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Lauenburg Norma-Markt eröffnet neu nach Umbau
Lokales Lauenburg Norma-Markt eröffnet neu nach Umbau
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16:00 08.12.2019
Nach mehreren Monaten der Umbauphase eröffnet die Discounterfiliale von Norma am Montag, 9. Dezember 2019, neu. Das Bild entstand sechs Tage zuvor, verschiedene Handwerkertrupps sind noch mit den Außenanlagen beschäftigt. Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

Die CDU-Fraktion in der Stadt Ratzeburg hatte sich jahrelang vehement dagegen gesträubt, den Supermärkten außerhalb der Insel eine Ausweitung zu gestatten. Genützt hat es nichts. Die Mehrheit in den Ausschüssen und in der Stadtvertretung genehmigte die jeweiligen Anträge. „Aldi“ machte den Anfang, die anderen wie Lidl, Penny oder jetzt Norma zogen nach.

Norma feiert am kommenden Montag, 9. Dezember, die Neueröffnung. Die Verkaufsfläche wurde laut Bereichsleiter Tobias Poggendorf von rund 800 auf jetzt annähernd 1200 Quadratmeter vergrößert. Wie bei den anderen Discountern gibt es auch bei Norma ein umfangreiches Lebensmittelangebot mit entsprechender Frischware, Getränken und Non-Food-Artikeln. Insgesamt mehr als 900 verschiedene Artikel.

Der Discounter

Die Norma Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG zählt seit mittlerweile über 50 Jahren zu den bedeutenden und erfolgreichen Discount-Handelsunternehmen im Lebensmittel-Discount. Der Umsatz liegt bei etwa drei Milliarden Euro, insgesamt beschäftigt Norma rund 9000 Mitarbeiter.

Gegründet wurde sie ursprünglich von Georg Roth in Fürth 1921. Die erste „Norma“-Filiale öffnete 1964 in Nürnberg. Mittlerweile ist das Unternehmen auf mehr als 1400 Filialen in Deutschland, Frankreich, Österreich und Tschechien angewachsen.

Seit dem 26. November 2007 ist Norma auch in Ratzeburg ansässig – in der Kolberger Straße 1 in der Vorstadt – direkt gegenüber der dortigen Aldi-Filiale. In diesem Jahr wurde die Filiale mit einer von sieben auf künftig zwölf Mitarbeitern vergrößerten Belegschaft erweitert und komplett modernisiert.

„Wir bieten auch ein umfangreiches Sortiment an regionalen Produkten unterschiedlichster Marken, darunter auch ein hoher Anteil von Norma-Eigenmarken, die von Markenherstellern wie Popp-Feinkost, Hawesta, Erasmi oder Brüggen produziert werden“, erklärt Filialleiter Mathias Hermann.

Im Rahmen der Neueröffnung – seit Mitte November war der Markt geschlossen, um die Inneneinrichtung zu modernisieren – gibt es eine Tombola mit einem LED-TV-Gerät als Hauptpreis. Sämtliche Kunden werden am Eröffnungstag mit einer Rose begrüßt und können sich auf zahlreiche Schnäppchen bei Non-Food-Artikeln freuen.

Filialleiter Mathias Hermann (li.) und seine Mannschaft (hier nur drei von insgesamt elf Mitarbeitern) freuen sich gemeinsam mit Bereichsleiter Tobias Poggendorf (re.) auf die Neueröffnung am Montag, 9. Dezember 2019. Quelle: Joachim Strunk

Mit Norma hat sich nun auch der letzte Supermarkt in Ratzeburg erweitert. Dem städtischen Bauamt liegen laut Bürgermeister Gunnar Koech „zur Zeit keine weiteren Erweiterungsanträge vor. Uns ist auch nicht bekannt, dass andere Märkte in absehbarer Zukunft eine Erweiterung planen“.

Durch den Wettbewerb sei zu erwarten gewesen, „dass wenn einer der Discounter seine Fläche und seinen optischen Auftritt verbessert, die anderen nachziehen werden“, so Koech. Also eine Entwicklung, die gar nicht aufzuhalten war?

Koech: „Die Welt verändert sich rasend schnell, und Ratzeburg muss aufpassen, dass es nicht zurückbleibt. Man muss nicht jede Entwicklung und jeden Trend mitmachen, aber die entscheidenden sollte man nicht verpassen.“

Ratzeburgs Bürgermeister Gunnar Koech: „Man muss nicht jeden Trend mitmachen, aber auch nicht den entscheidenden verpassen“. Quelle: Joachim Strunk

Aber wenn man den Trend in der Entwicklung der Discounter betrachte, „wird gerade in Ratzeburg deutlich, dass keiner dieser Märkte auf der Insel Platz hätte. Mir wäre eine solche Fläche auch ehrlich gesagt zu schade. Ich bin sehr froh darüber, dass sich die Familie Süllau entschieden hat, den Standort auf der Insel zu halten und sogar auf den neusten Stand zu bringen“.

Durch diese Aufteilung sei in allen Stadtteilen „eine ausgesprochen gute und wohngebietsnahe Versorgung mit Lebensmitteln gewährleistet“. Das immer stärker wachsende Nonfood-Angebot der Discounter greife natürlich in innenstadtrelevante Sortimente. Betriebe, die allerdings auf das günstige und qualitativ einfache Sortiment der Discounter setzten, „hätten aus meiner Sicht auf der Insel keine Überlebensperspektive. Anbieter auf so einem besonderen Standort wie der Insel, müssen auf Qualität und Service setzen!“

Von Joachim Strunk

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