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Lauenburg Linke fordert Jobcenter für Lauenburg
Lokales Lauenburg Linke fordert Jobcenter für Lauenburg
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13:04 21.01.2020
Lauenburg ist die einzige Stadt im Herzogtum, die kein eigenes Jobcenter hat. Quelle: Jens Kalaene/zb/dpa
Lauenburg

In Lauenburg leben laut der Linksfraktion des Kreistags mehr als 1600 Menschen, die auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind. Allerdings sei Lauenburg die einzige Stadt im Herzogtum Lauenburg, die nicht über einen eigenen Jobcenter-Standort verfügt. „Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar und muss unverzüglich beendet werden. Die betroffene Menschen in Lauenburg und Umgebung sind grob benachteiligt“, findet Manfried Liedke, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Kreistag.

Alleinerziehende und Behinderte stehen vor großen Problemen

Während Ratzeburg und Schwarzenbek mit ähnlichen Fallzahlen über je ein eigenes Jobcenter verfügen, müssten die Betroffenen in Lauenburg für jeden Behördengang in eine andere Stadt fahren. Wer beispielsweise ein Überbrückungsdarlehen benötigt, muss für die Beantragung, die Bewilligung und die Auszahlung in der Regel dreimal nach Geesthacht fahren. Nicht nur für Alleinerziehende oder Menschen mit einem Handicap sei dies immer mit einer kleinen logistischen Herausforderung verbunden. Nach Ansicht der Linksfraktion sei dies auch unter ökologischen Gesichtspunkten problematisch.

Manfried Liedke führt die Linksfraktion im Kresitag Herzogtum Lauenburg. Quelle: hfr

Dabei sei die Forderung nach einem eigenständigen und regelmäßigen Beratungsangebot für Arbeitssuchende in Lauenburg nicht neu. Es lägen bereits seit Jahren entsprechende Beschlüsse der Gremien des Kreises und der Stadt Lauenburg vor. Manfried Liedke: „Wir verweisen auf eine Forderung des Hauptausschusses der Stadt Lauenburg von 2011 und auf einen bereits 2010 erfolgten einstimmigen Beschluss des Kreistages für ein dortiges Jobcenter. Leider hat der ehemalige Landrat die Beschlüsse seinerzeit nicht gegen den Widerstand der Geschäftsführung des Jobcenters umgesetzt.“

Bereits Anfang 2019 Debatte im Kreistag

Die Linksfraktion hatte Anfang 2019 erneut einen entsprechenden Antrag in den Kreistag eingebracht. Dieser wurde in die zuständigen Ausschüsse verwiesen. „Zwischenzeitlich wurde ein völlig unzureichender Kompromiss mit der Jobcenter-Geschäftsführung geschlossen, der lediglich eine lockere Abfolge von Informationsveranstaltungen und ähnlicher Angebote in Lauenburg vorsieht. Mit Gleichbehandlung hat das nichts zu tun. Für die Betroffenen bleibt es ein untragbarer Zustand. Die Linke wird sich weiter für einen Jobcenter-Standort in Lauenburg einsetzen“, so Liedke.

Die Linksfraktion veranstaltet in ihrer Reihe „Fraktion vor Ort“ am Mittwoch, den 29. Januar, um 18.30 Uhr eine öffentliche Fraktionssitzung zu dem Thema im Restaurant Ponte Vecchio, Büchener Weg 9 in Lauenburg. Interessierte Gäste sind hierzu herzlich eingeladen. Außerdem findet am Donnerstag, den 30. Januar, um 17.30 Uhr im Künstlerhaus Lauenburg, Elbstraße 54, eine ebenfalls öffentliche Sitzung des Kreistagsausschusses für Soziales, Bildung und Kultur statt. Liedke: „Es würde die dortige Diskussion sicherlich beflügeln, wenn viele Betroffene bei der Sitzung anwesend wären und sich in der Fragestunde zu dem Thema selbst einbringen würden. Das wäre ein kleines Stück gelebte Demokratie.“

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Von LN

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