Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Öl-Alarm in Lauenburg sorgt für Sperrung des Elbe-Lübeck-Kanals
Lokales Lauenburg Öl-Alarm in Lauenburg sorgt für Sperrung des Elbe-Lübeck-Kanals
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:27 01.10.2019
Öl-Alarm im Hafen von Lauenburg: Die Schifffahrt musste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wegen des Einsatzes eingestellt werden. Quelle: TIMO JANN
Lauenburg

Auf mehr als 10 000 Quadratmetern hat sich am Dienstagnachmittag ein schimmernden Ölteppich im Bereich des Lauenburger Hafens ausgebreitet. Gegen 16 Uhr rückte die Feuerwehr an, um mit Ölsperren einen Schaden für die Umwelt zu reduzieren. Vermutlich, so eine erste Einschätzung von Feuerwehrchef Lars Heuer, stammt das Öl vom Eisbrecher „Büffel“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, der derzeit bei der Hitzler-Werft liegt. Das Spezialschiff war in den vergangenen Monaten modernisiert worden. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, auch ein Mitarbeiter der Wasserbehörde des Kreises war vor Ort.

Öl-Alarm im Hafen von Lauenburg: Die Schifffahrt musste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wegen des Einsatzes eingestellt werden. Quelle: TIMO JANN

„Es gab zahlreiche Notrufe von Autofahrern, die den Ölteppich von der Kanalbrücke aus entdeckt hatten“, erklärte Heuer. Nach einem Hinweis durch die Leitstelle schaute er sich die Lage vor Ort an und ließ dann wenig später Alarm für seine Kameraden auslösen. Heuer: „Es war eine so große Fläche, da mussten wir tätig werden.“ Vor zwei Wochen war ebenfalls Öl-Alarm im Hafen ausgelöst worden, doch damals war die Menge zu gering, als das der Einsatz Schlimmeres hätte verhindern können.

Öl-Alarm im Hafen von Lauenburg: Die Schifffahrt musste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wegen des Einsatzes eingestellt werden. Quelle: TIMO JANN

Vom Ölwehrboot aus wurde für die Ermittlung eine Probe entnommen, dann wurden Ölsperren in Stellung gebracht. Der Ölteppich hatte sich zwischen der Hitzler-Werft an der Bahnhofstraße und der Südwerft zwischen beiden Ufern und auf einer Länge von etwa 250 Metern ausgebreitet. Die Schifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal musste wegen des Einsatzes eingestellt werden.

Öl-Alarm im Hafen von Lauenburg: Die Schifffahrt musste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wegen des Einsatzes eingestellt werden. Quelle: TIMO JANN

„Dieser Einsatz zeigt wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir hier die Ölwehr mit vernünftiger Technik stationiert haben“, sagte der Wehrführer. So konnte nach dem Alarm schnell Hilfe geleistet werden. Das wendige Ölwehr-Einsatzboot und das Feuerwehrboot „Elbe I“ waren auf dem Wasser im Einsatz, an Land bereiteten die Besatzungen von drei Fahrzeugen derweil die Ölsperren vor. Heuer: „Wir haben das auf dem Wasser treibende Öl so gut es geht eingekreist und den Eisbrecher mit einer Ölsperre gesichert.“ Der ausgelaufene Kraftstoff soll jetzt durch eine Fachfirma abgepumpt werden.

Erst vor zwei Wochen hatte es aus ungeklärter Ursache einen Ölfilm an derselben Stelle gegeben. Und auch im Januar war die Ölwehr wegen eines unbekannten Verursachers einer Gewässerverunreinigung im Lauenburger Hafen im Einsatz. Im Dezember 2018 hatten Mitarbeiter der Eisbrecher-Flotte im Hafen von Geesthacht Hunderte Liter Treibstoff an einem Eisbrecher auslaufen lassen. In solchen Fällen rückt die in Lauenburg stationierte Ölwehr an, die der Kreis finanziert.

Öl-Alarm im Hafen von Lauenburg: Die Schifffahrt musste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wegen des Einsatzes eingestellt werden. Quelle: TIMO JANN

Von Timo Jann

Lauenburg Michaelisempfang in Ratzeburg Geschichten zum Mauerfall

Erfahrungen und Erlebnisse Einzelner im Rückblick auf den Mauerfall vor 30 Jahren waren Motto des Michaelisempfangs in der Stadtkirche St. Petri zu Ratzeburg. Denn nur Geschichten machen Geschichte!

01.10.2019

Seit Dienstag hat das Geesthachter Polizeirevier einen neuen Chef: Jürgen Hellwig löste Andreas Dirscherl ab, der in Pension gegangen ist.

01.10.2019

Ein 33-Jähriger hatte seine Ehefrau vor einem Ratzeburger Discounter halb tot geschlagen – Am Montag ist er vom Landgericht Lübeck zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden

30.09.2019