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Lauenburg Museumsfreunde genießen ihre Höge schon zum 61. Male
Lokales Lauenburg Museumsfreunde genießen ihre Höge schon zum 61. Male
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00:00 04.01.2013
Diese mehr als 100 Jahre alte Pfeife ist der Preis für den fröhlichsten Vortrag des Abends.
Mölln

Plaudern „op Platt“, essen und rauchen — diese Mischung ist für die Möllner Museumshöge bekannt. Jetzt ist es wieder so weit: An diesem Sonnabend, 5. Januar, trifft sich der Freundeskreis Möllner Museum wie immer an den ersten Tagen eines neuen Jahres zu seiner traditionellen Zusammenkunft. Das beliebte Treffen gibt es nun schon zum 61. Mal.

Spaß ist dabei stets garantiert, und alle sind gespannt, wer diesmal die begehrte „Vertellerpiep“ mit nach Hause nehmen darf. Diese mehr als 100 Jahre alte Pfeife ist der Preis für den fröhlichsten Vortrag des Abends.

Reden darf man (sofern man ein Mann ist) zu allem und jedem, reimen muss es sich nicht, und wie früher op Platt muss es auch nicht mehr unbedingt sein: „Wir lassen da schon mal Ausnahmen zu“, erläutert Hans Reis, seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Verein aktiv und seit 16 Jahren dessen „Vörsitter“.

Höge kommt von högen, und das heißt so viel wie sich freuen. Tiefsinnig-traurige Betrachtungen haben bei der Museumshöge deshalb nichts verloren. Zu beachten ist auch, dass man nicht beliebige Texte irgendeines Autors vortragen darf. Wer auf solche Werke aus fremder Feder zurück greift, muss sie bearbeiten und aktualisieren. Weit besser sind jedoch eigene Geschichten. Der Vorstand des Freundeskreises Möllner Museum bildet eine Jury und kürt den Sieger.

Mit zwölf Mitgliedern startete der Museumsverein vor 61 Jahren, manch altem Möllner sind sie heute noch als die „zwölf Apostel“ bekannt. „Leider lebt keiner der Apostel mehr“, sagt Reis. Der letzte war der Möllner Forstamtsrat a. D. Heinz Ruppertshofen, weit über die Eulenspiegelstadt bestens bekennt. Er war auch mal „Vörsitter“ des Vereins. Im Jahre 2006 hielt er seinen letzten munteren Vortrag bei der Höge.

Der vorgegebene Mitgliederbestand der Museumsfreunde wurde nach einigen Jahren auf 24 und dann noch einmal auf 48 verdoppelt und irgendwann sogar auf 72 aufgestockt. Das ist die vom Vereinsvorstand festgelegte Obergrenze. Weil es schon eine Warteliste gibt, haben Neulinge kaum Chancen, schnell in den Freundeskreis aufgenommen zu werden. Frauen können zwar laut Satzung Mitglied werden, doch passiert ist das bis heute noch nie. „Wir Männer bleiben wenigstens hier ganz gern unter uns“, gesteht Reis.

Am morgigen Sonnabend beginnt der Plauderabend um 19 Uhr. Nach dem traditionellen Begrüßungsschluck im Eulenspiegel-Museum am Markt geht es wieder ins benachbarte historische Rathaus. Dort wird allen Teilnehmern erst einmal eine ordentliche Portion Grünkohl serviert, geliefert vom Möllner Restaurant Weißes Ross. Es folgen ein paar Ansprachen der prominenten Gäste, und dann geht es los mit dem plattdeutschen Vertellen.

Aus alten Zeiten
Amtierender „Vertellerpiep“- Träger ist Holger Burmester. Er überzeugte die Jury vor einem Jahr mit einem Beitrag, in dem er wahre Begebenheiten aus alten Zeiten der Eulenspiegelstadt zum Besten gab.
IN KÜRZE
Haushaltsplan des

Kirchenkreises liegt vor

Ratzeburg/Lübeck — Der Haushaltsplan 2013 des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg ist verabschiedet worden und liegt jetzt vom 7. bis 25. Januar in Lübeck in der Kirchenkreisverwaltung in der Bäckerstraße und in Ratzeburg im Petri-Forum aus. Die Zahlenwerke sind montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 16 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr in Lübeck und täglich von 9 Uhr bis 13 Uhr in Ratzeburg einsehbar. Für andere Termine können unter Telefon 0 45 41/88 93 11 für Ratzeburg Absprachen getroffen werden.


DRK-Behindertengruppe trifft sich in Schwarzenbek

Schwarzenbek — Das nächste Treffen der Behindertengruppe Klönschnack für Jung und Alt des DRK Schwarzenbek ist am Freitag, 11. Januar. Beginn ist um 15 Uhr im DRK-Zentrum in der Bismarckstraße. Es gibt Kaffee, Kuchen und Gesellschaftsspiele. Ein Fahrdienst ist unter Telefon 0 41 51/53 42 oder 0 41 51/24 88 zu erreichen.


Rückblick der Sendung

Kulturzeit aus Ratzeburg

Ratzeburg — Die Kulturzeit aus Ratzeburg blickt am Sonntag, 6. Januar, um 17 Uhr auf ihre Radioübertragungen 2012 zurück. Aus den 32 Sendungen sollen unterhaltsame Ausschnitte zu hören sein. Zu empfangen ist das Programm auf der Frequenz 98,8 MHz (106,5 im Kabel) und unter www.okluebeck.de im Internet.

Norbert Dreessen

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