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Lauenburg Kultursommer am Kanal wird in Berkenthin eröffnet
Lokales Lauenburg Kultursommer am Kanal wird in Berkenthin eröffnet
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19:28 14.06.2019
Früher bewegten auch Trampeltiere das wertvolle Salz über die weltweiten Handelsstraßen. Beim großen Salzfest kommen die Kamele des ortsansässigen Tierarztes Andreas Fey zum Einsatz.  Quelle: HFR
Berkenthin/Mölln

Stattliche Kamele und märchenhafte Meerjungfrauen, lebhafter Kinderfußball und stille Sumpfpflanzen – unter dem Dach des „KulturSommers am Kanal“ findet stets Unvermutetes seinen Platz. Am 15. Juni 2019 beginnt das Festival der Stiftung Herzogtum Lauenburg, das jährlich Tausende Einheimische und Touristen zu Kultur an bezaubernden Orten zieht und seit Beginn von der Kreissparkasse unterstützt wird. Die kreisweite Veranstaltungsreihe wird im 14. Jahr ihres Bestehens mit einem großen Salzfest in Berkenthin eröffnet. Intendant Frank Düwel und die kleine Gemeinde am nördlichen Elbe-Lübeck-Kanal wollen das Publikum spüren lassen, was das Motto in diesem Jahr verbindet: „Das Wasser - das Salz - die Seele“.

Kanal, Ufer und Schleuse in Berkenthin sind Schauplatz des großen Salzfestes zur Eröffnung des KulturSommers am Kanal 2019. (Foto: TouristService Stecknitz-Region) Quelle: HFR

„Das Wasser steht für Natur und Zivilisation, das Salz für Beziehungen und Würze des Lebens. Die Seele ist der elementare Teil – das sind wir selber, wie wir leben“, erklärt Intendant Frank Düwel das Motto (mehr dazu im Interview am 10.6. im Kulturportal). Klangtheater, Tanz und bildende Kunst bringen bei der Eröffnung die Welt aufs Dorf am Elbe-Lübeck-Kanal, über dessen Vorläufer – die Stecknitzfahrt – jahrhundertelang Salz von Lüneburg nach Lübeck transportiert wurde. Und weil es Handelswege für Salz überall auf der Welt gab, holt Anna Malten mit dem Märchen von der Salzprinzessin ein Stück Geschichte und Orient ins Lauenburgische: Sie erzählt das Märchen in seiner arabischen Gestalt, begleitet von einer Karawane aus (tatsächlich in Berkenthin lebenden) Kamelen. Poetisch präsentierte Kunst an Ufern, im Park und Pastorat umfängt das Geschehen, verknüpft Kultur mit der Natur und Landschaft. Auf der Bühne an der Schleuse bieten junge und erfahrene Ensembles mit Musik, Gesang und Tanz noch mehr für Auge und Ohr. Natürlich kann jeder auch selbst aktiv werden: beim Salzsieden, beim Treideln mit der Berkenthiner Prahmkameradschaft oder beim Drucken, Steinschnitzen und Entenangeln. Das Motto sei inspiriert vom realen geografischen Ort, sagt Frank Düwel, es sei jedoch auch als „eine Einladung zur Assoziation von künstlerischen Ideen“ zu verstehen.

Klassisches Konzert in der Werfthalle

Schon in der Startwoche lassen der Intendant und die Mitwirkenden das Typische und Einzigartige des KulturSommers funkeln. Anja Caroline Franksen führt mit ihrer Installation „Liquide Botschaften“ (ab 15.6. Berkenthin) die bildenden Künste ins Geschehen ein, weitere Künstler freuen sich mit Ausstellungen und offenen Ateliers auf die Besucher. Kunst kennt keine Grenzen, holt viele Kreative ins Boot. In Lauenburg etwa setzen internationale Stipendiaten (ab 16.6.) im Künstlerhaus und „Koffererzählungen“ über Migration im Bahnhof (16.6.) ihre Signale. Was hinter der Kunst des guten Zusammenspiels steckt, kann man bei einer Begegnung von Kunst und Sport in Groß Grönau erfahren – erst auf dem Fußballplatz, dann bei einer Plauderei (16.6.). Die Musik kommt ins Spiel und weckt Sehnsucht und Erwartungen: Der KulturSommer holt ein Wahnsinnskonzert in einer Werfthalle (15.6 . Lauenburg), ein Musical von Kindern für Kinder (15./16.6. Mölln), Klangschalen und Gong in der Kirche (15.6. Berkenthin), folkigen Flow im Museum (20.6. Ratzeburg) und klassischen Tastenzauber auf dem Biohof (21.6 Fredeburg) unter sein Dach. Auch mit Meerjungfrauen, Nixen und Wassermännern ist zu rechnen – das Kanu-Wander-Theater (21./22.6. Schaalseekanal) führt szenisches Spiel, Landschaft und Akteure unter freiem Himmel zusammen. Wie ein so komplexes Format zu handeln ist und immer wieder Faszination zu wecken versteht, verrät Regisseurin Kerstin Steeb in einem Interview im Kulturportal der Stiftung (online ab 17.6.). Dort sind unter www.kulturportal-herzogtum.de wie üblich sämtliche Termine online nachzulesen.

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