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Lauenburg Malen gegen Krebs – die 20. Ausstellung steht
Lokales Lauenburg Malen gegen Krebs – die 20. Ausstellung steht
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10:00 06.11.2019
Zum 20. Mal lädt der Verein FAKT zur Ausstellung im Amtsrichterhaus ein. Von links: Ute Rink, Ute Kahn, Heidi Wendt, Renée Kraemer. Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Malen ist gut für die Psyche, und Patienten mit einer Krebs-Diagnose brauchen eine stabile Psyche. Deshalb hat die Schwarzenbeker Internistin Melita Mucha 2001 ihre Patienten ermuntert, eine Maltherapie zu machen. Ein Raum war schnell gefunden. Jetzt kann die 20. Ausstellung eröffnet werden. Vernissage ist am Sonnabend, 9. November, um 15 Uhr im Amtsrichterhaus.

Anfang in einer Arztpraxis

Nachdem sich acht Frauen unter Anleitung der Hobbymalerin Renée Kraemer gefunden und ein Jahr in den Räumen der damaligen Arztpraxis Mucha in Schwarzenbek gemalt hatten, wurde 2002 der Verein FAKT gegründet. Das Wort steht für „Förderung der ambulanten Krebstherapie“. Heute trifft sich ein Dutzend Frauen in der über der Kreissparkasse angesiedelten Volkshochschule. Die Treffen sind 14-tägig. Eine zweite Malgruppe des Vereins gibt es in Geesthacht.

Bilder, Postkarten, Kalender

„Wir malen, reden und lachen zusammen, über die Krankheit wird nur ganz selten gesprochen“, sagt Renée Krämer. Die Ausstellung im Amtsrichterhaus steht unter keinem besonderen Thema. Jeder Künstler hat seiner Phantasie freien Lauf gelassen. „Unsere Malgruppen in Schwarzenbek und Geesthacht haben sich wieder einmal in ihrer Schaffenskraft übertroffen. Die Bilder zeigen große künstlerische Kreativität“, so Kraemer. Außer den Bildern, die zum Verkauf anstehen (zwei Drittel des Erlöses gehen an den Verein), gibt es auch Postkarten sowie einen Kalender mit Motiven der Ausstellung. Er kann gegen eine Spende von zehn Euro erworben werden. Der Verein FAKT hat neben den beiden Malgruppen auch eine Gruppe für Qigong, bietet Ergotherapie an und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Außerdem wird Krebskranken eine psychoonkologische Beratung angeboten. Die Kosten trägt der Verein.

Betreuung für kleine Kinder gesucht

Mit Hilfe einer großzügigen Spende der Rotary Clubs Schwarzenbek und Ratzeburg sowie von Round-Table Mölln wird das Projekt „Ersatz-Großeltern helfen krebskranken Müttern“ gestartet. Es bietet Hilfe für krebskranke Mütter und Väter an, die betreuungsbedürftige Kinder haben. Am Tage der Chemotherapie und ein bis zwei Tage danach oder bei notfallmäßiger Unterbringung in einem Krankenhaus. Hierfür werden ehrenamtliche Helfer in und um Schwarzenbek, Mölln, Ratzeburg und Geesthacht gesucht. Eine Schulung erfolgt durch eine Psychoonkologin, denn häufig sind die Kinder verängstigt und in Sorge um den erkrankten Elternteil. Der Verein FAKT hat rund 50 Mitglieder, ein Großteil sind Fördermitglieder. Der Mitgliedsbeitrag kostet 30 Euro im Jahr. Wer sich für den Verein interessiert, erfährt Näheres unter www.faktev.info oder unter Telefon 0173/2653962.

Kultur und Kuchen

Die Ausstellungist am kommenden Wochenende, 9. und 10. November, von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Für Kaffee und Kuchen sorgt das Team der Louisenhofgemeinschaft.

 

Von Silke Geercken

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