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Lauenburg AfD schließt Spitzenkandidatin aus
Lokales Lauenburg AfD schließt Spitzenkandidatin aus
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16:10 21.11.2018
Andrea Schroeder. Quelle: FOTO: HM
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Ratzeburg

Die AfD hat ihre Spitzenkandidatin aus der Kommunalwahl, Andrea Schroeder, aus der Kreistags-Fraktion ausgeschlossen. Als Gründe werden „inhaltliche Differenzen mit der Fraktionsmehrheit“ und eine „schwierige Kommunikation“ angeführt. Man habe Frau Schroeder aufgefordert, ihr Mandat niederzulegen und Platz für Nachrücker zu machen, teilte Fraktionsvorsitzender Holger Stienen auf Nachfrage mit.

Noch bei der Nominierung zur Kommunalwahl war Schroeder von den Mitgliedern der AfD auf Platz 1 gewählt worden und galt damit als designierte Fraktionsvorsitzende. Schon während der konstituierenden Fraktionssitzung hatte es aber offenbar Differenzen innerhalb des vierköpfigen Gremiums gegeben.

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So wurde statt der eher zum gemäßigten Flügel zählenden Schroeder eben Holger Stienen zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Neben den beiden gehören noch die beiden Schwarzenbeker Hasso Füsslein und Klaus-Dieter Rinke zur Fraktion. Der Entscheidung für Stienen waren offenbar längere Diskussionen vorausgegangen.

„Wir haben uns auf Holger Stienen geeinigt. Ich war immer der Meinung, dass letztlich der Vorsitzende aus dem Kreis der Abgeordneten gewählt wird“, hatte der inzwischen mit antisemitischen Vorwürfen konfrontierte Hasso Füsslein nach der konstituierenden Sitzung erklärt. So sei es schon üblich, dass mit der Festlegung des Spitzenkandidaten auch eine gewissen Vorfestlegung auf die spätere Fraktionsführung gelegt werde, so AfD-Kreisvorsitzender Füsslein damals.

Holger Marohn