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Lauenburg Bizarrer Einsatz: Eine wie eine verschnürte Leiche wirkende Latexpuppe trieb in der Elbe
Lokales Lauenburg Bizarrer Einsatz: Eine wie eine verschnürte Leiche wirkende Latexpuppe trieb in der Elbe
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12:36 13.06.2019
Bizarrer Einsatz an der Elbe: Eine wie eine verschnürte Leiche wirkende Latexpuppe trieb im Wasser. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

Makabere Aktion: In ein weißes Tuch gewickelt, das mit Klebeband verschnürt war, warf ein Unbekannter eine täuschend echt aussehende Latexpuppe in die Elbe. Am Mittwochabend entdeckten Passanten dann gegen 20 Uhr zufällig das im Wasser treibende Bündel, aus dem die Füße hervor schauten. Sie setzten sofort einen Notruf ab – und so rückten umgehend mehr als 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Wasserrettung mit gut einem Dutzend Fahrzeugen mit dem Stichwort „Person im Wasser“ zum Elbufer in Krümmel in der Nähe des Kernkraftwerkes aus. „Es sah vom Ufer wirklich so aus, als würde da eine Leiche im Wasser treiben“, berichtete Heiko Brett, der Einsatzleiter der Feuerwehr.

Das Bündel hatten die Einsatzkräfte in der kleinen Bucht am Auslauf des Kühlwassers des Kernkraftwerkes Krümmel in der Elbe treibend entdeckt. „Wir haben das Bündel dann mit unserem Boot an Land geholt“, berichtete Brett. Dort dann aber die Erleichterung: Es handelt sich um eine Latexpuppe. „So etwas ist kein Spaß“, verdeutlichte Brett. „Von einem Einsatz geht immer auch eine gewisse Gefahr aus, deshalb hört bei so etwas der Spaß auf“, sagte er.

Puppe hatte lackierte Fußnägel

Die aus dem Bündel hervorschauenden Füße hatten sogar lackierte Fußnägel. Der Kopf, das war zu erkennen, fehlte. An Land schnitt ein Polizist schließlich das Tuch auf, doch Hinweise auf den Unbekannten, der sich die Aktion erlaubt hatte, fanden sich zunächst nicht. Sollte er ermittelt werden, droht ihm eine saftige Rechnung in Höhe von mehreren 1000 Euro für den Einsatz. Wo die bizarre Latex-Leiche ins Wasser geworfen wurde, und seit wann sie schon in der Elbe trieb, ist unklar.

Die Feuerwehrleute packten die kopflose Latexpuppe nach der Bergung in zwei Müllsäcke und nahmen sie mit, damit sie der fachgerechten Entsorgung zugeführt werden kann.

Einsatzkräfte holten bei Geesthacht eine mutmaßliche Wasserleiche aus der Elbe. Tatsächlich war es eine verschnürte Latexpuppe ohne Kopf.

Timo Jann

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