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Lauenburg Inferno in Geesthacht: Neun Lastwagen brennen in der Nacht aus
Lokales Lauenburg Inferno in Geesthacht: Neun Lastwagen brennen in der Nacht aus
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18:27 23.09.2019
Neun in Vollbrand stehende Lastwagen musste die Feuerwehr in Geesthacht löschen. Quelle: Timo Jann
Geesthacht

Nach einem nächtlichen Flammeninferno in Geesthacht ermittelt die Polizei: Neun Kieslaster waren am frühen Sonntagmorgen auf einem Firmengelände an der Steglitzer Straße in Brand geraten. Die Ursache ist noch unklar, es entstand ein Schaden von etwa 1,2 Millionen Euro.

Es war in diesem Jahr der 300. Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Geesthacht – und es ging extrem heiß her. „Bei unserem Eintreffen brannten alle Lastwagen bereits in voller Ausdehnung“, sagte Feuerwehrchef Sven Albrecht. Mit Wasser und Schaum bekämpften etwa 50 Feuerwehrleute aus Geesthacht und Grünhof-Tesperhude den Großbrand. Wegen großer Mengen auslaufenden Dieselkraftstoffes rückte auch der Löschzug Gefahrgut an, die Bereitschaft der Feuerwehrtechnischen Zentrale tauschte vor Ort Atemluftflaschen und Schläuche.

Eine Katastrophe für die Firma

„Das ist eine Katastrophe, an dem zerstörten Fuhrpark hängen viele Existenzen“, berichtete Sven Merten an der Brandstelle. Er betreibt das Kiestransportunternehmen zusammen mit Cathrin Schulte, beide waren noch während der Löscharbeiten nach einem Anruf der Feuerwehr zum Firmenhof geeilt. Freitag nach Feierabend hatten die Trucker laut Merten die Fahrzeuge abgestellt. An eine spontane Selbstentzündung glaubt er deshalb nicht, er vermutet Brandstiftung.

Der erste Notruf war gegen 3.50 Uhr eingegangen: Ein Anrufer meldete laut Albrecht einen brennenden Lkw in einer Reihe von Lastwagen. Obwohl die Feuerwehr schnell am Einsatzort war, brannten beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits alle Sattelzüge des Unternehmens, die in Reih und Glied geparkt waren. Alle hatten einen ziemlich ähnlichen Zerstörungsgrad erreicht, was nicht dafür spricht, dass das Feuer von einem Laster auf die anderen Fahrzeuge übergegriffen haben könnte. Weil sich das Hoftor nicht schnell öffnen ließ, schnitten die Einsatzkräfte einen Maschendrahtzaun auf und gingen mit ihren Schläuchen zum ersten Löschangriff durch das Loch im Zaun vor. Später konnten sie auch zwei Tore an den Zufahrten öffnen und von der Steglitzer Straße und vom rückwärtigen Betriebsgelände aus angreifen.

Explosionen waren bis weit in die Stadt zu hören

Mehrfach erschütterten heftige Knallgeräusche von platzenden Reifen und explodierenden Kraftstofftanks die Stadt. Die Explosionen waren bis in die Oberstadt zu hören und schrecken die Menschen auf. In weiten Teilen von Düneberg roch es nach verbranntem Gummi der Lkw-Reifen. Auf dem Hof breitete sich brennender Diesel aus. Nur durch Atemschutzgeräte gegen den Rauch geschützt konnten die Feuerwehrleute direkt an die Flammen herangehen. Nach etwa einer Stunde hatten sie die meterhoch lodernden Flammen unter Kontrolle, das Ablöschen von Brandstellen in den verkohlten Zugmaschinen zog sich aber hin. Bis 12 Uhr dauerte schließlich der Einsatz des Löschzug Gefahrgut. Etwa 5000 Liter Diesel und Hydrauliköl wurden aus den zerstörten Fahrzeugen abgepumpt und gesichert.

Die Polizei beschlagnahmte den Brandort nach den Löscharbeiten für ihre Ermittlungen.

In Geesthacht haben neun Kieslaster auf einen Schlag in Flammen gestanden. Die Feuerwehr löschte Stunden. Schaden: 1,2 Millionen Euro.

Von Timo Jann

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