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Lokales Lauenburg Lauenburg: Unfall im Chemieunterricht
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14:15 28.06.2018
Die Feuerwehr rückte mit Gefahrgut-Spezialisten an.
Die Feuerwehr rückte mit Gefahrgut-Spezialisten an. Quelle: Timo Jann
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Lauenburg

„Es gab keine Verletzten, alle betroffenen Schüler wurden gleich betreut“, sagte Schulleiterin Britta Ahnfeldt. In dem Experiment wollte die Lehrerin die Chemikalie mit Wasser reagieren lassen.

Die Feuerwehr rückte mit Gefahrgut-Spezialisten an, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Der betroffene Flügel der Schule wurde geräumt. „Wir haben es mit einem Stoff zu tun, der nicht eingeatmet werden sollte und bei dem es gilt, Hautkontakt zu vermeiden. Deshalb führt um Schutzanzügen und Atemschutz hier kein Weg vorbei“, berichtete Marko Fischer, Fachwart für Gefahrgut des Kreisfeuerwehrverbandes.

Quelle: Timo Jann

Die Lauenburger Gruppenführer Heiko Raubenheimer und Ralf Eckhoff koordinierten den Einsatz der 20 Feuerwehrleute. Eckhoff: „Wir haben die ausgelaufene Flüssigkeit mit Chemikalienbinder gebunden und die Substanz dann zur fachgerechten Entsorgung aufgenommen.“ Auch die „pneumatische Wanne“, die bei dem Versuch zerstört wurde, sicherten die Einsatzkräfte. 

Es ist nicht der erste Unfall im Chemieunterricht an der Albinus-Gemeinschaftsschule: Im März 2017 wurde ein 16-jähriger Schüler schwer verletzt. Bei einem Experiment im Unterricht einer neunten Klasse war es zu einer Stichflamme gekommen. Eine brennende Flüssigkeit hatte nach Polizeiangaben dabei den in der ersten Reihe sitzenden 16-Jährigen schwer verletzt. Der Schüler wurde von dem alarmierten Rettungsdienst und einem Notarzt versorgt und in ein Hamburger Krankenhaus gebracht.

Der Fall sorgte für Diskussionen. Nach Verpuffung im Unterricht beklagen sich Eltern, die Schule übte Druck auf die Schüler aus, nichts über den Chemieunterricht zu erzählen.

tja/LN-Online