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Lauenburg Norbert Lütjens möchte Schwarzenbeks Bürgermeisterin ablösen
Lokales Lauenburg Norbert Lütjens möchte Schwarzenbeks Bürgermeisterin ablösen
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18:40 14.02.2020
Norbert Lütjens (49) möchte Bürgermeister in Schwarzenbek werden. Die Wahl ist am 17. Mai. Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Das Kandidatenkarussell um den Bürgermeisterposten in Schwarzenbek beginnt sich zu drehen. Am Freitag hat Norbert Lütjens seinen Hut in den Ring geworfen. Der 49-Jährige arbeitet seit zehn Jahren in der Schwarzenbeker Verwaltung, hat vor allem in der Jugendarbeit Spuren hinterlassen. Nach einem gerade beendeten zweijährigen Masterstudium für Verwaltungsarbeit in Berlin möchte der dreifache Familienvater Bürgermeister in Schwarzenbek werden und seine momentane Chefin Ute Borchers-Seelig ablösen. Auch Bürgervorsteher Matthias Schirmacher (Grüne) kandidiert. Die Wahl ist am 17. Mai.

Seit zehn Jahren Arbeit mit Jugendlichen

Norbert Lütjens kommt eher bescheiden daher. Er weiß, was er in den vergangenen Jahren geleistet hat, hält es aber mit hanseatischer Zurückhaltung. Sein vorrangiges Ziel: „Ich möchte gegenseitiges Vertrauen schaffen und stehe für eine gute Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern“, sagte Lütjens. Seine Arbeit als Stadtjugendpfleger begann vor zehn Jahren. Heute gehen durchschnittlich rund 50 Jugendliche täglich im Jugendtreff Korona ein und aus, und es ist Lütjens mit unkonventionellen Schritten gelungen, das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen und mit ihnen im Gespräch zu bleiben. Da ist zum Beispiel das „Untertassenprinzip“. Kaffee und Tee gibt es nur kostenlos, wenn die Jugendlichen bereit sind, eine Untertasse zu benutzen. „Das Untertassenprinzip steht für kulturelle Werte und zwingt die Jugendlichen zur Auseinandersetzung“, sagt Lütjens. Auch landesweit hat das Schwarzenbeker Jugendzentrum Aufmerksamkeit erlangt. So hat es bereits zwei große Fachtagungen mit Mitarbeitern aus ganz Schleswig-Holstein im Korona gegeben, und das Projekt Beat’n’Dance, das seit zehn Jahren im Rahmen des Kultursommers läuft und Hunderte Jugendliche für Musik und Tanz begeistert, ist ein weiterer Pflock, der die Schwarzenbeker Jugendarbeit bekannt gemacht hat. Inzwischen ist Lütjens als stellvertretender Fachbereichsleiter für Schule, Sport und Jugend in diversen Leitungsfunktionen für die Stadt tätig gewesen: Stadtvergnügen, Messeauftritte, Fachtagungen, Wirtschaftsförderung sowie freier Dozent an der Uni Lüneburg waren Schwerpunkte.

Sozialarbeiter und Verwaltungsfachmann

Norbert Lütjens ist in Soltau aufgewachsen, hat in Hamburg und Büsum gelebt und wohnt jetzt mit seiner Frau und den drei Kindern (achtjähriges Zwillingspärchen und eine zehnjährige Tochter) in Rollstorf bei Lüneburg, eine halbe Autostunde von Schwarzenbek entfernt. „Meine Arbeitszeit liegt irgendwo zwischen 8 und 23 Uhr, die Entfernung war nie ein Problem“, sagt Lütjens. Seine berufliche Laufbahn ist bunt: Der gelernte Elektroinstallateur war Tontechniker, ist diplomierter Sozialpädagoge/Sozialarbeiter und jetzt nach dem Masterstudium auch Verwaltungsfachmann. Er sei von vielen Menschen angesprochen worden, ob er nicht für das Bürgermeisteramt kandidieren wolle. Er möchte es wagen. Das Studium und die Gespräche in Berlin hätten ihm bewusst gemacht: „Schwarzenbek hat noch viel Luft nach oben.“ Es gebe viele Sachthemen im Ort, die auf den Weg gebracht werden müssten: Innenstadtentwicklung, Infrastruktur, Klimaschutz. „Ich möchte Initiative ergreifen und Vertrauen schaffen. Ich bin gut vernetzt, leidenschaftlich und glaubwürdig und habe mich in all denen Jahren nicht verbogen“, sagt der unabhängige Kandidat selbstbewusst. Die erforderlichen 136 Unterschriften für seine Kandidatur hat er längst zusammen. Er wird sie Montag im Rathaus abgeben.

Von Silke Geercken

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