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16:04 11.09.2019
Marcel Paulsen (19) beginnt seinen Job nachts um halb drei. Der aktive Rotkreuzler (Büchen) will in zwei Jahren zur Lübecker Berufsfeuerwehr. Quelle: Joachim Strunk
Müssen

Das sieht ein Arbeitgeber eigentlich nicht so gerne: Kaum hat der „Neue“ seinen Job am Montag, 2. September, angetreten, kündigt er schon sein Fehlen an. Allerdings hatte Marcel Paulsen (19) auch einen triftigen Grund: Als „Rotkreuzler“ war er im Einsatz, als in Glinde vergangene Woche Mittwoch (4.) eine Bombe entschärft wurde.

„Um 19.30 Uhr gab der Stormarner Landrat Katastrophenalarm – weil sich die Entschärfung hinauszögerte“, erzählt Paulsen. Die Einsatzkräfte des DRK Büchen, zu denen er gehört, fuhren mit insgesamt 18 Personen nach Glinde, um dort die evakuierten Menschen (vor allem Seniorenheimbewohner) zu betreuen.

Feierabend um 1 Uhr mittags

Gegen 0.00 Uhr war die Bombe entschärft, gegen 1.30 Uhr warnen Paulsen und DRK-Kollegen zurück in Büchen. Eigentlich hätte er da gleich aufbleiben können. Denn um 2.30 Uhr beginnt sein Job als Zusteller für die Lübecker Nachrichten. In Müssen und – zur Zeit auch in Vertretung – in Schwarzenbek trägt er die LN aus. Erst die Zeitungen, danach stellt er in einem Bezirk auch die Tagespost zu. Gegen 12.30 oder 13 Uhr ist dann Feierabend.

„Eigentlich müsste ich dann so gegen 17 oder 18 Uhr ins Bett“, sagt der Müssener. Doch in seinem Alter kommt man noch mit weniger Schlaf aus. Manchmal ist er auch erst um 8 oder 9 abends in der Falle. Dann ist es aber auch höchste Zeit, wenn nach knapp fünf Stunden wieder der Wecker klingelt.

Großvater als Vorbild

Marcel Paulsen hat seinen Schulabschluss 2016 an der Gemeinschaftsschule in Büchen absolviert, danach eine handwerkliche Ausbildung als Tischler. Aber sein Traumberuf ist Feuerwehrmann: „Mein Großvater war schon sehr aktiv in unserer Freiwilligen Feuerwehr in Müssen. Da bin ich auch mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten.“

Und das will er nun auch als Profi machen. In Hamburg sei es schon recht schwierig, aber in Lübeck gebe es gute Chancen, erzählt er. Also will er sich dort bewerben. Das geht aber immer erst im Juli eines Jahres – für den Ausbildungsbeginn im März des darauffolgenden Jahres. Ergo: Marcel kann frühestens im März 2021 in seinen Traumberuf.

„Super motiviert und absolut zuverlässig“

Was tun in der Zwischenzeit? „Ich habe mal im Urlaub in Stuttgart dem Sohn unseres Vermieters beim Zeitungsaustragen geholfen und fand das ganz gut. Da habe ich eben bei den Lübecker Nachrichten angefragt.“ Erfolgreich.

Sein zuständiger Betriebsstättenleiter in Mölln, Sascha Martens, ist jedenfalls begeistert: „Ein super motivierter und absolut zuverlässiger Mitarbeiter. Wir freuen uns, dass er jetzt für uns arbeitet“ – auch wenn es vielleicht nicht für ewig ist. Denn seinen Traumberuf Feuerwehrmann verliert Marcel Paulsen nicht aus dem Blick.

Von Joachim Strunk

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