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Lauenburg Mehr Unfälle mit Radfahrern im Lauenburgischen und in Stormarn
Lokales Lauenburg Mehr Unfälle mit Radfahrern im Lauenburgischen und in Stormarn
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18:49 05.03.2019
Polizisten sichern Spuren eines schweren Verkehrsunfalls. Im vergangenen Jahr hat es in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg 546 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern gegeben. Das sind 75 mehr als im Vorjahreszeitraum. Quelle: dpa
Ratzeburg

Die Polizeidirektion Ratzeburg hat eine deutliche Zunahme bei den Unfällen mit Radfahrern festgestellt. Ein Grund könnte das gute Wetter im vergangenen Sommer gewesen sein. Auch die Elektrofahrräder machen sich bemerkbar.

Im vergangenen Jahr hat es in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg 546 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern gegeben. Das sind 75 mehr als im Vorjahreszeitraum. In Kreis Herzogtum Lauenburg kam es zu 222 Unfällen (2017: 176), in Stormarn zu 324 (2017: 292). Dabei wurden in beiden Kreisen zusammen 548 Personen (+ 84) verletzt. Ein Radfahrer starb sogar an den Unfallfolgen.

Mehr Unfälle durch Pedelecs

Gründe für die Entwicklung konnten währende der Vorstellung der Statistik weder Polizeidirektionsleiter Jürgen Funk noch Verkehrsbereichsleiter André Lutz nennen. Aber eine Vermutung hatten beide. „Möglicherweise hat das gute Wetter im Sommer eine Rolle gespielt“, sagte Funk. Das werde man dann im kommenden Jahr sehen, wenn der anstehende Sommer nicht ganz so schön ausfallen sollte.

Allerdings waren die Radfahrer nicht nur Opfer, sondern in der Mehrzahl der Fälle (309 Unfälle) Unfallverursacher. Auch die Zahl der von Kindern verursachten Fahrradunfälle stieg von 53 auf 65 an. Und auch die steigende Beliebtheit von Elektrofahrrädern, sogenannten Pedelecs, macht sich in der Statistik bemerkbar. An als jedem zehnten Unfall ist ein Pedelec-Fahrer beteiligt – insgesamt gab es 58 entsprechende Vorfälle.

Ausgewählte Statistiken des Verkehrssicherheitsberichts 2018 der Polizeidirektion Ratzeburg als Grafiken im Vergleich zum Jahr 2017

Präventionsarbeit ist wichtig

Seit Jahren sind die Fahrradunfälle ein Schwerpunktthema der Präventionsarbeit der Polizeidirektion. So würden alle Dienststellen ganzjährig Fahrradkontrollen durchführen. In den Städten mache man im Rahmen der Aktion Ferienspaß Angebote für die Kinder und nicht zuletzt gebe es die Radfahrausbildung durch die Polizei an den Schulen.

Hinzu kämen diverse spezielle Veranstaltungen des Sachgebietes Prävention der Polizeidirektion, erläuterte Stabsbereichsleiter Lutz und besondere Fahrrad-Veranstaltungen für Menschen mit Handicap.

Polizei hält Kontrolldruck hoch

Insgesamt gab es im abgelaufenen Jahr im Direktionsbereich mit 12017 Unfällen nur leicht mehr als im Vorjahr (+259). Hinzu kamen 1320 Unfälle auf den Autobahnen, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1686). Bei den Unfällen gab es mit 1852 Verletzte annähernd so viele wie im Vorjahr. Darunter waren 1599 Leicht-, 242 Schwerverletzte und elf Tote. Auf den Autobahnen wurden 366 Menschen verletzt, sechs Menschen starben.

Bezogen auf den Kreis Herzogtum Lauenburg ist laut Polizei seit Jahren ein fortgesetzter leichter Anstieg der Unfallzahlen auf zuletzt 5448 zu verzeichnen. Im Kreis Stormarn sorgt vor allem ein Anstieg der Meldungen von eigentlich nicht aufnahmepflichtigen Unfällen für den Gesamtanstieg auf nun 6569 Unfälle.

Angesichts der weiter hohen Unfallzahlen kündigte Direktionsleiter Funk an, den Kontrolldruck auch zukünftig hochzuhalten.

Mehr Informationen zu anderen signifikanten Unfallursachen finden Sie hier

Holger Marohn

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