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Lauenburg Millionen für eine effizientere Verwaltung
Lokales Lauenburg Millionen für eine effizientere Verwaltung
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07:00 26.10.2019
Der Hauptsitz in Ratzeburg muss für fast 21,8 Millionen Euro instandgesetzt und umgebaut werden. Hinzu kämen mehr als 4,2 Millionen Euro für energetische Sanierungsmaßmaßnahmen.
Ratzeburg

15 Gebäude nutzt der Kreis für seine Verwaltungsaufgaben derzeit. Die meisten davon gehören ihm selbst – und sind angesichts eines Alters von bis zu 230 Jahren sanierungs- und modernisierungsbedürftig. Ein Planungsbüro hat nun in monatelanger Arbeit einerseits die fälligen Kosten für die in den nächsten Jahren erforderlichen Arbeiten ermittelt und alternativ ein neues Standortkonzept entwickelt. Danach würden künftig nur noch acht Gebäude weiter genutzt und zwei Neubauten entstehen.

In dem Standortkonzept geht es nicht nur um den baulichen Entwicklungsbedarf, sondern auch darum, die Verwaltung „wirtschaftlicher, dienstleistungsorientierter und mitarbeiterfreundlicher“ auszurichten. Und dafür muss nicht nur umgebaut und saniert, sondern auch an- und neugebaut werden. Unter dem Strich würde nach den Berechnungen der Gutachter eine Umsetzung des Konzeptes bei Kosten von fast 59 Millionen Euro dem Kreis auf 20 Jahre nicht nur 1,2 Millionen Euro sparen, sondern vor allem einen „geringeren Flächenbedarf und verbesserte funktionale Beziehungen der Fachdienste“ ausweisen.

Zentrale: viergeschossigerErweiterungsbau vorgeschlagen

Öffentlich vorgestellt und diskutiert wird die Studie am Montag, 28. Oktober, im Haupt- und Innenausschuss des Kreises. Nach den den LN vorliegenden Unterlagen müsste allein der Hauptsitz an der Ratzeburger Barlachstraße 2 für fast 21,8 Millionen Euro instandgesetzt und umgebaut werden. Hinzu kämen mehr als 4,2 Millionen Euro für energetische Sanierungsmaßmaßnahmen. Außerdem schlagen die Berater des Büros Partnerschaft Deutschland (PD) am Standort einen viergeschossigen Erweiterungsbau für fast elf Millionen Euro vor. Als Teil dieses Erweiterungsbaus sind im zweiten Obergeschoss auch ein Sitzungssaal unter anderem für den Kreistag sowie diverse Besprechungsräume und zwei Sitzungsräume für die Ausschüsse vorgesehen. Damit hätte die derzeitige Pendelei der Kreisverwaltung zu den Kreistagssitzungen in die Lauenburgische Gelehrtenschule ein Ende.

Weichen müsste dafür allerdings ein in Teilen für den Fachdienst Soziale Dienste genutzter Block aus dem Jahr 1955. Er soll abgerissen werden. Geschätzte Kosten: 142 000 Euro. Rund 2,8 Millionen Euro sind für den Umbau und die energetische Sanierung des ebenfalls zum Ensemble gehörenden Kreisgesundheitsamtes (Baujahr 1965) an der Barlachstraße 4 vorgesehen.

Erhalten bleiben sollen außerdem das Alte Kreishaus (energetische Sanierung 237 000 Euro), die Kfz-Zulassungsstelle in Lanken (energetische Sanierung 199 000 Euro), die Landwirtschaftsschule in der Schmilauer Straße in Mölln (Umbau und Sanierung 3,5 Millionen Euro) sowie die gemieteten Räume an der Lauenburger Elbstraße und der Schwarzenbeker Meiereistraße.

Neuer Standort fürKreisforsten und Bauhof?

Eine ganz andere Nutzung ist für die ehemalige Außenstelle des Berufsbildungszentrums in Geesthacht vorgesehen. Dort könnte ein neues Dienstleistungszentrum für den Süden des Kreises entstehen. Für den Bereich der Kreisforsten mit der Jagdbehörde schlagen die Gutachter zwei verschiedene Varianten vor. Einerseits könnten die derzeit von den Kreisforsten, dem Bauhof, dem Außenarchiv und weiteren Fachdiensten genutzten Gebäude umgebaut, saniert und durch Erweiterungsbauten ergänzt werden, alternativ aber auch die Kreisforsten ihren Dienstsitz im Wald bei Farchau aufgeben und ein neuer gemeinsamer Standort mit dem Bauhof Außenarchiv und anderen Fachdiensten mit entsprechenden Synergieeffekten im Arbeitsablauf „im Bereich zwischen Mölln und Ratzeburg“ gebaut werden.

Trotz höherer Kosten favorisieren die Gutachter letztere Variante. So sei zu berücksichtigen, dass bei einer Weiternutzung „funktionale Anforderungen nicht umgesetzt werden können und im Betrieb zu Störungen der Abläufe führen würden“. Außerdem stünden die „für eine entsprechende Erweiterung erforderlichen Flächen insbesondere am Standort Bauhof nicht oder nicht im erforderlichen Ausmaß zur Verfügung“.

Von Holger Marohn

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