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Lauenburg Mini sendet nach Crash automatischen Hilferuf
Lokales Lauenburg Mini sendet nach Crash automatischen Hilferuf
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20:30 30.03.2019
Nach einem Unfall in Geesthacht sendete ein Mini einen automatischen Notruf. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

Mit verbeulter Fahrerseite, abgeknicktem Vorderrad und ausgelösten Airbags steht der rote Mini auf der Steinstraße in Geesthacht. Ein Polizist des örtlichen Reviers spricht am Auto per Freisprechanlage über ein automatisches Notrufsystem mit der Mitarbeiterin eines Service-Centers am anderen Ende der Leitung. Kurz zuvor hatte das System die Rettungskräfte über einen Unfall des Mini informiert.

eCall nennt sich dieses seit einem Jahr in Neuwagen vorgeschriebene System. Doch tatsächlich ist es in der praktischen Anwendung heute noch eher selten. Sämtliche Fahrzeuge werden gemäß einer die Hersteller entsprechend verpflichtenden Vorgabe der EU mit einem Satelliten-Empfänger und einer SIM-Karte ausgestattet. Kommt es zu einem schweren Unfall, stellt das System – etwa über Sensoren der Airbags – fest das etwas passiert ist und löst selbsttätig einen Notruf aus.

System übermittelt wichtige Informationen zum Unfall an Service-Stelle

Dieser wird entweder an ein eigenes Service-Center des Anbieters oder direkt an die nächstgelegene Notrufzentrale weitergeleitet, die in ganz Europa auch über den einheitliche Notrufnummer 112 erreichbar ist.

Je nach System übermittelt die Technik einen Datensatz mit wichtigen Informationen an die Leitstelle oder das Service-Center: Gegebenenfalls die Fahrtrichtung des Wagens, was besonders auf Autobahnen für die Anfahrt der Retter wichtig ist, oder den Fahrzeugtyp und die Schwere des Unfalls. Parallel dazu wird eine Sprachverbindung aufgebaut, um mit den Fahrzeuginsassen Kontakt aufzunehmen.

Nach einem Unfall in Geesthacht sendete ein Mini einen automatischen Notruf. Ein Polizist spricht mit dem eCall-Servicecenter. Quelle: TIMO JANN

So kam es zu dem Unfall

Am Sonnabend gegen 17.30 Uhr wollte die Fahrerin des fast 200 PS starken Mini den Parkplatz eines Autohauses an der Steinstraße verlassen. Dabei übersah sie nach Polizeiangaben einen Jeep, dessen Fahrer in Richtung Düneberger Straße unterwegs war. Der Geländewagen rammte den Kleinwagen mit voller Wucht in die Fahrerseite.

Die mutmaßliche Unfallverursacherin (52) und ihre Beifahrerin (59) wurden dabei verletzt, der Jeep-Fahrer blieb unverletzt. Nach Mitteilung der Integrierten Regional-Leitstelle Süd in Bad Oldesloe wurden die Disponenten nach dem Unfall per Anruf von dem an das eCall-System gekoppelte Servicecenter über den Unfall unterrichtet. Daraufhin wurde ein Rettungswagen zum Unfallort geschickt und die Polizei informiert.

Reaktionszeit zur Alarmierung soll um bis zu 50 Prozent verkürzt werden

Die Retter versorgten die beiden Frauen, die Polizisten kümmerten sich um die Unfallaufnahme. Erst als die Beamten dem Service-Center die Rückmeldung gaben, dass die betroffene Fahrerin medizinisch versorgt wird, wurde die Verbindung getrennt.

Die EU erhofft sich durch die Einführung des Systems viel: So soll die Reaktionszeit zur Alarmierung von Hilfe nach Verkehrsunfällen in ländlichen Gebieten um bis zu 50, in Städten um bis zu 40 Prozent verkürzt werden. Weil die Unfälle eben früher registriert werden. Europaweit wird dadurch mit 2500 weniger Unfalltoten und 10.000 weniger Schwerverletzten jährlich gerechnet.

Nach einem Unfall in Geesthacht sendete ein Mini einen automatischen Notruf. Durch den Unfall bildete sich ein langer Rückstau. Quelle: TIMO JANN

Timo Jann

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