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Lauenburg Lübeck sucht den Dialog mit den Dörfern
Lokales Lauenburg Lübeck sucht den Dialog mit den Dörfern
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12:57 29.04.2019
Treffen der Bürgermeister in Berkenthin (v. li.): Alwin Kreimer (stv. BM Rondeshagen), Wolfgang Wiedenhöft (Vorsteher Wasserbeschaffungsverband Kastorf), verdeckt Iris Runge (Amtsvorsteherin Amt Berkenthin), Michael Grönheim (Bürgermeister Berkenthin), Jan Lindenau (Bürgermeister Hansestadt Lübeck), Adolf Kahts (BM Düchelsdorf), Anja Dührkopp (BMin Göldenitz), Hans-Peter Fiebelkorn (BM Krummesse), dahinter Rainer Wilkens (BM Niendorf), Georg Rudolf (BM Bliestorf), Ralf Neumann (BM Klempau), Friedrich Thorn (Vorsteher Schulverband Stecknitz), Dr. Jens Meier (Netz Lübeck GmbH) und Thomas Manke (Stadtverwaltung Lübeck). Quelle: hfr
Berkenthin

Der gemeinsame Austausch, ein Wissenstransfer sowie mögliche interkommunale Kooperationen liegen Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau am Herzen. „Wichtige Zukunftsentwicklungen hören nicht an der Stadt- oder Gemeindegrenze auf. Gemeinsam sind wir noch stärker, wenn es um die Interessen der Kommunen in der Region Lübeck geht“, begründet Lindenau sein Engagement.

Neben positiven Gesprächen bisher mit den Ämtern Nordstormarn und Lauenburgische Seen fand im April auch ein Treffen mit den Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern (BM) und Verbandsvorstehern der Gemeinden des Amtes Berkenthin statt.

Thema Digitalisierung von großem Interesse

Zusammen mit Dr. Jens Meier von der Netz Lübeck GmbH warb der Lübecker Bürgermeister für das Thema Digitalisierung, wobei insbesondere die Eckpunkte der Digitalstrategie der Hansestadt Lübeck von großem Interesse waren.

Außerdem wurden die laufenden Aktivitäten zur Modellregion Smart City sowie eine mögliche Teilnahme am Förderprogramm vorgestellt, beispielsweise durch ein gemeinsames Auftreten der Hansestadt mit den Umlandgemeinden im Sinne einer Region – bekundet durch einen „Letter of Intent“.

Starke Orientierung nach Lübeck

Im weiteren Gesprächsverlauf wurden im Sportzentrum Berkenthin zahlreiche Einzelthemen der Gemeinden angesprochen: Amtsvorsteherin Iris Runge, die zugleich Bürgermeisterin von Sierksrade ist, machte deutlich, dass die Gemeinden stark in Richtung Lübeck orientiert sind. Dies lasse sich gut am Pendlerverhalten, an den Schülerverkehren und auch an Einkaufsverhalten ablesen.

„Die Verkehrsinfrastruktur an den Stadtgrenzen, die Anbindung an die Anschlussstellen der Autobahnen A 1 und A 20 sowie der öffentliche Personennahverkehr sind den Gemeinden daher sehr wichtig“, führte Runge aus.

Gute Kooperation mit Entsorgungsbetrieben

Klempaus Bürgermeister Ralf Neumann lobte die positiven Gespräche mit den Entsorgungsbetrieben Lübeck zum Thema Abwasserbeseitigung und Klärschlammentsorgung. Auch Georg Rudolf, BM in Bliestorf, wusste die gute Zusammenarbeit mit der Hansestadt hervorzuheben und wies auf den Bau eines gemeinsamen Radweges von Bliestorf nach Krummesse(-Lübeck) hin.

Hans-Peter Fiebelkorn, „Dorfchef“ in Krummesse, wünscht sich ein Engagement der Hansestadt zum Bau eines Blockheizkraftwerkes am Standort Niemark zur Wärmeversorgung privater Haushalte im lübschen und lauenburgischen Teil seiner Gemeinde.

ELK-Radwanderweg hat wichtige Netzfunktion

Berkenthins Bürgermeister Michael Grönheim lenkte das Gespräch auf den Tourismus und betonte: „Es ist absolut notwendig, dass der Rad- und Wanderweg am Elbe-Lübeck-Kanal auch auf Lübecker Gebiet laufend unterhalten wird, da dieser eine wichtige Netzfunktion, aber auch eine Erholungsfunktion für Tages- und Urlaubsgäste in der Hansestadt darstellt.“

In diesem Zusammenhang wurde auch der Fahrradweg entlang der Landesstraße 92 von Krummesse nach Lübeck angesprochen, der nach Auffassung der Bürgermeisterrunde einer Sanierung bedürfe.

„Die konkreten Anliegen werden wir prüfen und überlegen, wie daraus gemeinsame Aktivitäten entstehen können“, sagte Bürgermeister Jan Lindenau zu. Seitens der Hansestadt Lübeck sind weitere Gespräche mit den Umlandgemeinden im Amt Sandesneben-Nusse geplant.

Joachim Strunk

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