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Lauenburg Oldtimertreffen in Geesthacht
Lokales Lauenburg Oldtimertreffen in Geesthacht
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12:23 09.09.2019
Autos aus dem Baujahr 1915 sind auf unseren Straßen absolute Exoten. Erwin Carstens war mit seinem 20 PS starken Ford nach Geesthacht gekommen. Quelle: Norbert Dreessen
Geesthacht

Alte Autos haben nicht nur Ecken und Kanten, sondern einfach mehr Charme und Flair als das, was heute an Gefährten so auf unseren Straßen unterwegs ist. Wer ohnehin dieser Meinung ist, wurde am Sonntag wieder einmal bestätigt, denn am Geesthachter Bahnhof fand eine große Zusammenkunft historischer Fahrzeuge statt.

Vor genau einem Jahr gab es an gleicher Stelle schon einmal eine solche Veranstaltung, und sie war etwas ganz Besonderes: „Das war das erste Oldtimer-Treffen in ganz Deutschland, das von der Stiftung Denkmalschutz in Bonn als technisches Denkmal anerkannt wurde“, sagte voller Stolz Organisator Axel Einfeldt. Die ungewöhnliche Auszeichnung galt auch für dieses Jahr.

Teilnehmer aus der Region Lübeck und Hamburg

Kraftfahrzeugmeister Einfeldt gelang es dank guter Kontakte, Besitzer von rollenden Veteranen aus ganz Norddeutschland in die größte lauenburgische Stadt zu holen, und das ganz ohne Unterstützung irgendeines Vereins. Die meisten Teilnehmer kamen aus der Region zwischen Lübeck und Hamburg, manche auch aus Niedersachsen oder von weiter her.

Sowjetische Staatslimousine

Manche der rund 100 ausgestellten Fahrzeuge waren wirklich Exoten, zum Beispiel eine chromblitzende sowjetische Staatslimousine des Typs Tschaika aus dem Jahr 1959. In Russland kopierte man damals ziemlich getreu die amerikanischen Straßenkreuzer jener Zeit und beförderte damit die Parteibonzen.

Das älteste Fahrzeug auf dem Platz gehörte dem Hamburger Erwin Carstens, der mit einem schneeweißen Ford T Cabrio des Baujahrs 1915 vorfuhr. Das stolze 104 Jahre alte Gefährt, immerhin 20 PS stark und für Tempo 65 gut, sah aus, als käme es frisch aus der Fabrik.

30 Jahre mussten die Autos bei diesem Treffen mindestens auf dem Blech-Buckel haben. Bekannte, aber längst verblichene Marken wie Borgward waren zu sehen, aber auch Modelle von Willys oder Mercury – die kennt hierzulande kaum jemand. Veranstalter Einfeldt war jedenfalls stolz, den Besuchern einen bunten Mix historischer Wagen präsentieren zu können und kündigte an, dass es diese Zusammenkunft auch 2020 wieder geben werde.

Beinahe wäre ein paar Meter weiter am Geesthachter Bahnhof noch ein heftig qualmender Oldtimer zu bewundern gewesen, denn die örtlichen Eisenbahnfreunde boten mal wieder Fahrten auf der eigentlich stillgelegten Strecke nach Hamburg-Bergedorf an und wollten den Zug von ihrer 1945 gebauten Dampflokomotive „Karoline“ ziehen lassen. Die aber war am Pfingstsonntag von einem Auto gerammt und dabei so schwer beschädigt worden, dass die Reparatur noch andauert. Nun zog eine auch schon über 60 Jahre alte Diesellok des Typs V 70 den Nostalgie-Zug.

Von Norbert Dreessen

Am Sonntag hatten Besucher am Tag des offenen Denkmals im Herzogtum Lauenburg viel zu sehen.

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