Beispiel zeigt.“ Füllner lobte das Erfolgsprojekt Dörfer zeigen Kunst. Die Idee war, die Dörfer nicht vom städtischen Kulturleben abzukoppeln, die Gemeindehäuser zu beleben und Menschen, die im Verborgenen Kunst machen, eine Plattform zu geben. „Es geht um die Begegnung von Gleich- und Andersgesinnten und um bodenständige Kunst, die aus dem Alltag und der Gemütslage der Kunstschaffenden entsteht. Dörfer zeigen Kunst ist ein Markenzeichen geworden“, so Füllner. Die Idee des damaligen Initiators Martin Fischer, ehemaliger Amtsvorsteher, sei aufgegangen.

Silke Geercken

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