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Lauenburg Medienkompetenz als Lernziel in Mölln
Lokales Lauenburg Medienkompetenz als Lernziel in Mölln
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13:40 12.02.2019
Im Computerlabor mit einer 6. Klasse. Bei der Aufgabenstellung Textgestaltung schauen Schulleiter Ullrich und Eva-Maria Conrad den Schülern über die Schulter. Quelle: Matthias Schütt
Mölln

Marion Gräfin Dönhoff, die mutige Journalistin und Namenspatronin des Möllner Gymnasiums, wäre stolz auf „ihre“ Schule. Denn die geht beherzt voran, wenn es gilt, ihre Schüler auf die Herausforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten. Jüngster Beleg ist die Einrichtung einer Funktionsstelle für das Lernen mit digitalen Medien. Eva-Maria Conrad, seit 2014 Fachlehrerin am Marion-Dönhoff-Gymnasium (MDG) für Englisch und Französisch, ist seit Anfang Februar dafür zuständig, ein Medienkonzept zu entwickeln, das Schülern helfen soll, sich aufgeklärt und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

Dabei geht es nicht darum, Computerfreaks in ihrer medialen Abhängigkeit noch zu bestärken, im Gegenteil: „Es wird auch darum gehen, dass es einen Aus-Schalter gibt und der Computer nicht unser Leben bestimmt“, erklärt Conrad. „Schule muss auf gesellschaftliche Entwicklung reagieren. Deshalb vermitteln wir digitale Medienkompetenz. Dazu ist der Computer ein wichtiges Hilfsmittel, mehr aber nicht.“

Das Konzept wird drei Elemente beinhalten. Das erste ist Kenntnis und Umgang mit Hard- und Software sowie dem Internet. „Den Computer als Arbeitsmittel zu sehen, etwa für die Gestaltung eines Referats, ist für viele Schüler noch eine ungewohnte Erfahrung“, fügt Schulleiter Jan Ullrich schmunzelnd hinzu. Zunächst gab es vor allem einen zweistündigen Wahlpflichtkurs pro Woche in Klassestufe 8/9. Inzwischen setzen die Lehrer bereits in Klasse 6 an, um den richtigen Umgang mit den Geräten zu vermitteln. Mit dem neuen Konzept kommen als zweite Zielrichtung der kritische Umgang mit dem Internet hinzu und als Drittes die sozialen Medien wie Facebook und Instagram. Beides Bereiche, die viele junge Menschen bereits ganz direkt betreffen.

Conrad steht ein Arbeitskreis von mehreren Kollegen zur Seite, die mit ihr das Medienkonzept erarbeiten. Neben dem didaktischen Lernziel geht es auch darum, mit den Kollegen der verschiedenen Fächer passgenaue Konzepte für ihren Bereich zu entwickeln. Logistisch ist das MDG auf die neue Herausforderung gut vorbereitet, so Schulleiter Ullrich: „Wir haben zwei Computerräume sowie zwei mobile Laptop-Wagen mit jeweils 15 Geräten. Außerdem ist unsere WLAN-Anbindung ausgezeichnet.“ Eva-Maria Conrad hat sich mit einem besonderen Kurs zur Fachlehrerin für den Bereich „Lernen mit digitalen Medien“ qualifiziert.

Das waren gute Argumente, um das Bildungsministerium vom Standort Mölln zu überzeugen. Schon seit einiger Zeit wird das MDG als Referenzschule für digitales Lernen geführt. Bei einem entsprechenden Landeswettbewerb gewann die Schule eine Prämie, mit der einer der Laptop-Wagen sowie Kameras und Aufnahmegeräte angeschafft werden konnten.

Mit der neuen Funktionsstelle ist das MDG landesweit „noch eine völlige Ausnahme“, erläutert Ullrich. „Das Aufgabengebiet stellt in seiner gesamten Ausrichtung absolutes Neuland dar.“ Gut möglich, dass er bald mal Besuch bekommt von anderen Schulen im Lande, die von den Möllner Erfahrungen profitieren wollen.

Matthias Schütt

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