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Lauenburg Leichtes Plus bei Schifffahrt im Elbe-Lübeck-Kanal
Lokales Lauenburg Leichtes Plus bei Schifffahrt im Elbe-Lübeck-Kanal
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18:09 30.01.2019
Lauenburgs Schleuse und der Elbe-Lübeck-Kanal verzeichnen ein leichtes Plus bei Frachtschiffen und Ladung. Quelle: FOTO: Timo Jann
Lauenburg

Ist das eine Trendwende oder nur ein Ausreißer? In der Lauenburger Schleuse als Tor zum Elbe-Lübeck-Kanal wurden im vergangenen Jahr 1220 Frachter (2017: 1105) registriert. Sie hatten 585.715 Tonnen Ladung (583.105) an Bord. Seit drei Jahren zeigt die Schifffahrt in der 60 Kilometer langen Wasserstraße zwischen Elbe und Trave damit zaghaft nach oben.

Fakt ist nach Einschätzung der Experten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) aber auch: Die Zeit des Sportboot-Booms ist vorbei. Wurden beispielsweise 1992 noch 6457 Sportboote gezählt, waren es 2018 nur noch 3523. Kein Rückenwind für die Forderungen der Ausbaugegner, den Kanal verstärkt für touristischen Verkehr zu nutzen.

„Wir hätten im Elbe-Lübeck-Kanal vermutlich sogar noch mehr Verkehr erzielen können, aber zwischen Lauenburg und dem Elbe-Seitenkanal war die Abladetiefe im Sommer oft nicht tief genug, um dort vernünftig fahren zu können“, erklärt Dörte Münstermann vom WSA. Und gerade dieser die Elbe nur kurz kreuzende Verkehr sei es, der für den Elbe-Lübeck-Kanal relevant ist. 165 962 Tonnen wurden durch den Elbe-Seitenkanal weiter transportiert, 274 950 Tonnen Ladung kamen mit Schiffen von dort. Zum Vergleich: Elbaufwärts aus Richtung Geesthacht wurden nur 23 136 Tonnen in den Elbe-Lübeck-Kanal gebracht, aus Richtung Magdeburg elbabwärts waren es nur 761 Tonnen – an Bord nur eines mittelgroßes Schiffes. Auffällig an den Statistiken des WSA ist auch, dass am anderen Ende des Elbe-Lübeck-Kanals, in der Schleuse Büssau, nur 859 Binnenschiffe mit 390 237 Tonnen Ladung gezählt wurden. Der Lauenburger Umschlagplatz am Horster Damm ist damit eine wichtige Anlaufstation für Frachter, um Güter zu löschen oder aufzunehmen. Transportiert wurden 2018 hauptsächlich Baustoffe, nämlich 301 714 Tonnen. Danach folgen land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse mit 126 340 Tonnen sowie Nahr- und Futtermittel mit 59 756 Tonnen und 44 419 Tonnen Düngemittel. Neben den 1220 Frachtern wurden auch 70 Fahrgastschiffe in der Lauenburger Schleuse registriert.

Die Schleuse in Witzeeze ist 119 Jahre alt. Frühestens in 15 Jahren könnte ein Ersatzneubau realisiert werden. Quelle: Timo Jann

Beim Neubauamt des WSA in Hannover ist weiterhin die Projektgruppe angesiedelt, die sich um den fast eine Milliarde Euro teuren Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals kümmert. Die Mitarbeiter haben derzeit Büros im Stadtzentrum von Lauenburg und im Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum bezogen, weil das WSA-Gebäude am Dornhorster Weg nicht ausreichend Platz bietet. „Weitere Stellen sollen demnächst besetzt werden, dafür sind die nötigen Bundesmittel im Haushalt enthalten“, erklärt Tilman Treber, der Leiter des Lauenburger WSA.

WSA-Leiter Tilman Treber geht davon aus, dass in zehn Jahren der Kanal in Lauenburg zwischen Schleuse und Umschlagplatz ausgebaut werden könnte. Quelle: Timo Jann

Die Planer arbeiten aktuell an zwei Teilbereichen. Erstens die Planungen für den besonders stark frequentierten Abschnitt des Kanals zwischen Schleuse Lauenburg und Umschlagplatz nördlich der B 5, zweitens den Ersatzneubau für die Schleuse mit Straßenbrücke in Witzeeze. Treber rechnet damit, dass in Witzeeze noch mindestens 15 Jahre vergehen werden, ehe das Projekt realisiert ist. Für den Bauabschnitt in Lauenburg rechnet er mit zehn Jahren.

Timo Jann

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