Neues Buch über Klinkrader Heimatforscher Hans Funck
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Neues Buch über Klinkrader Heimatforscher Hans Funck

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09:00 08.01.2022
Heidrun Reimers erinnert mit ihrem Buch an den Heimatforscher Hans Funck.
Heidrun Reimers erinnert mit ihrem Buch an den Heimatforscher Hans Funck. Quelle: Matthias Schütt
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Klinkrade

Ein Heimatforscher ist neu zu entdecken: Hans Funck (1903-1968) war eigentlich Marineoffizier und im letzten Lebensabschnitt in Berlin zuhause, blieb aber zeitlebens der Gegend seiner Kindheit zwischen Duvensee und Klinkrade verbunden. Ihr hat er zahlreiche Veröffentlichungen gewidmet. Vor allem seine Chronik von Klinkrade (1960), in der er die Geschichte jeder Familie und jedes Gehöfts über die Jahrhunderte verfolgte, hat ihm viel Anerkennung und 1964 die lauenburgische Kreisplakette für seine heimatkundlichen Verdienste eingebracht.

Das vierte Buch von Heidrun Reimers

Dass Funck heute in Klinkrade weitgehend vergessen ist, hat Heidrun Reimers nicht ruhenlassen, Die Lehrerin im Ruhestand, deren Familie seit Jahrhunderten einen Hof in Klinkrade betreibt, hat nach drei Büchern über das Leben im Dorf nun ein Porträt des Heimatforschers vorgelegt. Das Interesse an der regionalen Geschichte verbindet die beiden, wie auch die Liebe zur plattdeutschen Sprache. Funck hat zahlreiche plattdeutsche Texte hinterlassen, die den dörflichen Alltag im Lauenburgischen um 1900 schildern und die er in den Lübecker Nachrichten und den Lauenburgischen Heften veröffentlichte. „Klinkrade war der Geburtsort seines Vaters“, erzählt Reimers, „und hier fühlte auch er sich zuhause. Wie eng er dem Dorf verbunden war, sieht man daran, dass er sich das Archivmaterial für die Chronik aus Schleswig an ein Archiv in Berlin schicken ließ, um dort das Leben in Klinkrade nachzuzeichnen.“

Plattdeutscher Nachmittag „in dat ole Klinkraad“

Reimers organisiert seit elf Jahren einen monatlichen plattdeutschen Nachmittag „in dat ole Klinkraad“ und hat ihr Funck-Porträt mit verschiedenen plattdeutschen Geschichten des Heimatforschers angereichert. Sie werden in den nächsten Treffen Gesprächsthema sein. „Wir sind immer zwischen 14 und 20 Leute, allerdings fehlen uns jüngere Teilnehmer mit Interesse am Plattdeutschen“, sagt Reimers und hofft, dass ihr Buch neuen Zulauf bringt.

„Hans Funck – Portrait eines Heimatforschers“ ist im Selbstverlag erschienen, hat 52 Seiten im Großformat und kostet 12,50 Euro. Bestellt werden kann es bei der Autorin über E-Mail HeidrunReimers@gmx.de oder direkt in Klinkrade bei Manfred Wulf in der Dorfstraße 18a (manfred.wulf@klinkrade.de).

Von stt