Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Müll-Unfall: Noch immer keine klare Ansage
Lokales Lauenburg Müll-Unfall: Noch immer keine klare Ansage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 19.02.2014
Fordert Aufklärung: Christopher Vogt.
Sierksrade

Noch immer ist unklar, was der Lastwagen auf seinem Weg zur Sondermülldeponie in Groß Weeden geladen hatte, als er Teile seiner Fracht in Sierksrade verlor. Am Tag nach dem Zwischenfall hatte Klaus Lindner, technischer Leiter der Deponie, gesagt, dass das weniger gefährlich sei, als wenn 500 Liter Diesel auf die Autobahn laufen würden. Dennoch forderte Sierksrades Bürgermeister Christian Prüsmann Lindner auf, ihm schriftlich und unverzüglich mitzuteilen, was auf die Straße in seiner Gemeinde gerieselt war.

Die Antwort Lindners kam gestern per E-Mail: Die Wiegenote der Fracht, der Begleitschein und der Entsorgungsnachweis mit Analysen des Labors Schirrmacher aus Hamburg. Da aber Prüsmann diese für Ottonormalverbraucher unverständlichen Papiere nicht deuten konnte, wandte er sich an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Von dort wurde dem Bürgermeister zugesichert, das Ganze zu prüfen und ihm in verständlicher Form zu erklären. Allerdings braucht die Behörde für diese Prüfung etwa zwei Tage.

Nach Meinung des Bürgermeisters haben auch die Polizei und das Umweltamt des Kreises Fehler gemacht haben: „Ich hätte von der Polizei erwartet, dass man die Straße sperrt und nicht noch viele Busse und Autos durchfahren lässt, um das Zeugs noch mehr zu verbreiten. Und ich frage mich, warum bei vielen anderen Dingen gleich heftig getrommelt wird und hier nicht, obwohl ein Kindergarten gleich in unmittelbarer Nähe ist.“ Zudem stelle er sich die Frage, warum die Polizei nicht den Löschzug Gefahrgut der Feuerwehr geholt habe. Und Prüsmann kann nicht verstehen, dass der Kreis als zuständige Umweltbehörde nicht gekommen ist, um ihn zu unterstützen.

Gestern hat sich der FDP-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Christopher Vogt zu Wort gemeldet: „Die Geschäftsführung der Deponie ist nun in der Pflicht, umgehend für Aufklärung über die verlorene Ladung zu sorgen. Umweltminister Robert Habeck muss dafür sorgen, dass der landeseigene Deponiebetrieb seine Informationspolitik endlich spürbar verbessert.“

jeb

Wegen des Schimmelbefalls ist das Backsteingebäude auf dem Klüschenberg weiter geschlossen.

19.02.2014

Büchener Gemeindevertreter stimmen allen Verwaltungsvorlagen in Eintracht zu.

19.02.2014

Zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben ist das DRK in Schwarzenbek und Umgebung auf Kleiderspenden angewiesen.

19.02.2014