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Lauenburg Lesepaten-Projekt feiert Jubiläum
Lokales Lauenburg Lesepaten-Projekt feiert Jubiläum
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17:26 30.08.2018
Sabine Lippelt (r.), seit vergangenem Jahr Leiterin des „Mentor“-Projekts der Bürgerstiftung, dankte der Initiatorin Vera Peters sowie deren Nachfolgerin Karla Ackmann-Haensch für ihre engagierte Vorarbeit.
Sabine Lippelt (r.), seit vergangenem Jahr Leiterin des „Mentor“-Projekts der Bürgerstiftung, dankte der Initiatorin Vera Peters sowie deren Nachfolgerin Karla Ackmann-Haensch für ihre engagierte Vorarbeit. Quelle: Joachim Strunk
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Ratzeburg

Mehr als 60 Gäste und Mitglieder des Projekts „Mentor“ der Bürgerstiftung Ratzeburg fanden sich am sonnigen Mittwochnachmittag im Vereinsheim des Ratzeburger Ruderclubs zusammen, um ein kleines Jubiläum zu feiern: die Gründung einer Leselernhilfe für junge Schülerinnen und Schüler.

Kleine Feier am Mittwoch im Ratzeburger Ruderclub: Das Projekt „Mentor“ der Bürgerstiftung Ratzeburg feierte zehnjährigen Geburtstag.

Die Idee hatte Fritz Bahrs, der damalige charismatische Vorsitzende der Bürgerstiftung, von einem Besuch in Hannover beim dortigen Buchhändler Otto Stender mitgebracht. Dieser hatte nicht zuletzt als Antwort auf die Ergebnisse der PISA-Studie 2003 einen Verein gegründet: Mentor – die Leselernhelfer.

2008 hatte er sogar den Mentor-Bundesverband mit initiiert. Bahrs war so begeistert von der Idee, dass er sogleich seine Mitstreiterin in der Bürgerstiftung Vera Peters dazu animierte, in Ratzeburg etwas Ähnliches zu begründen.

Schulleiter anwesend

„Unausgesprochen und unmissverständlich war klar, dass mir dabei die Projektleitung zugefallen war“, erzählte Peters in ihrer kurzen Rede vor der Festgesellschaft.

Zu dieser waren auch die Leiter der Schulen in Groß Grönau (Waldschule), Jörg Woelky, sein Kollege der Grundschule(n) in Ratzeburg, Dirk Schmidt, sowie Henning Nitz als Chef der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen erschienen, sowie auch Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß und der derzeitige Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Andreas von Gropper.

Peters gelang es, im Laufe der kommenden zehn Jahre insgesamt 183 Mentoren, Lernhelfer und Lesepaten, „anzuheuern“ und zu motivieren. Was ihr bestens gelang. Denn auch die 26 Paten aus dem Anfangsjahr sind immer noch aktiv dabei und lesen Schülerinnen und Schülern der Grund- und Gemeinschaftsschulen bis zum sechsten Jahrgang vor und vermitteln ihnen Freude und Interesse an Literatur und Büchern.

Mehr Bildungsgerechtigkeit

„Lesen als die Fähigkeit, Texte und Bilder erlesen zu können und zu verstehen, ist die Grundlage allen Lernens“, erklärte auch Margret Schaaf. Die aktuelle Vorsitzende des Bundesverbandes war extra aus Köln zu der Feier angereist. Sie betonte, dass die Leselernhilfe „elementare Voraussetzung für Bildungsgerechtigkeit“ sei. Sie öffne Kindern und Jugendlichen das Tor zur Welt, sie lernten neue Sichtweisen kennen und bekämen Denkanstöße und entdeckten fremde Welten.

„Wer lesen kann und die Bedeutung von Texten erfasst, kann einen Schulabschluss machen, sich eine eigene Meinung bilden und sein Leben selbst in die Hand nehmen.“

Bei Fingerfood und angeregten Gesprächen saßen die Teilnehmer der kleinen Geburtstagsparty noch bis zum Abend zusammen und ließen sich zudem vom Figurentheater „Tandera“ aus Testdorf unterhalten.

Für mehr Infos zu den Lesepaten klicken Sie hier.

Joachim Strunk