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Lauenburg Mölln: Schlie Junior wird jüngster Bürgervorsteher
Lokales Lauenburg Mölln: Schlie Junior wird jüngster Bürgervorsteher
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18:10 21.06.2018
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Mölln

„Ich bedanke mich und werde mich dafür einsetzen, dass die positive Zusammenarbeit in der Stadtvertretung fortgesetzt wird“, sagte der frisch Gewählte. Die CDU hatte aufgrund der klaren Mehrheit bei der Kommunalwahl das alleinige Vorschlagsrecht für das Amt und nominierte Schlie. Theoretisch hätten die 13 CDU-Vertreter gegen eine Mehrheit der anderen Fraktionen scheitern können. Dann wäre der CDU nichts anderes übrig geblieben, als einen anderen Kandidaten vorzuschlagen.

Doch es kam anders. Uwe Schlegel, neuer und alter SPD-Fraktionsvorsitzender, beantragte zwar geheime Wahlen, was die Prozedur verlängerte. Doch am Ende wurde Schlie im ersten Wahlgang mit Zweidrittel-Mehrheit gewählt. Der Sohn des Landtagspräsidenten und ehemaligen Landesinnenministers Klaus Schlie übernahm darauf die Leitung der Sitzung, die zuvor Dieter Ruhland (83, FDP) als ältester Ratsherr inne hatte. Ruhland dankte und verabschiedete Bürgervorsteherin Lieselotte Nagel Ihr Enkel Schlie gab sich souverän, leistete sich keine Versprecher und hatte für die Zwischenfragen der Stadtvertreter flotte Antworten parat. Er reagierte sogar auf den Zwischenruf des ehemaligen Bürgermeisters Wolfgang Engelmann. Dieser forderte Schlie auf, alle Mitglieder für die Möllner Ausschüsse vor der Abstimmung namentlich zu nennen, damit die Bürger im Saal besser folgen könnten.

Schlie bezog sich zunächst auf die Ausschussunterlagen, die jedoch nicht allen Bürgern vorlagen.

Die konstituierende Sitzung war überwiegend von Wahlen bestimmt. An der Vorlage änderte sich kaum etwas. Die Stellvertreter Schlies als Bürgervorsteher lauten in der Rangfolge Ulrich Woßlick (SPD) und Reimund Waldorf (Grüne). Erster Senator und somit Stellvertreter des Bürgermeisters Jan Wiegels wurde erneut Sven Michelsen. Seine Stellvertreter sind Hans-Joachim Grätsch (SPD), nach dem Ausscheiden als Geschäftsführer des Lebenshilfewerkes neu in der Stadtvertretung, und der Bundestagsabgeordnete Dr. Konstantin von Notz (Die Grünen).

Horst Kühl (CDU), gerade als Stadtvertreter „abgewählt“, wurde genauso wie Kirsten Patzke (SPD) in den Aufsichtsrat der Vereinigten Stadtwerke gewählt. Gegen die erneute Wahl des Bürgermeisters Wiegels als drittes Mitglied im Aufsichtsrat sprachen sich die Grünen aus. Sie schlugen stattdessen Thomas Buhmann (Grüne) vor, was abgelehnt wurde. Ebenso wie der Antrag der Grünen, die Auffrischung der Straßenbaubeitragssatzung auf zwei Jahre zu befristen. Die Satzung wurde beschlossen. Der Satzungsbeschluss für die Erweiterung des Discounters „Penny“ am Wasserkrüger Weg wurde ebenfalls verabschiedet.

Von Florian Grombein

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