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Lauenburg Lange Haft wegen lebensgefährlichem Angriff auf Ehefrau
Lokales Lauenburg Lange Haft wegen lebensgefährlichem Angriff auf Ehefrau
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15:46 30.09.2019
Eine Gefängnistür schließt sich. Für einen 33-Jährigen öffnen sie sich erst in sieben Jahren wieder. Er wurde wegen versuchten Totschlags verurteilt. Quelle: dpa
Lübeck/Ratzeburg

Eine blutige Tat vor einem Discounter in der Ratzeburger Vorstadt beschäftigte die I. Strafkammer bereits seit August. Dem 33 Jahre alten Angeklagten wurde vorgeworfen, seine getrennt lebende Ehefrau im Januar dieses Jahres in der Nähe des Ratzeburger Bahnhofes mit einem Messer attackiert zu haben. Sieben Stichverletzungen, vor allem im Gesicht des Opfers, waren lebensgefährlich. Den Vorwurf des versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil seiner 30-jährigen Ehefrau zieht das Gericht mittlerweile als erwiesen an. Die Eheleute waren aus dem Irak geflüchtet und lebten seit 2016 vor der Trennung in einem kleinen Ort im Amt Sandesneben-Nusse.

Messerstiche und Fußtritte ins Gesicht

Die 30-Jährige hatte den Mann zusammen mit den gemeinsamen Kindern verlassen. Wegen gewalttätigen Handlungen durfte sich der Ehemann seiner Familie eigentlich nicht mehr nähern. Dennoch hatte er die Geschädigte am 18. Januar 2018 zu Boden gerissen und dann mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen, um sie zu töten. Ein Zeuge soll den Angeklagten von dem Opfer heruntergestoßen haben. Dennoch soll es dem Täter gelungen sein, seinem Opfer weitere Stiche zu versetzen.

Bei dem Angriff hatten Zeugen beobachtet, dass der Angeklagte seiner Frau mit dem Fuß in das Gesicht trat, bevor er sich vom Tatort entfernte. Dabei kam es zu eine Fraktur an der Augenhöhle. Das Opfer erlitt laut Anklage schwere Stich- und Schnittverletzungen, insbesondere im Bereich des Gesichts. Der Angeklagte hatte die Tat im Prozess bedauert und erklärt, er schäme sich dafür. Das Gericht hatte sich Zeit gelassen und an 23 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen.

Mehr zum Fall lesen Sie im Folgenden:

Ehefrau vor Ratzeburger Discounter fast erstochen: Täter zeigt im Gericht Reue.

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Von Florian Grombein

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