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Lauenburg Möllner und ihre Wünsche für das neue Jahr
Lokales Lauenburg Möllner und ihre Wünsche für das neue Jahr
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14:49 12.01.2020
Sternsinger im Historischen Rathaus: Beim Neujahrsempfang haben Politiker, Beamte, Funktionsträger der Vereine und Unternehmer der Stadt ihre Wünsche für 2020 geäußert. Quelle: Florian Grombein
Mölln

Die Diele im Museum Historisches Rathaus war gefühlt noch voller als in den vergangenen Jahren. Beim Neujahrsempfang der Stadt Mölln stimmten sich Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker am Sonntagvormittag auf die Herausforderungen des jungen Jahres ein. Außerdem hatte die Verwaltung wieder Unternehmer, Vereinsfunktionäre und verdiente Möllner Bürger eingeladen. Nicht nur Bürgermeister Jan Wiegels räumte in seiner Rede dem Thema Klimaschutz den größten Raum ein. Bei der anschließenden Befragung der Bürger wurde er immer wieder angesprochen. Auch die Herausforderungen für den Verkehr und die Schulen lagen den interviewten am Herzen. Auch die Innenstadtentwicklung soll weiter vorangetrieben werden in der stetig wachsenden Stadt, die nahe an der magischen Grenze von 20 000 Einwohnern steht.

Im Museum Historischen Rathaus der Stadt Mölln folgten Politiker, Beamte, Vereinsfunktionäre und Unternehmer der Einladung zum Neujahrsempfang.

Wiegels: „Wir müssen den motorisierten Individualverkehr einschränken

„Wir müssen jahrzehntelang praktizierten motorisierten Individualverkehr hinterfragen, wenn wir unsere selbst gesetzten Klimaziele erreichen wollen“, sagte Wiegels. Der Rad- und Fußverkehrs müsse mindestens als gleichwertig angesehen werden und dafür müssten die Infrastruktur und der Öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden. „Wir müssen viele mutige Entscheidungen treffen, wenn wir den Temperaturanstieg aufhalten wollen“, erklärte der Bürgermeister. Alles andere würde für alle Menschen gravierende Folgen haben. Wiegels bat dafür um Verständnis, dass er das Thema Klimaschutz so prominent behandelt habe. Sein Eindruck sei, dass man sich der unmittelbaren Bedeutung des Klimaschutzes sehr wohl bewusst sei, doch dass es an praktischen Schritten zur Lösung des Problems mangele.

Schulsanierungen kosten geschätzt 40 Millionen Euro

Außerdem erklärte Wiegels, dass die dringend benötigte Sanierung beziehungsweise der Neubau von Schulstandorten nach neuesten Schätzungen bis zu 40 Millionen Euro kosten wird. Dabei geht es um die Grundschulen und die Gemeinschaftsschule. „Wir erhoffen uns dabei Unterstützung vom Land und vom Bund“, so Wiegels, wobei er diesen Appell gezielt an die vertretenen Landes- und Bundespolitiker in der Ratsdiele richtete. Wesentlich kürzer ging er auf den wichtigen Ausbau von Kitaplätzen auch mit Hinblick auf die sogenannte Kitareform, die Neugestaltung der Innenstadt inklusive Errichtung eines Stadtseeanlegers und die Entwicklung des Hafens sowie des Bahnhofes ein. Er hoffe, dass auch die Probleme am Schießstand der Kreisjägerschaft, wo Tonnen von Blei und anderen Schadstoffen im Boden lagern, zu einem guten Ende kommen würden. Erfreut zeigte er sich darüber, dass in Mölln immer mehr neuer Wohnraum entstehe. 19 287 Einwohner hatte Mölln im Dezember 2019. Neben Wiegels äußerten sich auch Gäste im Interview zu ihren Wünschen und Verbesserungsvorschlägen für die Stadt Mölln. Dazu zeigen wir ein Video.

Zu den besonderen Ehrengästen gehörten neben Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer und der Landtagsabgeordnete Burhard Peters (Grüne). Auch der Revierleiter der Zentralstation in Mölln, Polizeihauptkommissar Björn Marx, und Kreiswehrführer und oberster Brandschützer der Eulenspiegelstadt Sven Stonies kamen am Rande ausgiebig ins Gespräch.

Jugendehrenamtspreis erneut an MSV-Sportler

Der Jugendehrenamtspreis ist in diesem Jahr von der Gemeinschaftsstiftung Mölln an Nico-Maximilian Bettin verliehen worden. Der 20-Jährige bekam die begehrte Eulenskulptur von dem Stiftungsvorsitzenden Wolfgang Engelmann und Bürgervorsteher Jan Frederik Schlie überreicht. Der junge Mann ist als Fußballtrainer aktiv und aktuell auch Preisträger des DFB bei der Aktion „Fußball-Held“ geworden. Er absolviert derzeit eine Ausbildung zum Fitnesskaufmann bei der Möllner Sportvereinigung. Auf die Frage, was er sich für 2020 Wünsche, sagte er, er würde es begrüßen, wenn die Hauptstraße in Mölln für den Autoverkehr gesperrt würde. Ihm persönlich mache es nichts aus, die Stadt zu umfahren. Die Innenstadt solle vielmehr an Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer gewinnen. Neben Bettin waren Bennet Walther, Julie Steiner und Phillipp Zühlsdorf für den Preis nominiert.

Von Florian Grombein

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