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Lauenburg Lauenburgischer Kunstverein wird 35: So wird zur „Jubelzeit“ gefeiert
Lokales Lauenburg Lauenburgischer Kunstverein wird 35: So wird zur „Jubelzeit“ gefeiert
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12:23 15.05.2019
Der prominente Grafiker Klaus Staeck gehörte zu den Künstlern, die der LKV zu Gast hatte. Regine Bonke, Dr. William Boehart (r.) und Michael Packheiser präsentieren die Collage "Zurück zur Natur". Quelle: Matthias Schütt
Mölln

„Wer mit Kunst lebt, lebt bewusster“, heißt es im Lauenburgischen Kunstverein (LKV), der in diesem Jahr Jubiläum feiert. Das Programm zum 35. Geburtstag ist ein bunter Strauß, um einmal mehr vorzuführen, was Kunst sein kann und wie sie unser Leben bereichert.

Zum Beispiel geht das über Ausstellungen, Lesungen und Sonderaktionen, die auch auf der Straße stattfinden werden. Man wird der Kunst zumindest in Mölln in diesem Jahr gar nicht entkommen können. Selbst Treppenstufen werden für künstlerische Botschaften genutzt.

370 Veranstaltungen organisiert

35 Jahre ist kein rundes Jubiläum, aber Grund zum Feiern haben die rund 100 Mitglieder allemal. Zum einen gibt es ein Doppeljubiläum – ihre Artothek zum Ausleihen von Bildern wird 30 Jahre alt. Zum anderen ist die Vereinigung von Künstlern und Kunstfreunden zu einem ungemein produktiven Vermittler von Kunst im Kreis Herzogtum Lauenburg geworden.

Volles Programm seit 35 Jahren: Der Lauenburgischen Kunstvereins hat seit seiner Gründung fast 370 Veranstaltung organisiert. Dazu gehören 138 Ausstellungen, zahlreiche Kunstaktionen und Lesungen.

„370 Veranstaltungen haben wir in diesen Jahren organisiert“, rechnet Regine Bonke vor. „Das heißt, fast jeden Monat eine. 138 Ausstellungen gehören dazu, zahllose Kunstaktionen und auch Lesungen, bei denen etwa Herta Müller, Peter Rühmkorf und Walter Jens aufgetreten sind. Und das alles mit einer Handvoll Ehrenamtlichen.“

Als der LKV 1984 gegründet wurde, war dieser Weg nicht absehbar. „Damals lag die Kulturarbeit im Kreis noch in den Anfängen“, sagt der Vorsitzende, Dr. William Boehart. „Die Stiftung Herzogtum Lauenburg war gerade gegründet, die Museen im Aufbau. Für uns war es günstig, dass es damals die Zonenrandförderung gab, von der wir sehr profitiert haben.“

„Denkanstöße mit Qualität“

Mit dem Elan der Anfangszeit hat der Verein viele Initiativen angestoßen. Darunter die Reihen „Kunst im Rathaus Ratzeburg“, „Kunst zum Kauf“, „Kunst und Keramik“, Atelierbesuche, Werkschauen und anderes mehr. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen gehört dazu.

Das Programm der „Jubelzeit“

Zum 35. Jubiläum hat der Lauenburguische Kunstverein ein buntes Programm zusammengestellt:

Ausstellung: „Ich und die Artothek“, vom 23. Mai bis 28. Juni im Stadthaus Mölln.

Podiumsdiskussion: „Kunst zwischen Kultur und Kommerz“, am 4. Juni um 19.30 Uhr in der Galerie Noffke in Ratzeburg.

Lesung: „Das Judaskreuz“, ein Roman von William Boehart am 5. Juni um 19 Uhr im Max-Ahrens-Haus in Mölln.

Den ganzen Juni über werden Fußgänger an vielen Treppen der Möllner Innenstadt Gedanken über Kunst finden. Außerdem erscheint ein monatlicher „Jubel-Letter“. Es gibt kalligrafische „Street-Art“ in Mölln, es werden Ultra-Kurz-Filme im Ratzeburger Filmklub präsentiert und Kunstpostkarten neu gestaltet und versandt.

Nähere Informationen unter www.l-kv.de

„Denkanstöße mit Qualität“, umreißt Boehart die Kernaufgabe, indem Künstler aus der Region gefördert und auswärtige vorgestellt werden. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit anderen Kunstvereinen in Stormarn, Schenefeld, bis nach Dänemark.

Mehr zum Thema:Hier lesen Sie ein Interview mit William Boehart, Chef des Lauenburgischen Kunstvereins.

Kunst verbindet Ost und West

Die geografische Lage an der ehemaligen Grenze hat der LKV immer als Auftrag verstanden, unterschiedliche Welten zusammenzuführen. Das begann schon mit einem legendären Brückenfest in Rothenhusen, das noch in der Übergangszeit vor der Wiedervereinigung gefeiert wurde.

Inzwischen gibt es alle zwei Jahre ein Forum, in dem Künstler aus Ost und West Fragen nach unserer Identität aufwerfen. Man kann Kunst genießen, aber nicht einfach konsumieren, sind Boehart und Bonke überzeugt: „Um das Nachdenken kommen Sie nicht herum.“

Matthias Schütt

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