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Lauenburg Nik (2) aus Schwarzenbek kämpft gegen Krebs
Lokales Lauenburg

Nik (2) aus Schwarzenbek kämpft gegen Krebs

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11:00 24.10.2020
Erst zwei Jahre jung und schon soviel Leid. Der kleine Nik aus Schwarzenbek kämpft tapfer gegen seine Krebserkrankung. Quelle: hfr
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Schwarzenbek

Es war im Juli dieses Jahres, als Kristina F. aus Schwarzenbek ihren zweijährigen Sohn Nik wickelte, und ein leises „Aua“ die 37-Jährige aufmerksam machte. Inzwischen hat der Kleine eine siebenstündige Tumor-Operation hinter sich und kämpft mit Chemotherapie gegen Metastasen an der Wirbelsäule und in der Lunge. Der Befund wird nächste Woche erwartet. Niks Eltern bangen und hoffen. Ihr Leben hat sich schlagartig geändert.

Schwellungen am Rücken

„Es war ein Zufall“, sagt Kristina. Sie habe die Schwellungen am Rücken ihres Kindes bemerkt, weil das Kind jammerte, als sie beim Windeln mit der Hand an die empfindliche Stelle gekommen war. Eine Kinderärztin diagnostizierte, dass diese Schwellungen nicht von einem Sturz kommen könnten. Es folgte die Fahrt zur Kindernotfallaufnahme der Uni-Klinik in Lübeck. Ein MRT ergab die schreckliche Diagnose. Der Zweijährige hatte einen Tumor am Rücken. „Ich habe geahnt, dass es keine harmlosen Zysten sind“, sagt Kristina, die seit 1999 in Schwarzenbek lebt. Ihren Beruf als Mathematikerin bei einer Krankenkasse in Lüneburg kann sie im Moment nicht ausüben, ihr Mann ist Konstruktionsmechaniker in einer Maschinenbaufirma, nimmt sich immer frei für die Fahrten nach Lübeck.

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Während Kristina von den Leiden ihres einzigen Kindes erzählt, quietscht der Kleine vergnügt vor sich hin und spielt. Er ahnt zum Glück nichts von seinem schweren Schicksal. „Im Moment geht es ihm ganz gut, er hat bereits vier Chemo-Blöcke hinter sich. Das war schrecklich. Es ging Nik sehr schlecht. In den nächsten Tagen werden wir erfahren, ob die Chemo erfolgreich war und die Metastasen verschwunden sind“, so die Schwarzenbekerin. „Wir geben die Hoffnungen nicht auf. Kinder stecken die Krankheit ja oft besser weg als Erwachsene.“

Verein bittet um Spenden

Die langen Krankenhausaufenthalte, die ständige Fahrerei von Schwarzenbek ins Uniklinikum Lübeck verursachen neben den seelischen Belastungen der gesamten Familie enorm hohe finanzielle Sorgen. So konnte zum Beispiel ein spezieller Reha-Autositz, der von der Krankenkasse nicht bezahlt wird, bisher nicht angeschafft werden. „Der Sitz ist hinten besser abgepolstert und nicht so eng. Wir möchten diesen Sitz für Nik kaufen, aber er kostet rund 2000 Euro“, sagt Kristina.

Förderverein unterstützt die Familie

Hilfe erhält die junge Familie vom Förderverein zur Unterstützung schwersterkrankter Kinder aus Büchen. Vorsitzende Kirsten Vidal: „Die Familie benötigt außerdem nach der Chemotherapie dringend eine Auszeit, wo sie sich von den Strapazen der letzten Monate erholen kann. Deshalb bitten wir um Spenden.“ Wer helfen will, überweist einen Betrag auf das Vereinskonto bei der Kreissparkasse, IBAN: DE 72 2305 2750 0002 016699.

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Von Silke Geercken