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Lauenburg Schwarzenbek feiert Neujahrsempfang mit neuem Konzept
Lokales Lauenburg Schwarzenbek feiert Neujahrsempfang mit neuem Konzept
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14:36 21.01.2019
Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es beim Neujahrsempfang Schwarzenbek ein "Flying Buffett".
Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es beim Neujahrsempfang Schwarzenbek ein "Flying Buffett". Quelle: LB
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Schwarzenbek

Mehr als 400 Bürger waren am Sonnabend beim Neujahrsempfang in Schwarzenbek zu Gast. Nach drei Jahren hatte die Stadt erstmals wieder an einem Abend statt an einem Vormittag in die Aula des Gymnasiums geladen.

„An dem Abend heute sollen die persönlichen Gespräche im Mittelpunkt stehen. In Zeiten der Digitalisierung sind diese immer wichtiger“, sagte Bürgervorsteher Matthias Schirrmacher während der Begrüßung. Daher werde es auch nur kurze Reden geben. Zuvor hatten traditionell die Sternsinger zum Auftakt des Empfanges ihren Segen überbracht und Spenden für ihr diesjähriges Projekt gesammelt.

Während Schirrmacher sich nach drei Jahren Vormittagsempfang sichtlich über die Rückkehr zum Abendkonzept freute, war Verwaltungschefin und Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig da deutlich zurückhaltender. „Mehr als beim letzten Mal sind das hier aber auch nicht“, zog Borchers-Seelig eine Bilanz beim Blick in die Aula. Das Abendkonzept war von der Politik gefordert worden.

In ihrer Rede erinnerte Bürgermeisterin und Ex-Kämmerin Borchers-Seelig an die inzwischen abgeschlossene Konsolidierung der Stadtfinanzen. Nach zwei ausgeglichenen Kernhaushalten stehe die Stadt inzwischen „wieder auf eigenen finanziellen Füßen“. Daher könne man von einem „durchaus erfolgreichen Jahr sprechen“, so Borchers-Seelig. Übersetzt wurden Borchers-Seelig Worte wie auch die anderer Redner in Gebärdensprache.

Außerdem blickte die Bürgermeisterin, deren Posten 2020 erneut zur Wahl steht, zuversichtlich auf das gerade angelaufene Jahr. Sie forderte Toleranz in der Auseinandersetzung. Dazu gehöre auch Konzepte und Vorstellungen anderer zu ertragen und zu akzeptieren, so Borchers-Seelig. Außerdem versprach die Bürgermeisterin „schnelle Lösung“ für die Schulsituation. Weitere Projekte, die im kommenden Jahr angegangen würden, seinen die Umnutzung der leer stehenden Realschule, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, die Kita Kichererbse und der Kunstrasenplatz.

Etwas irritiert über die Rede der Bürgermeister war Bürgervorsteher Schirrmacher. Eigentlich sei abgesprochen gewesen, dass sich die Bürgermeisterin auf den Jahresrückblick beschränke, raunte Schirrmacher, zu Borchers-Seeligs Ankündigungen für das laufende Jahr. Eine entsprechende Absprache und Aufgabenteilung zwischen Verwaltungschef Bürgermeister und dem Bürgervorsteher war in früheren Jahren in Schwarzenbek üblich.

Ausfallen musste hingegen der Tagesordnungspunkt Ehrungen verdienter Bürger. Bei dem ersten Neujahrsempfang nach der Kommunalwahl gab es ihn nicht. „Wir müssen ja nicht unbedingt jemanden ehren, wenn es keinen passenden gibt“, sagte Bürgervorsteher Matthias Schirrmacher auf Nachfrage.

Holger Marohn

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